Posts by decon

    FBI deckte Mordpläne gegen Occupy-Aktivisten




    Junge Welt
    barth-engelbart.de


    du meinst: das fbi hat informationen darüber gesammelt, dass eine identifizierte gruppe/person sich gedanken darüber gemacht hat, bei einer (nicht stattgefundenen) veranstaltung fotos zu machen, um einen plan zu entwickeln, um die organisatoren zu erschiessen und diese information damals nicht veröffentlicht hatte.


    der rest deiner aussage (wo immer engelbart/jungewelt sie auch herhat - die organisation die die dokumente veröffentlicht hat spricht jedenfalls nicht davon) scheint frei erfunden.

    Na ob es Sinn macht die StVO in einer solchen Situation strickt auszulegen ist wohl anzuzweifeln und die Polizei wird vermutlich auch deswegen keine Anzeige schreiben, aber wenn es doch so kommt sehe ich nicht wie ein Richter gegen dieses Urteil argumentieren sollte (immerhin eins vom OLG).


    So klar finde ich den speziellen Fall auch nicht. Der Lkw-Fahrer ist damit aufgefordert ~8 Stunden im Stau zu stehen, da er nicht vorbeifahren und parken darf. Wäre nur beanstandet worden, dass er in 3. Reihe geparkt bzw. den Verkehr behindert hat wäre es ja eine andere Situation. Es wurde aber eindeutig mit dem Überholvorgang argumentiert und da sehe ich dann einfach keinen Spielraum.


    Wenn das vorherfahrende Auto stehenbleibt passiert das doch wohl meist, weil weiter vorne jemand die Spur gewechselt hat. Verbietet man jetzt alle Überholvorgänge und die Leute halten sich an das versetzte Fahren, dann entsteht eine solche Situation erst garnicht. Bei einer weiteren Spurverengung (z.B. wegen einem Unfall) muss sich eh im Reißverschlussverfahren einsortiert werden, wobei das versetzte Fahren zusätzlich Klarheit schafft, wer nun zuerst fahren darf.

    Wenn der Verkehr weiter zunimmt und stockt, ist das Überholverbot dem Verkehrsfluß unterzuordnen.


    Das gibt die StVO nicht her, ein Überholverbot gilt uneingeschränkt. Selbst wenn eine Spur steht darfst du nicht vorbeirollen. In dem Fall sind wohl die vorrausfahrenden Fahrzeuge aufgerufen auf die freie Spur zu wechseln.


    Quote

    Ein Verkehrsteilnehmer überholt, wenn er von hinten an einem anderen vorbeifährt, der sich auf derselben Fahrbahn in derselben Richtung bewegt oder nur mit Rücksicht auf die Verkehrslage oder auf Grund einer Anordnung anhält (OLG Düsseldorf VRS 63, 60 ff). Das gilt auch, wenn die Fahrbahn für eine Richtung mehrere Fahrstreifen aufweist und sich auf einem oder beiden Fahrstreifen Fahrzeugschlangen gebildet haben (BGHSt 25, 293 ff = VRS 47, 218 ff; BGHSt 26, 73 ff = VRS 48, 381 ff (betreffend das Überholverbot vor einer Rotlicht zeigenden Ampel); OLG Hamburg VRS 65, 393 ff; Hentschel, Straßenverkehrsrecht 37. Aufl. § 5 StVO Rdn. 16). Unerheblich ist, ob derjenige, der sich an mindestens einem Fahrzeug der rechten Fahrzeugschlange vorbeibewegt, seinen Fahrstreifen dabei verlässt (OLG Schleswig OLGSt StVO § 5 Nr. 1). Nach § 5 Abs. 3 Nr. 2 StVO ist das Überholen unzulässig, wo es durch Verkehrszeichen (Zeichen 276, 277) verboten ist. Das war hier der Fall.

    quelle


    Das Schild beschreibt ja auch eher die Situation in der viele Lkw unterwegs sind. Die sollen sich dann auf der rechten Spur aufhalten (weil sie eh die maximale Geschwindigkeit fahren) und die Pkw auf der linken Spur, damit sie nach der Baustelle (und Aufhebung des Überholverbots) nicht die Spur wechseln müssen, um an den weiter auf 80 beschränkten Lkw vorbeizukommen. Dass versetzt fahren in der Situation sinnvoller ist, erschließt sich dann von selbst.

    Da ich vorher u.a. Wikipedia zitierte bzw. als Quelle angab, zählt dieses Onlinenachschlagewerk auch zu deinen "antikapitalistischen Gruppierungen"?
    Ich versteh diesen merkwürdigen Einwand ehrlich gesagt nicht. Simple Fakten (z.B. aus der Finanzmathematik) als Ideologie zu bewerten ist ehrlich gesagt reichlich albern.


    Was mich an dem Zitieren dieser Fakten stört ist, dass es völlig unkommentiert passiert. Du präsentierst simple Fakten und implizierst damit deren Relevanz. Zinseszins ist nur ein Teilaspekt unseres Wirtschaftssystems, sein Vorhandensein hat Vor-, und Nachteile, aber du präsentierst ihn als Ursache des Übels, ohne die Alternativen zu betrachten. Dieses Vorgehen entstammt der Ideologie und das kritisiere ich.


    Dein Rechenbeispiel stimmt bedingt (mal abgesehen von Details wie Sockel- und Freibeträge (Sparer-Pauschbetrag) aber das lass ich mal.


    Wäre auch schwer mit diesen Details die Akkumulation von großen Vermögen zu belegen, wenn sie effektiv Kleinsparer begünstigen.


    Dass du schön du Guthabenseite aufzeigst, ändert das doch nichts an der verehrenden exponentiellen Wirkung auf Schuldnerseite, im Prinzip stützt das doch den Fakt, dass der Zinseszinseffekt eine der Ursachen für horrende Staastverschuldungen ist.


    Den Punkt musst du mir nochmal erläutern.
    Der Schuldner zahlt weniger an den Gläubiger zurück als er erhalten hat und macht deswegen einen Verlust?
    Die Staaten wissen am Tag der Kreditaufnahme, wann und wieviel Geld sie zurückzahlen müssen. Sie können dieses Geld nun dazu verwenden um während der Zeit zusätzliche Einnahmen zu erzeugen, oder eben für die angesprochenen Geschenke. Was hat das denn nun mit dem Zinseszins zu tun?
    Maximal sehe ich, dass sich daraus falsche Anreize an die Politik ergeben. Das ist aber nicht das was ich bei dir an Kritik herauslese.


    Natürlich ist das schlimm, denn sobald eine immer und immer wieder neue Nettoneuverschuldung (inkl. aller Zinseffekte) aufgenommen wird um Zinsen aus Altschulden zu bedienen, kann eine Haushaltskonsilidierung quasi nie stattfinden. Dabei ist es erstmal egal ob das Zinsniveau relativ niedrig ist. Deutschlands Staatsschuldenlast ist seit 1996 um fast 30% gestiegen (in Relation zum BIP) und das trotz relativ niedriger direkter Zinsen.


    Das Geld+Zinsen wäre aber andernfalls garnicht erst vorhanden gewesen. Entweder hätte es nicht ausgegeben werden können oder erst durch andere Wege (mit allen Konsequenzen) eingenommen werden müssen.


    Die Bundesrepublik muss heute jeden siebten Euro, den er durch Steuern einnimmt, für Schuldzinsen ausgeben. Dieses Geld fehlt an anderer Stelle, um die eigentlichen Aufgaben des Staates zu erfüllen. Auch wird dadurch der Spielraum für dringend notwendige Entlastungen auf der Steuer- und Abgabenseite eingeschränkt, und zwar erheblich.
    Hinzu kommt die Abhängigkeit gegenüber Zinsänderungen an den Geld- und Kreditmärkten. Erhöhen sich die Zinsen mittelfristig um nur einen Prozentpunkt, steigen die Zinskosten allein des Bundes um rund 10 Milliarden Euro pro Jahr. Und jede zusätzlich aufgenommene Milliarde Euro an neuen Schulden belastet nachfolgende Haushalte mit 45 Millionen Euro an fällig werdenden Zinszahlungen. Alleine in 2010 musste der Bund für Zinsen rund 33,1 Milliarden Euro ausgeben.


    Nochmal, dieses Geld war nie vorhanden. Jährlich werden z.B. ~80Mrd vom Bund an die Rentenkassen gezahlt, weil man diesen Betrag nicht einfach auf die Beitragszahler umlegen kann. Ohne die Verschuldung müssten die Arbeitnehmer mehr belastet und/oder weniger an die Leistungsbezieher (insbesondere Rentner) verteilt werden. (Alternativ könnte man an Bildung, Infrastruktur etc kürzen, was aber in Zukunft wesentlich teurer werden würde). Was solls denn sein?


    Ganz Platt formuliert sind die Zinsen von Heute, die Steuern und Abgaben von Morgen. Diese Last landet natürlich immer bei der Allgemeinheit der Bevölkerung. Nicht nur inform einer Steuerlast, sondern auch "versteckt" in den Enverbraucherpreisen, Mieten, Privatkrediten, an der Zapfsäule, usw.
    Warum muss ich eine Nettokaltmiete bezahlen, die defacto zu 40-60% aus Zinslasten besteht?


    Ganz platt formuliert sind die Schulden und Zinsen von heute, der Preis für die Ausgaben von gestern.


    Kleine Grundsatzfrage am Rande: Was wäre eigentlich 2009/2010 mit dem globalen Kapitalismus passiert, wenn nicht durch massive "sozialistische" Staatshilfen das System gerettet worden wäre?


    Wenn die Geschichte anhaltspunkte liefert:
    Die Vermögenden wären mit ihrem reduzierten Vermögen in Sachwerte geflüchtet und es hätte einen Reset gegeben. Die Armen wären erstmal reihenweise krepiert und hätten dann (durchaus auch nacheinander)
    a) einen Aufstand gemacht und von den Vermögenden geraubt bzw. wären von der Staatsmacht davon abgehalten / von Söldnern der Vermögenden getötet worden
    b) sich einem starken Führer angeschlossen der das Problem durch Eroberungen von Rohstoffreichen Gebieten gelöst hätte
    c) abgewartet und wären weiter krepiert, bis sich die Lage nach ein paar jahren wieder gebessert hätte.


    Dass sie
    d) einen bisher nie dagewesenen Weg gefunden hätten der die Probleme plotzlich löst, halte ich für arg unwahrscheinlich.


    Was wäre denn deiner Meinung nach passiert?

    sanni
    Das Filmchen hatten wir hier vor ~3jahren schonmal im politik-thread als Thema. Er ist gespickt mit Unwahrheiten und stellt ein völlig verzerrtes Bild der Wirklichkeit dar. Es fängt bei der Herkunft des Systems an, setzt sich in der Verquickung von Volkswirtschaft und Privatwirtschaft fort und endet in Schlussfolgerungen die nicht wirklich durchdacht sind.


    Allgmein solltest du dir lieber deine eigene Meinung bilden, anstatt auf Propaganda der einen oder anderen Seite aufzuspringen. Wenn du also darüber reden willst, mach eigene Aussagen und präsentiere nicht nur die Gedanken Anderer denen du vollumfänglich zustimmst (bis Teile davon wiederlegt sind und du genau diese Teile nie so gemeint hast - das führt zu nichts).


    Dackel
    Ist das Satire? Da sind PI, Zeitgeist, Spiegelfechter etc. ja schon richtig seriös gegen...


    7% bekommst du nicht für sichere Anleihen. Probiers mal mit der Hälfte für Anleihen von 20 jahren. (bei kürzeren Laufzeiten entsprechend weniger)
    100 * 1,035^20 = 198,98
    Hierrauf zahlst du dann erstmal 25% Kapitalertragssteuer ( +5,5% Soli wenn es ihn noch geben sollte) macht: 149,23 bzw 139,28
    Davon ziehst du dann die Inflation ab, angestrebtes Ziel ist 2%, aktuell sind es 3,75% (und in der näheren Zukunft wird es wohl eher auf 5% zugehen, aber bleiben wir mal bei 2...)
    Das ergibt dann 149,23 * 0,98^20 = 99,63.
    Du hast dann zwar ne ganz toll höhere Zahl, kannst dir davon aber weniger kaufen...


    Also ja, die Staaten geben mehr Geld aus als sie einnehmen.
    Und ja, sie tilgen die ursprüngliche Schuldenlast nicht.

    Das ist an sich aber nichtmal schlimm, wenn die Zinsen, die dafür aufgewendet werden müssen, so niedrig sind wie sie die letzten jahrzehnte bei uns waren.
    Die Schattenseiten für das zusätzliche Geld sind allerdings,
    1. dass der Staat sich dauerhaft zu so niedrigen Zinsen refinanzieren muss, oder er macht einen Verlust.
    2. die Volksvertreter das zusätzliche Geld weniger für ertragreiche Investitionen, als für Wahlgeschenke einsetzen. Sei es nun die Erhöhung der Kilometerpauschale, die Senkung von Steuern oder Zuschüsse für die Rente.
    Sobald die Zinsen dann steigen wills keiner mehr gewesen sein (insbesondere kein Wähler der wegen der Geschenke die jeweiligen Parteien gewählt hat) und schuld ist der böse Zinseszins, die Anleger oder die geheime Weltregierung.


    Bitte wiederlege mich jetzt inhaltlich und poste keine vorgefertigten, verfälschten 'Fakten' von antikapitalistischen Gruppierungen.

    Jo, du hast formell Recht.
    Es gibt zum Einen die Tagesanleihen und zum Anderen die Bundesschatzbriefe Typ B (die nach 7 Jahren auslaufen) mit Zinseszins. Zusammen bringen sie es auf einen Anteil von wahnsinnigen 0,5 - 1,5% der jährlich aufgenommenen Schulden und haben nach Inflationsausgleich jeweils eine negative Rendite.


    Ich bleib dabei, Zinseszins hat mit der hohen Staatsverschuldung nichts zu tun.

    1. Staaten zahlen keinen Zinseszins.
    2. Joseph hätte höchstens bei den Mesopotamiern Geld anlegen können und davon heute kein bisschen wiedergesehen. Zum Einen weil es heute niemand mehr zurückzahlen würde und zum Anderen weil die Währung mittlerweile sehr stark entwertet worden wäre.
    3. Durch Tagesgeld, Festgeld, Sparkonten und Staatsanleihen verliert man aktuell Gegenwert.
    Zur Wertvermehrung werden Firmenbeteiligungen (aber auch nur von den erfolgreichen Unternehmen), vermietete Immobilien (aber auch nur welche die nachgefragt werden) und Handel (aber auch nur wenn man günstig kauft und teuer verkauft) benutzt. Dass man ohne Risiko und/oder Arbeit reicher wird ist ein Märchen.

    Warum sollten sie auch nicht? Weil es vielleicht, möglicherweise für andere schädlich sein könnte?
    Ob das Passivrauchen von normalem Tabak für die häufigen Krebserkrankungen überhaupt verantwortlich war, wird sich ja in den nächsten Jahr(zehnt)en zeigen. Ich tippe auf einen Rückgang im niedrigen Promillebereich.
    Weichmacher in Plastik, Feinstaub von Fahr- und Flugzeugen, Bleich- und Färbemittel in Kleidung, Schimmerlpilze in der Nahrung, bodennahes Ozon, Schwermetalle in Gebrauchsgütern, etc. bleiben den Menschen ja erhalten.

    Sag ich doch. Die Summe hat maximal einen Einfluss auf das Strafmaß, also auf den Ausgang eines möglichen Verfahrens. Der Täter wird aber auf jeden Fall ermittelt werden. Eine Geringfügigkeitsgrenze spielt daher erst später eine Rolle.


    Wenn eine Videoaufnahme hilft, den Täter zu ermitteln, wird sie genutzt werden. Ob sie später dann auch genutzt wird, um ihn vor Gericht zu verurteilen, steht auf einem gaaaanz anderen Blatt.


    Die Summe hat schon Auswirkungen auf den Umfang der Ermittlungen. Wenn der Dieb auf einer Videoaufnahme klar zu erkennen ist wird er natürlich in der Datenbank abgeglichen. Es wird aber kein Phantombild veröffentlicht, es werden keine Beamten in der Gegend nach Verdächtigen suchen und es werden keine Überwachungsvideos von umliegenden Geschäften etc. dafür ausgewertet (Dafür bräuchte es einen Richterbeschluss). Auch wird mit Sicherheit kein Gutachter damit beauftragt aus dem Bewegungsstil eine Person zu ermitteln, wenn jedem Beamten klar ist, dass der Fall eingestellt werden wird.
    So naiv, zu glauben, dass für 5c der gleiche Aufwand wie für 50.000€ getrieben wird, kannst du doch nun wirklich nicht sein.


    Ich verstehe nicht, warum sie die E-Ziggis verbieten wollen, aber normale Kippen erlauben?! Das ist doch paradox?! :spec:


    Das ist relativ einfach - weil sie es können.
    Es ist ja nicht der Staat der das Rauchen verbieten will, sondern einzelne Aktionsbündnisse und Politiker die sich Wählerstimmen sichern wollen. Ein gesetzliches Verbot der normalen Zigarette bekommen sie (noch) nicht durch und ein Verbot der E-Zigarette auch nur, weil sie die liquids als Arzneimittel und die E-Zigarette als medizinisches Produkt klassifizieren und keine Genehmigung ausstellen. Verbot durch Verfahrenstricks sozusagen.
    Bei einem regulären Verbot müssten sie nachweisen können, dass die Dinger schädlich sind. Das können sie aber nicht.
    Beim Rauchverbot in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden ging es ja auch nicht primär um den Schutz der Mitmenschen, sondern um die verfassungsrechtlich bedenkliche Bevormundung von Bürgern.
    Die 850% Steuer (auf den Erzeugungspreis) auf Zigaretten war der vorherige Versuch die Raucher zu "erziehen". Die zusätzlichen Einnahmen sind nur ein Bonus.

    anpera
    Da bist du auf dem Holzweg. Im Fall der 5c geht es tatsächlich um Summen und nicht ums Prinzip. Wenn mit EC-Karte gezahlt wird und die Karte nicht als gestohlen gemeldet wurde, erübrigt sich sogar schon der Ermittlungsaufwand.
    Das weitere Vorgehen regelt dann StPO §153.
    Wenn kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht und der Beschuldigte nicht schon ein einschlägiges Vorstrafenregister hat, wird das Verfahren eingestellt.

    Mich interessiert die Formulierung herzlich wenig. Die Wortklauberei ist doch nur dem Fakt geschuldet, dass nach deutscher Verfassung dafür das Kriegsrecht ausgerufen werden müsste, wenn man es "Krieg" nennt.
    Der Einsatz, der übrigens auch gerichtlich abgesegnet wurde, würde sich dabei kein Stück ändern, wenn man es tut.
    Ein politisches Ränkespiel der Linken um Stimmen zu erhaschen, mehr war an der Diskussion nicht dran.

    Du bist Bürger der VS? Dann kümmer dich drum!
    Ich bin deutscher Staatsbürger und meine Regierung hat keinen Angriffskrieg begonnen, sondern unter UN-Mandat bei dem anschließenden Aufbau eines Staates geholfen.
    Mir missfällt dabei vieles an der Mission, danke Merkel, aber die Entscheidung sich dort zu engagieren war richtig.
    Die deutsche Entscheidung war nie Krieg/kein Krieg, sondern Wiederaufbau des Landes ja/nein. Dass die Radikalen dort auch heute noch aktiv sind ist bedauerlich, aber das nationalsozialistische Gedankengut ist bei uns auch nicht von Einem auf den Anderen Tag verschwunden.


    Was mir aber immer wieder sauer bei der Diskussion aufstößt ist, dass manche offenbar glauben die Menschen die dort Bransätze werfen würden damit aufhören, wenn man sie nur in ruhe lässt. Das wird nicht geschehen. Es wird dann halt nurnoch Afghanen treffen.

    Quote

    Es hat jedoch nicht der afghanische Staat die USA angegriffen weshalb man sich auch nicht gegen den afghanischen Staat in einen Verteidigungskrieg begeben kann.
    ...
    die Mudschaheddin, die Radikalen welche später auch die Talibanregierung 1996 gebildet haben
    ...
    und genau dieselben waren an der Gründung der Talibanregierung beteiligt und waren an 9/11 verantwortlich.


    Also die afghanische Regierung war an 9/11 verantwortlich, aber nicht der Staat? Weil Staaten nicht durch Regierungen repräsentiert werden?


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    Auch dieser Herr ist wohl gewiss kein Laie.
    ...
    - das WT zu zerstören fügte den USA keinen ernsthaften materiellen Schaden zu, schädigte nicht die Infrastruktur o.ä. sondern fügte den Menschen in erster Linie einen herben psychischen Schock zu.
    ...
    Fakt ist auch, dass durch jeden Toten Zivilisten es eine Familie gibt welche einen Angehörigen verloren hat; sowas schürt Hass, Zorn und Aggression und treibt die Menschen geradzu zu den Radikalen Gruppen.


    In erster Linie hat es 3000 Menschen das Leben genommen.
    In zweiter Linie hat es ~50.000 Menschen ihre nächsten Familienangehörigen, Väter, Mütter, Brüder, Schwestern, Kinder etc. genommen.
    Dass du den Afghanen den Hass und die Agression zugestehst und den Ammis verweigerst, lässt einen gewissen Doppelstandard erkennen.
    Den Kerl der materiellen Schaden über Menschenleben stellt, kann ich im Übrigen nicht ernst nehmen. Das ist nicht meine Auffassung von Moral.


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    Wenn meine Regierung also ineffizient gegen Terroristen vorgeht, die andere Länder als Ziele haben, muss ich also zurecht fürchten das gegen mein Land ein Angriffskrieg begonnen wird


    Solltest du, ja. Nur Leute wie du und ich ermächtigen die Regierung, also tragen wir letzendlich auch die Verantwortung für sie, obs dir passt oder nicht. Das ist nunmal die Grundlage für das Völkerrecht.

    Der Angriffskrieg gegen Afghanistan war und ist völkerrechtswidrig. Von einer Beteiligung der Afghanischen Regierung / Militär war nie die Rede. Somit hatten die USA gar nicht das Recht Afghanistan anzugreifen.


    Und nebenbei gesagt: die offizielle Geschichte um den 11.9.2001 ist auch nichts weiter als eine (Verschwörungs-) Theorie. Viel zu viele Fragen bleiben unbeantwortet / ungeklärt. Nur weil die USA behaupten es sei so gewesen und die 9/11-Comission hätte alle Zweifel ausgeräumt heißt das noch lange nicht, dass das auch so ist.


    Der Angriffkrieg war als Verteidigungsfall völkerrechtlich legal.
    Die Talibanregierung hat den Feind beherbergt und vor Strafverfolgung beschützt, anstatt seiner Verpflichtung einer Strafverfolgung nachzukommen.
    Nach dem Sturz der Regierung begann die ISAF Mission, die eine friedenserzwingende Maßnahme zum errichten eines Staatswesens war. Auch das war völkerrechtlich legal.


    Für deine Verschwörungstheorie kannst du dir die Informationen selbst suchen. Mittlerweile wurden alle Abläufe und "offenen Fragen" beantwortet und die Untersuchungsmethoden und Ergebnisse veröffentlicht. Dass du lieber jedes Wort von Laien glaubst, die dir deine Meinung vorbeten, als dich wirklich damit zu befassen, sagt nichts gutes über dich.

    @Aki
    Deine Beschreibung von dem Anschlag auf ~20.000 Menschen inklusive Ermordung von ~3.000 davon als "Symbolakt" finde ich überaus zynisch.
    Und nein, niemand ist für seinen Geburtsort verantwortlich. Aber, ein Volk eines Staates ist für die Vorgänge innerhalb des selben verantwortlich. Die Einschätzung in Afghanistan war, dass die Mehrheit von einigen wenigen unterdrückt wurde und sie es nicht aus eigener Kraft schaffen würden sich selbst zu wandeln, deshalb das "Nationbuilding".
    Bei der RAF war es etwas komplett anderes. Zum einen war es gegen das eigene Land gerichtet und zum anderen ist die Regierung dagegen wirkungsvoll vorgegangen. Hätte die RAF Anschläge in Paris vollzogen und dabei Unterstützung von der SED/PDS und SPD erhalten, und wäre man gleichzeitig nicht (wirksam) dagegen vorgegangen, wäre eine ähnliche Situation entstanden, für die die deutsche Bevölkerung verantwortlich gemacht worden wäre.


    Sicher wurden die Afghanen im kalten Krieg instrumetalisiert. Daraus aber eine Rechtfertigung für die Anschläge zu konstrieren, dafür fehlt mir jedliches Verständnis. Mord bleibt Mord. Wir haben uns dann in Afghanistan engagiert, weil unsere Verbündeten, die USA, entschlossen waren dort einzumarschieren, und wir einerseits weiterhin Verbündete bleiben und andererseit Einfluss auf den Einsatz nehmen wollten. (Die Mehrheit der Bevölkerung war in 2001-2006(?), laut repräsentativen Umfragen, für den Einsatz in Afghanistan).
    Wenn du dir mal die Diskussion innerhalb der USA aus dem Zeitraum ansiehst, dann wirst du sehen, dass das einfache Kaputtbomben durchaus eine reale Möglichkeit war.


    Und mach doch mal die Rechung für Afghanistan auf. Geteilt in:
    1. tote Zivilisten durch die Westmächte,
    2. tote Zivilisten durch Mord-/Selbstmordanschläge,
    3. tote Soldaten der Westmächte,
    4. tote Kämpfer der Islamisten.
    Du wirst feststellen, dass die Islamisten bei den ermordeten Zivilisten immernoch weit führen. Einen Bombenanschlag auf Mädchenschulen oder Polizeistationen dem Westen anzulasten ist unzulässig.


    Wenn dann 11 Jahre lang ein Land zu Unrecht besetzt wird, massenhaft Zivilisten getötet werden, die Bürger mit nächtlichen Hausdurchsuchungen etc. tyrannisiert werden, dann sollte man vielleicht etwas Verständnis dafür haben können...


    Was soll diese Legendenbildung?
    Der Einsatz in Afghanistan war eine Reaktion auf die Anschläge vom 11. Sep. 2001. Die Verantwortlichen haben von dort aus agiert, ihre "Kämpfer" rekrutiert, ihre Aktionen finanziert und das Ganze mit dem Wissen und der Unterstützung einiger Stammesfürsten (politischen Anführer des Landes!).
    Die Entscheidung war nicht ob in Afghanistan eingegriffen wird, sondern nur wie. Entweder eine offizielle Kriegserklärung gegen das Land und seine Bewohner (die nunmal letzten Endes für alles was in ihrem Land passiert verantwortlich sind), oder eine "Polizeiaktion" um die Schuldigen zu töten/einzusperren und der restlichen Bevölkerung zumindest die Chance zu geben mit Hilfe von freien Wahlen ihre Zukunft zu bestimmen.
    Sollten "die Afghanen" so etwas in Zukunft wieder zulassen, würde wohl die andere Option gewählt. Flächenbombardierung bis zur bedingungslosen Kapitulation, mit anschließender Besetzung zur Sicherung der Reparationszahlungen.