Posts by Silmar Alech

    Im Laufe der Charakterentwicklung (die Hauptstory) erwirbt dein Charakter die Fähigkeit jede Klasse als Zweitklasse vewenden zu können. Nach einmaliger Freischaltung (500 Gold je Zweitklasse) kannst du die dann immer frei wählen. Dort kommst du zwangsläufig vorbei. Stolperst du also vorher über einen Quest, der dir eine Fertigkeit verschafft, die nicht deiner Hauptklasse entspricht, dann kannst du sie spätestens dann einsetzen.


    Einfach weiterspielen. Du kannst nichts verpassen und nichts kaputtmachen. Jeder GW1 Charakter kann am Ende seiner Charakterentwicklung jede Klasse als Zweitklasse verwenden und jede Fertigkeit lernen und verwenden, die es im Spiel gibt. Und hast du irgendeine Quest oder Funktion übersehen, dann kannst du in den betreffenden Außenposten oder zu dem entsprechenden NPC zurückgehen und das nachholen.

    Auf ein Wort. Was eierst du da ständig mit GW1 herum? Erst startest du begeistert wieder voll durch, dann ziehst du dich zurück. Dann kommst du zurück, aber nur "ohne Magie". Das ist ein Spiel! Das sind nur bewegte Pixel ohne jegliche Realität.


    Der irgendwo von dir verlinkten Webseite zufolge bist du den Zeugen Jehovas in die Arme gefallen. Bitte Vorsicht: das ist eine Sekte! Das sind Leute, die dir unrechtmäßigerweise vorschreiben, wie du dein Leben zu führen hast. Die machen dir Angst wo vorher keine war und wollen so über dich bestimmen. Das sind Leute, die dich aus der Gesellschaft der Menschen herausnehmen, dich isolieren und dich vereinnahmen. Dich, dein Geld, deine Verwandten, deine Seele. Das ist der Weg in die Unfreiheit.


    Das ist der grundfalsche Weg, denn der einzige, dem es erlaubt ist über dein Leben zu bestimmen, das bist du selbst! Nur du selbst, und du alleine. Sei selbständig, werde selbständig. Erlange deine Freiheit wieder, indem du dich von Leuten und von Ideologien löst, die über dein Leben bestimmen wollen. Löse dich von Leuten, die dir irgendwas einflüstern wollen.


    Guild Wars 1 als Spiel so spielen können wie es von den Entwicklern programmiert wurde, und dabei Spaß haben, gehört zu dieser Freiheit dazu, die du wiedererlangen musst. Aber das ist nur das geringste deiner Probleme.

    Spiele zwar nicht mehr aktiv GW1, aber falls du im Laufe deines Spiels irgendwann mal Bedarf an irgendwelchem Equipment für dich und deine Helden hast, also irgendwelche Waffen, Runen, Befähigungen, Inschriften, Waffen-Aufwertungen, die du ad hoc nicht so einfach herbeizaubern kannst, oder auch Material um Rüstungen oder Waffen zu kaufen, kann ich dir gern unter die Arme greifen. Auch nach Jahren des Ausschlachtens ist da immer noch viel übrig.


    Und falls du für die Halle der Monumente Minipets zum Ausstellen suchst, ich kann dich da mit Minipets geradezu erschlagen - das kann man sich in etwa so vorstellen wie Captain Kirk mit den Tribbles:

    Ich möchte nur, dass du verstehst das Geldwerte immer im Auge des Betrachters liegen. Nur weil für dich 2000 Gems Wahnsinn sind muss das für viele andere nicht gelten.

    Ja, ich weiß, und das ist halt genau das, was ich nie verstehen werde. So viele Leute geben meiner Ansicht nach ihr Geld und ihr Gold für die falschen Sachen aus. Für die überteuerten Sachen, und nicht für die angemessenen Sachen. Das Maß dafür, was ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis hat, hängt schief. Im Auge des Betrachters. Meiner Ansicht nach ist das mit ein Grund dafür, dass arme Leute arm bleiben: sie geben ihr Geld für die falschen Sachen aus.

    Es stellt sich jetzt die Frage, worauf wir beide hinauswollen.


    Du sagst, alles was im Handelsposten vorgefunden wird, kann mit Gold gekauft werden, also einer ingame-Währung. Ist also durch das spielen des Spiels erreichbar. Wie es in den Handelsposten hineingekommen ist, ist irrelevant. Gold wiederum kann man alternativ für Echtgeld kaufen und sich damit auch alles für Echtgeld kaufen, was im Handelsposten zu finden ist, selbst wenn es ausschließlich über ingame-Mechaniken generiert worden ist.

    Das ist die Sicht, die ein Spieler vom Spiel hat: er schaut die Angebote an und wählt passende für sich aus. Die Mechaniken dahinter sind ihm egal. Er will und kauft das Ding, das er haben will, mit welcher Währung auch immer, und ist damit glücklich.


    Ich sage, dass einige dieser Angebote, genauer gesagt deren Preise, völlig überzogen sind und den Spielern Echtgeld oder Spielzeit (grind) aus der Tasche für eine minderwertige Leistung ziehen. Und implizit dass jeder, der das bezahlt, einen an der Klatsche hat.


    Können wir uns auf dieses Fazit einigen? :arab:

    Dir ist nicht so ganz klar, wie der GW2 Gem-Shop und Gem-Austausch (Gems/Gold) funktioniert. Wie Gems und Gold produziert und vernichtet werden.

    • Gold wird ausschließlich durch das Spielen von GW2 generiert. Niemals "aus dünner Luft" über Gems im Gem-Shop.
    • Gold wird durch verschiedene Spielmechaniken innerhalb des Spiels vernichtet, und zwar immer wenn Spieler etwas bei NPCs für Gold kaufen. Außerdem wird ein Teil des Handelsvolumens als "Transaktionsgebühr" im Handelsposten und im Edelsteintausch vernichtet.
    • Gems werden ausschließlich gegen Echtgeld durch Kauf im Gem-Shop oder als Zusatz bei den Spieleditionen generiert. Kleine Mengen Gems werden auch alle 5000 AP generiert sowie durch Gutscheine bei Gewinnspielen.
    • Gems werden ausschließlich durch Bezahlung von virtuellen Gegenständen im ingame-Shop vernichtet. Dabei wird niemals Gold generiert, sondern Gegenstände, Freischaltungen oder Skins. Manche Gegenstände sind handelbar, aber für die Gems generiert wird nie Gold, sondern der Gegenstand.


    Im Edelsteintausch wird kein Gold generiert, wenn du dir Gold für Gems kaufst. Kaufst du Gold, hat das zuvor ein Spieler erspielt. Kaufst du dir mit dem Gold eine legendäre Waffe, dann wird die mit Gold bezahlt, das irgendein Spieler einmal durch Platthauen von Gegnern oder eine ähnliche Mechanik generiert hat.


    Im Edelsteintausch werden auch keine Gems generiert, wenn du dir Gems für Gold kaufst.


    Es ist vielmehr so, dass es einen Vorrat an Gold im Edelsteintausch gibt und einen Vorrat von Gems. Kaufst du Gold für Gems, erhälst du Gold aus dem Vorrat und zahlst die Gems in den Vorrat ein. Kaufst du Gems für Gold, erhälst du Gems aus dem Vorrat und zahlst Gold in den Vorrat ein. Bei diesen Aktionen wird etwas Gold abgezwackt, so dass nie soviel Gold ausgezahlt wird wie eingezahlt. Ich weiß es nicht mehr wieviel genau das ist, aber um die 25% des darüber gehandelten Goldes wird dabei vernichtet. Die Gems hingegen bleiben beim Tauschen vollständig erhalten.


    Das bedeutet, dass jedes Kupfer, das jemand gegen Gems kauft, zuvor von einem anderen Spieler erspielt worden ist. Man hat es über den Tausch von einem Spieler zum anderen übertragen. Es gibt keine andere Generierung als ingame zu erspielen.

    Genau so ist das mit den Gems: jedes einzelne Gem, das man gegen Gold kauft, wurde zuvor von einem Spieler gegen Echtgeld im Shop gekauft. Ich lasse hier mal die Gem-Geschenke weg, da das vernachlässigbare Einmal-Sachen sind, die nicht farmbar sind. Gems werden nicht generiert, wenn du sie aus dem Edelsteintausch holst, sondern sie werden aus dem Topf entnommen, wo sie ein anderer Spieler eingezahlt hat.


    Der Gem-Preis im Edelsteintausch ergibt sich aus dem Verhältnis des Füllstandes von Gem- und Goldvorrat im Edelsteintausch. Mathematisch gesehen ein Bruch: kaufst du Gems, sind sie umso teurer, je weniger Gems im Vorrat sind - die Gems müssen also im Nenner stehen. Genau so mit dem Goldkauf: Kauft man Gold, ist es umso teurer, je weniger Gold im Vorrat ist - für den Goldpreis muss also das Gold im Nenner stehen.

    Mit dieser Mechanik wird die Preisentwicklung der Gems im Edelsteintausch seit Spielbeginn bis heute nachvollziehbar.

    Diese zwei Vorräte werden aufgrund dieser Formel auch niemals leer: würden ein Vorrat einseitig immer kleiner werden, würde der Preis für den Rest so hoch werden, dass niemand mehr bereit ist, dafür zu zahlen. Stattdessen wird es attraktiv, den sich leerenden Vorrat wieder aufzufüllen, weil die andere Währung in dem Moment sehr kostengünstig ist.


    Bei dem Hintergrund wird einem klar, dass grundsätzlich immer Echtgeld bezahlt wurde, wenn über Sachen diskutiert wird, die mit Gems generiert oder freigeschaltet werden. Wer das Echtgeld konkret bezahlt hat, ist für die Gesamtbetrachtung irrelevant: Entweder man hat die Gems selbst gekauft, oder man hat sein Gold gegeben und ein anderer hat sie gekauft. Es hat an einer Stelle ein Spieler Echtgeld für ein Gem bezahlt, und an einer anderen Stelle ist im Gem-Shop genau dieses Gem für einen Skin/Gegenstand/Freischaltung vernichtet worden. Aus dem Grund kann man die Gems von der Betrachtung her nicht vom Echtgeld lösen. Es ist ein reines Echtgeld-Äquivalent.


    Der Zaishen-Schlüssel in GW1 ist was völlig anderes. Du erspielst irgendeine accountgebundene ingame-Währung. Balthasar-Punkte, Turnier-Belohnungspunkte, Zaishen-Münzen. Dafür kaufst du Schlüssel und spielst Lotterie. Fertig. Mehr ist nicht dahinter. Nichts davon ist übertragbar oder im Shop zu erlangen - man muss das Spiel spielen, um es zu bekommen. Einsatz von Echtgeld hat hiermit absolut nichts zu tun, nicht direkt und nicht indirekt.

    Das Geschäftsmodell von Arenanet ist mir ein Rätsel. Sie verlangen utopisch viel Geld für Dinge, die fast nichts in der Herstellung kosten und für die ich deshalb nie im Leben soviel zahlen würde (die Skins) und verschenken aufwendig und teuer herzustellende Dinge, die ich definitiv kaufen würde (die LS Episoden).


    Ein ausgewogenes Preismodell würde ich das folgende sehen und das dann auch gerne kaufen: Skins je 1 Euro, LS-Episoden: je 5 Euro pro Veröffentlichung.


    Und dann haben wir noch gar nicht über die Glücksspiel-Aspekte des Shop gesprochen. Hätte ich nicht zuvor GW1 gespielt, das bis 2012 einen 100% fairen Shop gehabt hat, hätte ich wegen des Glücksspiels GW2 noch nicht einmal angefangen zu spielen - allein die Existenz der Glücksspiel-Gegenstände (Lootboxen, aber auch anderes) diskreditiert das Spiel. Mag das reine gameplay handwerklich noch so gut umgesetzt sein. Glücksspiel ist nämlich Betrug, und ich lasse mich nicht mit Betrügern ein. Der Umfang des Betrugs hat sich ja immer weiter ausgeweitet und kulminierte in diesen Lotterie-Losen für Reittier-Skins, zu denen es dann ja auch den Lootbox-Shitstorm gab. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich dann auch geistig vom Spiel gelöst. Ich habe danach zwar noch etwas gespielt, aber das war im Prinzip mein Abschied dort. Das und der Grind, der immer mehr um sich griff.

    Dann ist scheinbar die komplette GW2 Community verblödet die sich seit Jahren Skins für 2000 Gems holt

    Willst du wirklich wissen, was ich in diesem Punkt von der GW2 Community halte? Aber Vorsicht, die Antwort könnte die GW2 Community verunsichern.


    25 Euro für eine Textur, wo die Vollversion des Spiels 30 Euro kostet? Da stimmt das Preis- Leistungsverhältnis nicht. Ganz egal, ob man es sich leisten könnte oder nicht, die Leistung für die Textur im Vergleich zur Leistung aller Dinge, die man sonst in der Welt so für 25 Euro bekommt, steht in keinem akzeptablen Verhältnis.

    Ich würde nichts sagen, wenn da eindeutig dranstehen würde, dass die Textur selbst nur 1-2 Euro Wert ist und der Rest für den Profit des Studios gedacht ist, aber die Shopgestaltung ist derart, dass man meinen muss, dass der Preis die Leistung "Skin" bezahlt und dafür angemessen ist - was es aber in keinster Weise ist. Da sind ja sogar Abo-Kosten ehrlicher.


    Das sage ich als jemand in komfortabler Einkommenssitutation, der problemlos jeden einzelnen Artikel im Shop ohne mit der Wimper zu zucken sofort bezahlen könnte. Ich habe sogar soviel Gold auf meinem Account angesammelt, dass wenn ich Gems dafür gekauft hätte statt es zu horten, hätte ich über meine gesamte Spielzeit gesehen kein einzigen Gem für Echtgeld kaufen müssen (ich habe ca. 20000 Gems für Echtgeld gekauft). Aber für so einen Skin das Gold auf den Kopf hauen? Nein, niemals. Die Preise sind unverschämt. Lieber lasse ich das Gold auf dem Account versauern.

    ...da wird ein Moloch gefüttert ... immer mehr und immer mehr ... sagt mal, was machen die Entwickler aus diesem Spiel? Solche Mechaniken haben doch sonst diese Browser-Clicker-Games.

    Ich finde es z.B. scheisse das ich als Alleinspieler einige Sachen nicht abschliessen kann. Als Beispiel nenne ich mal am Ende von Pof-story glaub ich Mordremoth killen oder bei der LW3-Story diesen komischen langen Flug.

    Ebenso das ich z.B. wie jetzt bei der LW5-Story irgendwie bei Kralkatorik mit dem Speer nicht rankomme.

    Da läuft man dann 2-3 mal und lässt es.

    Sowas ist einfach spieltechnisch unterste Schublade.

    Ebenso wie bei den Legys die scheiss herumlauferei/finderei.

    Das sind ja mal zwei total verschiedene Dinge, die miteinander überhaupt nichts gemein haben. Die Kämpfe in den Story-Instanzen haben eine bestimmte geskriptete Ablaufmechanik, die man knacken muss. Die Aufgabe der Instanz ist eine Beobachtungs- und Geschicklichkeitsaufgabe. Sie besteht nicht darin, blind auf alles draufzuhauen, was feindlich aussieht. Du musst dein Gehirn einsetzen. Die Aufgabe besteht darin, einer geskripteten Aktion eine passende Gegenaktion entgegenzusetzen. Wenn du das jeweilige Skript genügend gut verinnerlicht hast, könntest du die ganzen Bosskämpfe der Instanzen sogar ohne Schaden zu nehmen durchstehen. Soviel Mühe gibt man sich zwar nicht, aber es ist möglich. Der Anspruch ist, neben dem Timing die jeweils richtige Gegenaktion herauszufinden. Das ist spielerischer Anspruch und ein Qualitätskriterium von GW2. Das hat Niveau. Die Skripte sind zwar arg statisch, aber man erkennt, dass die Entwickler unterscheidbare Kämpfe implementieren wollen und nicht einfach nur "kille den Boss, indem du 1000 Mal draufhaust".


    Die legendären Waffen hingegen sind Beschäftigungsaufgabe ohne jeglichen spielerischen und analytischen Anspruch. Bei denen kannst du das Gehirn abschalten und ganz simpel den Laufzettel abarbeiten. Das ist tatsächlich spieltechnisch unterste Schublade.

    Du verstehst mich nicht. Langzeitbeschäftigungen sind durch stupides Wiederholen von Dingen und Timegates gekennzeichnet, um die Beschäftigung mit dem Spiel aufrechtzuerhalten. Nicht um wirklich spielerisch attraktiven und abwechslungsreichen Inhalt bereitzustellen. Ich beschwere mich nicht darüber, dass ich konkret das neue Reittier nicht sofort freispielen kann, sondern ich beschwere mich generell darüber, dass im allgemeinen das Spiel immer mehr von solchen Langzeitbeschäftigungen bestimmt wird anstatt unterhaltsamen und anregenden Inhalt zu produzieren.


    Aber das macht nichts, ich habe das früher auch nicht verstanden, als ich da noch voll drin war. Nach einem Jahr Abstand merkt man es allerdings, dass man da viel Zeit weggeworfen hat. Das ist wie bei einem Raucher, dem man erklärt, dass er sich umbringt, wenn er weiter raucht: das weiß er vom Verstand her zwar auch schon, aber er hört trotzdem nicht auf.

    Ich finde es echt gut, dass Anet den untreuen Spielern endlich mal die Rote Karte zeigt und die treuen Spieler belohnt werden.

    Also Grind und endlos in die Länge gezogene Beschäftigungstherapie als "Belohnung"? Insoweit sehe ich das als jemand, der wegen der kontinuierlich ausgebauten Langzeit-Beschäftigungen GW2 verlassen hat, nicht als rote Karte, sondern als Bestätigung mit Brief und Siegel, dass ich nicht nur eine Durststrecke zu überwinden gehabt hätte, sondern dass das Spiel tatsächlich in diese Richtung weiter entwickelt wird. Und somit mein Ausstieg und Suchen nach alternativer (und anregenderer) Hobby-Tätigkeit zum richtigen Zeitpunkt kam. Eher sogar zu spät als zu früh.


    Ich suche mir meine Langzeitbeschäftigungen nämlich selbst. Wenn dann das Spiel daherkommt und mir immer mehr vorschreibt, mit was ich im Spiel meine Zeit zu verbringen habe, insbesondere auch mit Sachen, an denen ich nicht so unbedingt Spaß habe, dann verlässt mich die Lust an diesem Spiel. Und so hat die Lust mich halt verlassen, und ich daraufhin das Spiel.


    Das dumme ist ja, dass sich unerledigte Langzeitbeschäftigungen stapeln, je mehr davon ins Spiel gebracht werden. HoT hatte soviel Grind, davon habe ich immer noch was übrig. Das war die letzte Spielerweiterung, bei der ich noch gedacht hatte, ich könnte fast alles abarbeiten was einem da so angeboten wird.

    Beginnend damit hat sich in LS3+LS4 immer mehr davon gestapelt. PoF selbst hat genügend Inhalt geboten, dass man dessen Langzeitinhalte ignorieren konnte. PoF war toll, hat mir riesig viel Spaß gemacht. Aber das Anhäufen der unerledigten Langzeitbeschäftigungen gibt einem aber immer mehr das Gefühl, dass man was verpasst. Aber da man keinen Spaß daran hat es zu machen, hat man das Gefühl, dass die offenen Angebote im Spiel nur Dinge sind, die einem keinen Spaß mehr machen. Und so lässt man es dann ganz sein.

    Ich finde Windows 10 auch sehr akzeptabel. Würde auch nicht auf Windows 7 zurückgehen wollen.


    Was die Accounts angeht: nach den ersten Jahren mit lokalem Account habe ich vor einem Jahr auf Microsoft-Account zum einloggen umgestellt und bisher keine Probleme feststellen können. Ich habe das umgestellt, weil es mich genervt hat, dass alle möglichen Microsoft-Programme extra Logins verlangt haben.

    Man kann den Account-Typ beliebig hin- und zurückändern, d.h. das ist keine Einbahnstraße. Man kann auch parallel mehrere Accounts in verschiedenen Account-Typen haben. Das "verheiratet" den Rechner nicht unauflösbar mit Microsoft, sondern es synchronisiert einfach nur für einen Login Username+Passwort mit einem Microsoft-Account online. Löscht man den Account auf dem Rechner oder ändert ihn zurück auf lokal, ist der Microsoft-Einfluss auch wieder weg. Ich habe z.B. noch einen lokalen Ersatz-Administrator-Account ohne Microsoft-Account auf dem PC. Bisher aber nicht gebraucht.

    Lasst mal die Kirche im Dorf. Ich würde mich hier vor allem erstmal um die technischen Aspekte kümmern, denn dazu wurde der Thread eröffnet. Die juristischen oder wirtschaftlichen Aspekte sind Sache der Rechner-Besitzerin.


    Apropos technische Aspekte. Ich gehe davon aus, dass deine Bekannte kein Backup hat. Ist einfach mal geraten. Ich habe oben das mit der USB Festplatte für 65 Euro nicht ohne Hintergedanken erwähnt. Beschaffe ihr so ne Platte und richte die "Dateiversionsverwaltung" damit ein. Ist ein Windows Bordmittel. Ganz simpel gesagt, spiegelt es alle Verzeichnisse+Dateien, die man in Windows-Bibliotheken aufgenommen hat, in beliebig vielen alten Versionen auf die USB Platte. Platte anstöpseln, und automagisch nach 1-2 Stunden sind alle Dateien drüben, die seit dem letzten Kopiervorgang verändert wurden. Geht einem was kaputt, kann man über den Explorer ziemlich komfortabel alte Versionen zurückholen. Das ist das einfachste Backup-Verfahren, was man haben kann - Fehlbedienung ausgeschlossen, außer man schließt die Platte nie an. Einziger Einrichtungsaufwand: zusätzliche Bibliotheken für die Verzeichnisse einrichten, die bislang nicht von den Standard-Bibliotheken erfasst werden. Bei einem Komplettverlust ihres Rechners kann man dann die Daten von dieser Platte auf einen Ersatzrechner zurückholen.


    Alternativ würde ich ein Cloud-Sync empfehlen. Ich persönlich habe seit einiger Zeit ein Office365 Abo zusammen mit meinem Vater. Kostet 100 Euro im Jahr und umfasst 5x Microsoft Office und 5x 1 TB Cloud-Speicher, nutzbar in 5 einzelnen Microsoft-Accounts. Wir nutzen 2 davon, ich zahle 50 Euro und er zahlt 50 Euro. Das gibt 1 TB Onedrive Cloud Speicher für mich. Ich habe dort alle meine selbst hergestellten oder beschafften Dateien abgelegt, die ich je produziert oder beschafft habe. Das sind so um die 600 GB. Außer Videos, das wäre etwas zuviel. Das ist außer wegen der automatischen Verfügbarkeit auf allen meinen Rechnern ebenfalls eine ziemlich einfache Backup-Methode. Wenn hier der Blitz einschlägt und alles zerschlägt, auf Onedrive ist es weiterhin vorhanden, und was genauso wichtig ist: es ist auch dauerhaft und sofort verfügbar, auch nach einem Disaster, denn da braucht man es am dringendsten. Neuer Rechner, Onedrive-Client anmelden, und die Daten sind sofort (wieder) da ohne sonst noch was zu tun.

    Das mit dem neu aufsetzen kommt vor allem daher, dass man einfach nicht weiß, was nun genau vorgefallen ist und welche Kompromittierung genau vorliegt.

    Logmein alleine scheint keine Malware zu sein, sondern ein nicht unrespektables Unternehmen, das unter anderem Fernwartung mit Technikersupport anbietet. Zumindest wenn man nach dem geht, was Google und Wikipedia ausspuckt.


    Auch bringt eine Google Suche nach "logmein scareware" keine Resultate, die darauf hindeuten, dass es ein Geschäftsmodell dieser Firma wäre, Supportverträge durch Angstmachen abzuschließen. Mir scheint das eine Firma mit einer breiten Palette von Diensten zu sein, die unter anderem beinhalten, denjenigen Anwendern für Geld unter die Arme zu greifen, wo deren know-how nicht ausrecht, um den Rechner in Schuss zu halten. Also der Admin für die Dinge, bei denen man selbst die Ahnung nicht hat. Daran kann ich nichts falsches sehen. Auch die Preise, die genommen werden, passen meiner Ansicht nach auf die Sisyphus-Arbeit, die auf einen Admin zukommt, wenn man auf einen PC stößt, der von Technikdilettanten verhackstückt wird (du weißt, was ich damit meine) [*].


    Möglicherweise hat ein Betrüger Logmein nur als Vehikel benutzt, um entweder auf den Rechner zuzugreifen oder seinerseits diesen Vertrag abzuschließen, der möglicherweise dann gar nicht mit Logmein abgeschlossen werden sollte, sondern mit dem Betrüger. Oder es ist überhaupt nichts passiert, und deine Bekannte hat nur auf einen logmein-Werbebanner geklickt und einen Client mit Trial-Periode installiert, und die trial ist abgelaufen - sonst nichts.


    Solange man nicht genauer weiß, was da nun installiert wurde und was da los ist, kann man da schlecht entscheiden, was die minimal invasive aber dennoch effektive Vorgehensweise ist. Und in dem Fall muss man vom schlimmsten ausgehen, von der komplett-Kompromittierung, und das bedeutet halt Neuinstallation. Wäre nur irgend ein Logmein-Helper drauf, vom originalen Logmein und nicht von irgendeinem Trittbrettfahrer, der das nur so genannt hat, dann würde ich ja fast sagen, deinstalliere diesen Client, Passwörter ändern, und fertig. Aber bei der vorliegenden Informationslage kann man da nichts genaueres sagen. Manchmal entpuppt sich ein Elefant bei genauerem Hinsehen auch als Mücke. Aber dafür muss man auch genauer hinsehen können.


    Die anderen System im LAN, naja. Draufschauen, ob bei denen im Autostart unangenehme Sachen geladen werden, ob Browser-Homepages entführt wurden, was der Virenscanner sagt. Wenn da nichts von der Norm abweichendes zu sehen ist, Passwörter ändern und dann sollte es erstmal genug sein.


    [*] wegen sowas halte ich im Bekanntenkreis meine Technikkenntnisse in aller Regel flach. Bei manchen Sachen, die man hört, muss man einfach die Zähne zusammenbeißen und einfach nichts sagen bzw. auf offizielle Supportkanäle von Händler und Hersteller verweisen. Die Leute sind erwachen, die wissen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind. Wenn man jemandem eingehender hilft, und einmal macht man es ja auch gerne, aber dann wird man unweigerlich immer wieder für jeden Scheiß hinzugezogen, insbesondere zu Problemen, die nie passiert wären, wenn die Leute das gemacht hätten, was man ihnen vorher empfohlen hat.

    Ich sage beispielsweise immer wieder: "lass deinen Rechner in Ruhe und benutze ihn einfach. Keine Optimierungssoftware, keine Cleaner-Software, keine Helper-Software. Benutze ihn einfach, Windows 10 hält sich selbst gesund. Früher war das anders, aber Windows 10 ist gut." Und dann höre ich von Problemen, die nach der Benutzung ebensolcher Software auftreten, von fehlenden Einstellungen bis nicht mehr booten. Da habe ich dann keine Lust, bei der Reparatur zu helfen, was erst gar nicht passiert wäre, wenn sie getan hätten, was ich empfohlen habe. Es gibt natürlich Leute, an denen zu helfen führt kein Weg vorbei, aber zum Glück merkt sich mein Vater was ich ihm sage, und er fragt bei den meisten Dingen auch vorher und hält sich an das, was ich sage, so dass etwaige Wartungsarbeiten im Rahmen bleiben. Bin ich wirklich heilfroh drüber.

    Ich schließe mich The_Wraith an: das System ist verbrannt.

    Du hast die folgenden Möglichkeiten:

    1. es richtig machen

    Das bedeutet, du sprichst zunächst mit ihr. Nicht am Telefon sondern direkt, und du versuchst herauszufinden was sie genau gemacht hat. Schau dir ihren Rechner an. Möglicherweise hat sie irgendeine Scareware zu Gesicht bekommen, hat eine Nummer angerufen, und auf Anweisung durchs Telefon irgendeinen Scareware- oder Remote-Control Client runtergeladen. Der wiederum hat gescannt und 1000 fiktive Bedrohungen zum Angstmachen gefunden, worauf sie dann einen teuren Wartungsvertrag abschließen sollte. Das ist meines Wissens eine Standard-Verfahrensweise in dieser "Branche".

    Sag ihr, was an ihrer Handlungsweise falsch war und wie man das hätte erkennen können. Und wie man solche Sachen in Zukunft handhabt. Das dürfte auf eine Hotline-Tätigkeit deinerseits hinauslaufen.


    Wenn der Rechner ohnehin recht neu aufgesetzt war, solltest du den Rechner komplett neu aufsetzen aus vertrauenswürdigen Quellen. Nicht die eingebaute Windows Zurücksetzung machen, weil man nicht weiß, ob sich die installierte Malware auch darüber beibehält. Lade dir über die Microsoft Webseite das Windows 10 Image auf einen USB Stick runter und installiere damit. Downloade persönlich die ganze Software vom Hersteller runter, die deine Bekannte wieder auf ihren Rechner haben will. Die Daten deiner Bekannten kopiere zuvor auf einen USB Stick bzw. eine USB Festplatte. Hat sie keine USB Festplatte, schenk ihr dafür und für Backup-Zwecke eine 2 TB USB Festplatte - kostet um die 65 Euro.


    Dann besorge ein Passwortverwaltungsprogramm und lasse sie sämtliche Passwörter ändern, die sie benutzt. Lasse sie das in das Passwortverwaltungsprogramm eintragen.

    Dann stelle sicher, dass der Virenscanner auf dem System ordentlich arbeitet. Der eingebaute Windows Defender funktioniert super und vor allem ziemlich lautlos - nimm den und installiere nichts extra.


    Dann erkläre deiner Bekannten, dass sie Popups und Meldungen aus dem Netz, die etwas von ihr wollen, insbesondere dass man etwas installiert oder kauft oder bezahlt, kein Gehör schenken darf. Die Herausforderung ist es hier, Meldungen aus dem Netz von lokal ausgelösten berechtigten Meldungen zu unterscheiden, die man gerne mal wegklickt. Hier solltest du ihr anbieten, dass sie dich im Zweifel lieber anrufen soll als was zu tun. Geht das nicht, im Zweifelsfall nicht auf eine Meldung eingehen, sondern wegklicken.

    Ein Indiz: wenn der abgedunkelte Windows-Bildschirm mit dem UAC-Prompt kommt, in dem Moment muss deine Bekannte darüber nachdenken, dass sie das nur dann akzeptieren darf, wenn sie eine Installation oder Konfiguration vornimmt, aber nicht weil irgendetwas von Ferne ihr etwas eingeflüstert hat.


    2. du kannst es auch wischi-waschi machen, also nur die Technik so halbwegs in Ordnung bringen. Das hilft für den Moment, aber deine Bekannte wird über kurz oder lang wieder auf was hereinfallen.

    Also Rechner mit Windows-Zurücksetzung zurücksetzen, installierte Malware/Scareware identifizieren und deinstallieren. Virenscanner in Gang setzen, Komplettscan, Malware entfernen lassen. Passwort für Windows Rechner neu vergeben.

    Das hilft für den Moment und dürfte mit 80%iger Wahrscheinlichkeit den Rechner gesäubert haben.

    Mit dieser Option hast du nur den Aufwand für die Säuberung, aber deine Bekannte lernt nicht sowas in Zukunft zu vermeiden.


    3. nichts machen

    Sag deiner Bekannten, dass sie sich an den Händler wenden möchte, der ihr den Rechner gegen Gebühr reparieren und ggf. neu aufsetzen soll.

    Auf lange Sicht gesehen hat diese Option dieselbe Auswirkung wie Option 2: der Rechner ist langfristig gesehen wieder verseucht wie jetzt. Allerdings hast du bei Option 3 keine Arbeit.


    Wenn du Option 1 und 2 verknüpfst, d.h. ihr zwar lang und breit Methoden beibringst, wie man das in Zukunft vermeidet, aber die Säuberung des Rechners nicht 100%ig machst, dann kann es sein, dass die Malware verbleibt und Schaden anrichtet, obwohl sie geschult ist. Das ist sozusagen der worst case, weil deine Bekannte dann komplett verunsichert sein wird, wenn sie sich an das gelernte hält und dennoch wieder Schaden nimmt. Also noch schlimmer als wenn du gar nichts tust.