Posts by Alfredo

    Falls von Interesse:
    Ich hab mir gestern die PS4 Version von Mankind Diveded geholt und finde es nach ca. 2,5h Spielzeit sehr gut. Das Spiel bietet eine filmische Zusammenfassung von Human Revolution an, fand ich sehr angenehm.
    Grafisch ist es keine "Offenbarung" aber in Ordnung.
    Spielerisch/ atmosphärisch habe ich das bekommen, was ich erwartet habe (zumindest bis jetzt)...


    Habe damals Deus Ex auf dem PC und Deus Ex: Human Revolution auf der PS3 gespielt.
    Ich denke, dass man auch ohne "Vorkenntnisse" Mankind Divided getrost spielen kann. Dank youtube & Co kann man sich ja zur Not entsprechende Infos holen.


    Morgen nach Feierabend, werde ich es mir direkt aus dem MM meines Vertrauens holen...


    EU-Erweiterungskommissar: "Als sei das geplant gewesen"
    EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn äußerte beim EU-Außenministertreffen in Brüssel offen die Vermutung, dass die Reaktion Erdogans auf den versuchten Putsch, insbesondere die Welle der Verhaftungen, alles andere als spontan gewesen sei. "Es sieht jedenfalls so aus, als sei das geplant gewesen. Dass die Liste mit den zu Verhaftenden so schnell nach dem Putsch vorlag, deutet darauf hin, dass sie schon vorbereitet waren und dass ein bestimmter Moment genutzt werden soll." Vor allem die schnelle Verhaftung hunderter Richter und Staatsanwälte stehe nicht im Einklang mit den Grundsätzen der Rechtstaatlichkeit, so Hahn. http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-putsch-139.html


    Tja wie vermutet also.


    Geht mir ähnlich.


    Gestern Abend war der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat auch sichtlich irritiert über den militärischen Dilettantismus der "putschenden" Militäreinheiten. Er legte kurz dar, wie strategisch unwirksam die Putschaktionen angelegt waren und einige Soldaten nicht recht wussten, was sie da machen. Einige glaubten wohl an eine Übung und die meisten Soldaten leisteten keinen Widerstand als man sie überwältigte und Ihnen die Waffen abnahm.
    Andererseits formulierte er auch klar, dass er keine Anhaltspunkte für einen inszenierten Putsch habe…

    Meines Wissens nach gibt es keine Mehrkanalsysteme (z.B. 5.1) bei denen die einzelnen Lautsprecher per Bluetooth versorgt werden. Man müsste dann ja auch jeden LS einzeln mit Strom versorgen und jeder müsste eine enpsrechende Wandler- bzw. Vertsärkereinheit inne haben.


    Alternativ wäre ggf. eine Bluetooth Soundbar denkbar.


    Ferner gibt es klassische Funklautsprechersystem, die ohne BT funktionieren, z.b.: http://www.amazon.de/Teufel-Om…keywords=funklautsprecher


    Ganz ehrlich für einen 20m² würde ich per se immer eine Kabellösung bevorzugen, allein schon unter klanglichen Aspekten.

    Vorab schließe ich mich dem frommen Wunsch von Pax an, was das „Extremquoting“ angeht. Bitte nicht missverstehen, aber für mich wirkt es oft wie der Diskussionsstil eines Putzerfisches. Putzerfische sind ja die kleinen Gesellen, die sich gerne mal von Nahrungsresten aus den Zahnzwischenräumen der größeren Fische ernähren und sich so eine dauerhafte Nahrungsquelle erschließen…
    Ich denke durch die Quotewars „Zeile vs. Zeile“ verbaut man sich ganz automatisch die Möglichkeit komplexere Gedankengänge zu formulieren, was ich bedauerlich finde.



    Meiner Meinung nach ist der heutige Schlachtruf nach dem „Schlanken Staat“ noch in anderen Verhaltensweisen begründet. Nichts ist einfacher als sich hinzustellen und zu fabulieren wie schlecht, böse, teuer, aufgebläht, ineffizient, satt, fett, hinderlich usw. der Staat ist. Dabei werden oft 2 Dinge missachtet, zumindest in unseren Breitengraden:


    1. Der Saat ist kein imaginäres Gebilde, sondern besteht aus quasi allen Menschen, vom Baby bis zum Staatsoberhaupt.


    2. Pauschales Staatsbashing gibt auch vielen Leuten das Gefühl sich zumindest zeitweise aus der Masse hervorzutun. Befeuert wird das auch gerne durch mediale Konzepte. Es existieren ganze Sendungsformate im ÖR wie bei den Privaten, die darauf aufbauen. Sendungen wie z.B. Extra 3 im NDR, die Regelmäßig mit dem Topic „Der Irrsinn der Woche“ auf Schildbürgerstreiche der öffentlichen Hand hinweisen. Bei RTL deckt Mario Barth regelmäßig Steuerverschwendungen auf. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn die 4. Gewalt im Staate die Rolle übernimmt sich kritisch mit öffentlichen Institutionen und ihrem Handeln auseinanderzusetzen. Dabei fällt nur eines immer hinten runter, kaum oder fast niemand berichtet nur annähernd im gleichen Maße über Erfolge und wirksame Maßnahmen der Staatsorgane.


    Ich versuche mal es etwas plastischer darzustellen: Zum Jahreswechsel hat die IT-Abteilung in dem Unternehmen in dem ich tätig bin, diverse EDV-Strukturen verändert/ verbessert/vergrößert. Dies hat gerade in den ersten Tagen dafür gesorgt, dass es bei mir und zahlreichen anderen Kollegen Probleme diverser Art gab. Einige Kollegen fühlten sich dazu berufen dadurch gleich negative Pauschalurteile über die IT-Kollegen vor sich herzutragen, nach dem Motto „…wie unfähig sind die eigentlich…“. Einer der IT-Kollegen, mit dem ich mich ganz gut verstehe, klagte mir sein Leid. Da ich ihn für einen überdurchschnittliche fähigen Mann halte, versuchte ich es im zu erklären. Ich sagte: „Schau mal Jan, das liegt in der Natur der Sache, solange an den knapp 150 PC-Arbeitsplätzen alles glatt läuft, registriert das niemand. Wenn man sich beispielsweise 220 Arbeitstage im Jahr am Stück problemlos in seinen Arbeitsrechner einloggen kann, alle Programme sauber laufen, das Netzwerk schnell und reibungslos funktioniert, etc. , spendet euch IT-leuten niemand Applaus. Aber wehe es geht nur einen Tag etwas schief oder läuft nicht richtig, dann sind gewisse Kollegen sofort auf den Barrikaden…“


    Und ich denke ganz ähnlich läuft es mit Leuten, die entweder der neoliberalen Propaganda des „Schlanken Staates“ folgen oder diese verbreiten.

    Der Kampfbegriff „ Schlanker Staat“ steht nun mal für ein willkürlich ausgedachtes Szenario, das dem Zweck dient eine Ideologie zu verbreiten (genannt „Neoliberalismus“) die sich mehr als einmal als gemeinschaftsschädlich entpuppt hat.


    Ich spreche vom aktuellen Neoliberalismus dessen Wesenskern aus 2 zentralen Punkten besteht: 1. die Umverteilung von Arbeit zu Kapital und 2. innerhalb der Arbeitseinkommen die Umverteilung von arm zu reich ist. Das vielleicht wichtigste Merkmal ist, dass die Masseneinkommen (=Summe der Nettolöhne und -gehälter der privaten Haushalte und deren empfangenen monetären Sozialleistungen) nicht mehr mit dem Produktivitätswachstum mithielten. Dadurch nahm der Anteil der Masseneinkommen am Volkseinkommen in allen industrialisierten Staaten deutlich ab, der Anteil der Kapitaleinkommen wuchs im gleichen Atemzug an. Ein gut organisierter und starker Staat steht diesen Anliegen nunmal im Wege.


    Ferner suggeriert der Begriff „Schlanker Staat“ eine angebliche Ineffizienz staatlichen Handels. Dabei haben Studien aus den Jahren 2013/ 2014 die konkret die PPP bzw. ÖPP Projekte (Public-private-Partnership bzw. öffentlich-private Partnerschaft) bei denen privatwirtschaftliche Organisationen Aufgaben der öffentlichen Hand übernommen haben, gezeigt , dass es sogar noch teurer und ineffizienter wurde.


    Auszug: Gemeinsamer Bericht der Bundes- und Landesrechnungshöfe zu ÖPP:
    „…Die Rechnungshöfe stellten fest, dass die Effizienzvorteile der ÖPP-Varianten häufig zu hoch ermittelt oder nicht schlüssig nachgewiesen wurden…
    Häufig fanden sich in den Wirtschaftlichkeitsprognosen pauschale Annahmen, die das konventionelle Bauen und Betreiben mit Mehrkosten belasteten.
    Beispiele dafür sind:
    • längere Planungs- und Bauzeiten,
    • geringeres Innovationspotenzial,
    • höhere Baukosten,
    • höheres Nachtragsvolumen und schlechteres Nachtragsmanagement,
    • höhere Kosten des laufenden Betriebs,
    • höherer Sanierungs- und Instandhaltungsaufwand,
    • höhere Risikokosten…“
    Link dazu: https://www.gemeingut.org/studien-und-umfragen-zu-ppp/


    Zusammengefasst heißt das, wenn private Unternehmen solche Aufgaben übernehmen, sind sie meistens in allen Belangen schlechter und teurer als staatliche Organisationen.


    Wenn jemand sagt, er ist für sinnvollen Bürokratieabbau, die Eindämmung der staatlichen Überwachung und gegen diverse „Schwachsinnsprojekte“ wie beispielsweise der Zwang für Smartmeter in Privathaushalten und gut selektiertem Subventionsabbau bin ich gern dabei. Das hat aber nichts mit einem „Schlanken Staat“ zu tun.


    Einer meiner Vorschläge ist, die Abgabenlast für Einkommen aus menschlicher Arbeit zu reduzieren und im gleichen Maße die Abgabenlast auf Kapitalerträge und leistungslosen Einkommen zu erhöhen. Dies würde weniger bürokratischen Aufwand verursachen, da man von deutlich weniger Menschen mehr Ertrag hätte.

    Euch ist aber schon bewusst, dass ihr hier über etwas redet was nicht existiert?
    Ich meine den „schlanken Staat“.


    Dies ist nichts anderes als ein Kampfbegriff aus der Mottenkiste. Hier wurde ein Attribut, welches beim menschlichen Körpern für Attraktivität, Fitness, Agilität, Jugend usw. steht, vor den Begriff Staat gesetzt mit dem einzigen Ziel etwas zu beschwören, was es nicht gibt und sich so von inhaltlichen Debatten zu entfernen, um sie ideologisch aufzuheizen. Ist dasselbe Prinzip wie z.B. bei den propagandistischen Wortkreationen „Raubkopierer“ und „Killerspiele“.


    Auch inhaltlich ist spätestens seit 2014 der neoliberale Kerngedanke, der öffentlichen Hand möglichst wenig Mittel zur Verfügung zu stellen, wissenschaftlich widerlegt. Dieses Mantra was quasi besagt: Hohe Abgaben (z.B. Steuern) und entsprechende soziale Transfers führen zu geringer Beschäftigung, volkswirtschaftlichen Schieflagen und weniger Wohlstand, hat sich als so falsch erwiesen, so dass es mich sogar überrascht warum sowas noch heute auftaucht.


    Die Schlüsselerkenntnis ist: hohe Abgaben + hohe Sozialleistungen = hohe Beschäftigung. Gleichzeitig führt das immer zu einer stabileren und größeren Mittelschicht.
    Denn die höchsten Beschäftigungsquoten (der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung bezogen auf die der 15- bis 64-Jährigen; OECD - 20-59 Jährige) der entwickelten Industrieländer werden in Ländern mit den höchsten Steuern, den großzügigsten Sozial- und Gesundheitssystemen, sowie der ausgebautesten Kinderbetreuung erzielt.


    Was ich wirklich nicht verstehe ist, warum wird heute immer noch versucht uns den Abbau des Sozialstaates (denn das steckt eigentlich hinter dem Kampfbegriff „Schlanker Staat“) als etwas ganz besonders Tolles anzudrehen, obwohl die Fakten, beispielsweise die Folgen der Agenda 2010 (Hartz IV & Co.), die Folgen des Privatisierungswahns der Altersvorsorge und des ÖPNVs, die jahrelange Sparwahn bei Polizei, Gesundheitsvorsorge und Verwaltung, etc. auf dem Tisch liegen.

    Es gibt die Möglichkeit die gewünschten Veränderungen in Photoshop vorzunehmen und das Ganze dann via "Datei - exportieren - Pfade => Illustrator" herauszuschreiben. Macht natürlich nur Sinn wenn vorjher auch Pfade in der Quelldatei waren...


    Dann hat man eine .ai- Datei (Adobe Illustrator) die man in Illustrator dann in eine PDF wandeln kann. (Datei speichern unter => Adobe PDF).


    Und ihr? Seht ihr das eher wie mein Chef, der das für unnützen Schnickschnack hält, oder fallen euch sofort tausend coole Sachen ein, die damit möglich werden?


    Ich hatte und habe damit bereits berufliche Erfahrungen gesammelt. Konkret bei der Analyse via Mediaagenturen von beispielsweise Verpackungen und Websites zur Definition von Areas/Regions of Interest. Dabei wurde freiwilligen Probanden (damals noch ne Brille aufgesetzt) und deren Blickverhalten bei Produktverpackungen und Werbemitteln analysiert - durchaus erkenntnisreich und spannend...


    Im Gaming-Sektor bin ich eher skeptisch, da bis heute der sogenannte "Midas Touch" [Eigenschaft der meisten Menschen Dinge optisch irrtümlich auszuwählen] noch nicht behoben wurde.


    Sofern ich richtig informiert bin, gibt es zahlreiche Anwendungen im medizinischen Sektor dafür.

    Was steht da jetzt anderes als du oben schon zitiert hast?


    Oder konkreter: Worauf willst du hinaus?


    Hast du dir mal das Video angesehen?


    P.S. BTT: Ich hab heute Abend nochmal meine "Fachfrau" gefragt (die arbeitet im Forderungsmanagement). Die sagte mir deutlich, dass Finanzierungen (welcher Art auch immer) für Kleinst- und Kleinbeträge sich langfristig negativ auf das Scoring auswirken. Zukünftige Kreditgeber bei beispielsweise größerern Beträgen (Auto, Haus, etc.) werten selbst brav getilgte Kleinkredite negativ was die Bonität bzw. die zu erwartende Tilgunsphase des Schuldners angeht.


    Alfredo
    OK, dass die momentan zahlbare Rate eine Obergrenze hat, verstehe ich, aber die mir insgesamt zugerechnete Rate ändert sich dadurch ja nicht.
    Was dein 300€ Beispiel angeht... ähm... also wenn ich die Höhe der Rate nicht mit der Laufzeit in Monaten multipliziere...
    Das hat dann nix mehr mit "Schuldenfalle" oder dergleichen zu tun, finde ich.


    OK ist ein älterer Herr, aber ab 00:00:45: http://www.ndr.de/ratgeber/ver…rung,ratenzahlung100.html


    Quote

    Was Inflation und Nutzwert angeht, muss ich Pax zustimmen. Hätte ich die zwo Jahre auf das Quad gespart, hätte ich zwo Jahre lang nicht Quad fahren können. Der Zinssatz, der das ausgleicht, müsste erstmal noch erfunden werden. Ob ich ohne die 0%-Finanzierung noch mehr Rabatt bekommen hätte als ohnehin schon, steht dabei in den Sternen. Aber ich bezweifle, dass eine Hausbank das noch günstiger hinbekommen hätte.
    Inflation: Eben, die persönliche Kaufkraft nimmt stetig ab, zumindest wenn man positive Inflation voraussetzen kann. Darum so schnell wie möglich so viel wie möglich kaufen, so lange die Kaufkraft noch höher ist. Mal drastisch gesprochen.


    Ich persönlich trenne Finanzierungsbetrachtung und angeblichen Inflationsgewinnen durch Ratenkauf vom persönlichen Nutzwert. Meine letzen 2 Autos habe ich teil finanziert ca. 60:40, d.h. 60% des Kaufpreises habe ich mir angespart und 40% finanziert. Das habe ich ganz bewusst über meine Hausbank gemacht, quasi als Verbraucherkredit. Das hatte 2 enorme Vorteile: 1. Die Konditionen waren leicht besser, als die Angebote der Fahrzeugfinanzierer, 2. Bei üblichen Fahrzeugfinanzieren greift die sogenannte Eignungsüberlassung, d.h. der Fahrzeugbrief geht zu Bank und erst wenn der gesamte Kredit inkl. aller Nebenkosten getilgt ist, gehört das Fahrtzeug mir. Beim Verbraucherkredit gehört das Fahrzeug von Anfang an mir. Bin damit bis jetzt sehr gut "gefahren".


    Quote

    Viel gravierender als die paar Euro Inflationsersparnis finde ich aber:
    Wenn man direkt bezahlt, kann man sich heute einen Artikel kaufen, im nächsten Jahr wieder einen, in zwo Jahren den dritten. Zahlt man die drei Artikel über einen Kredit, so hat man alle drei Artikel drei Jahre lang zur Verfügung und bei einer 0%-Finanzierung sogar zum gleichen Preis. Man hat nach 3 Jahren also 50% mehr Nutzen von seinem Geld als man es beim Sparen gehabt hätte.


    Ja oK, auf der anderen Seite ist dein Liquidität dann arg eingeschränkt und spontane Käufe (z.B. Urlaube) gehen dann nicht. Schlussendlich läuft es dann immer auf ein Abwägen uns Haushalten hinaus. Nominelle finanzielle Vorteile kann ich weder bei Pax noch bei deiner Argumentatin zu diesem Punkt erkennen.

    Vertrag durchlesen und Kostenfallen ausschließen sehe ich mal als Grundvoraussetzung an.


    Natürlich, nur sprach in von etwas mehr als dieser Grundvoraussetzung.


    Quote

    Wieso sollte eine Inflationsanpassung beim Einkommen eine Rolle spielen? Selbst wenn ich keine habe wird das Geld, das ich für den Fernseher bezahle weniger wert. Dass mein Gehalt unabhängig davon auch weniger wird passiert so oder so.


    1. Es gibt keine allgemeingültige Inflation, maximal einen Durchschnittswert. Der ist aber völlig untauglich, wenn man individuelle Berechnungen anstellt: z.B. die persönliche Inflationsrate
    2. Wenn man keine Inflationsanpassung auf der Einkommensseite hat, hat man auch keine Ersparnis bei Ratenkäufen, da die persönliche Kaufkraft gleichzeitig abnimmt.
    3. Der Gegenwert des Fernseher sinkt während der Finanzierung, und steigt nicht. D.h: pro Monat wird auch der Gegen- bzw. Warenwert weniger, den man mit (im regelfall) gleichbleibenden Raten tilgt. Das ist u.a. ein Grund warum es Kreditanstalten, die viele Fahrzeugfinazierungen durchführen, so gut geht :wink:

    Moment! Dann ist das aber keine wirkliche 0%-Finanzierung. Wenn der Händler, bzw. die Bank dahinter Zinsen versteckt ist das natürlich was anderes, aber falls es sich wirklich um 0% handelt (und es keinen Rabatt bei Sogfortzahlung gibt), bleibe ich bei meiner Aussage.


    Das meine ich ja, eine sogenannte 0%-Finanzierung ist rechtlich gesehen nicht dass, was "Otto-Normalverbraucher" meist denkt.


    Ein zinsloser Ratenkauf (das wäre die präzisere Formulierung) ist nach deutschem Recht schlechter gestellt als ein "normaler" Kredit. Gewisse Schutzrechte des Verbrauchers werden damit ausgehebelt.


    Der BGH bestätigte 2014, dass Verträge mit Null-Prozent-Finanzierung keine Verbraucherdarlehensverträge sind. Siehe Paragraf 491 Abs. 1 BGB


    Link 1 dazu: https://www.verbraucherzentral…finanzierung-kostenfallen
    Link 2 dazu: http://www.welt.de/finanzen/ve…erung-zur-Falle-wird.html
    Link 3 dazu: https://www.kredite.net/bgh-ur…ull-prozent-finanzierung/


    Ich will damit nicht sagen, dass so eine 0%-Finanzierung per se schlecht oder böse ist, man muss als Verbraucher nur höllisch aufpassen, was einem da alles angedreht wird, mit wem man welches Vertragsverhältnis eingeht, usw. Und wenn man genau nachrechnet gibt es oft bessere Alternativen, z.B. einen Privatkredit über die eigene Hausbank.


    Quote

    Wenn du den Fernseher statt ihn direkt zu bezahlen über 2 Jahre abbezahlst, sind das direkt mal 2 Jahre Inflation die du dir "sparst".


    Sorry, aber das ist auch nicht richtig.
    Solange man Angestellter ist und keine jährliche Inflationsanpassung in seiner Einkommensstruktur hat und/oder der mit 0% finanzierte Fernseher im Preis nicht steigt, findet dieser oft zitierte Effekt einfach nicht statt.

    Alfredo
    Letzten Endes meine ich wohl beides, denn der Score ist ja kein Selbstzweck, sondern wird dann relevant, wenn man einen Kredit braucht. Und den gibt's ja nicht von der Schufa, sondern einer Bank. Und da man Geld braucht, wenn man keins hat, und Kredit hat, wenn man keinen braucht, und es dem gesunden Menschenverstand nach ohnehin unsinnig wäre, einen 0%-Kredit nicht mitzunehmen, egal ob man ihn grade braucht oder nicht, meine Überlegung ob sowas auch mal negative Folgen haben könnte.


    OK verstehe.
    Jede Finanzierung (ob mit oder ohne Zinslast) belastet deinen Schufaeintrag. Was auch ganz normal ist, denn jede Finanzierung verringert die monatlich verfügbare Geldmenge, die frei zur Verfügung steht. Ob nun 0% oder 10% für einen Kredit bezahlt werden, der Schufaeintrag dient dem Außenstehenden als Nachweis, dass finanzielle Verpflichtungen bestehen und wie und ob diese bedient werden.


    Jeder offizielle Kreditgeber holt ja vor Vergabe eines Kredites solche Infos über dich ein (Schufa, Creditreform, etc.)


    Kleiner Hinweis am Rande: Bei vielen 0%-Finanzierungen im Konsumerbreich wirst du automatisch für die Laufzeit Kunde einer Bank. Nicht jeder Laden (beispielsweise MM, Saturn, usw.) macht das im Vornherein transparent. Und nicht jede 0%-Finanzierung läuft ohne "Nebenkosten" ab.


    http://www.ndr.de/fernsehen/ep…aerkte,sendung310726.html


    Warum? Streng genommen ist das sogar ziemlich ineffizient.


    Das glauben viele, stimmt aber häufig nicht:


    "Ein Beispiel aus einem Elektronikmarkt zeigt, wie aus einer Null-Prozent-Finanzierung ein Ratenkredit mit einem Zinssatz von 15 Prozent werden kann. Ein Kunde möchte einen Computer für 1.000 Euro in zehn Monatsraten zu 100 Euro abbezahlen. Stattdessen werden aber nur 30 Euro monatlich abgebucht. Nach zehn Monaten sind von 1.000 Euro also erst 300 Euro abgezahlt. Für die restlichen 700 Euro verlangt die Bank ab dem elften Monat einen Zins von 15 Prozent - mehr als beim durchschnittlichen Dispokredit auf dem Girokonto." Quelle

    Hallo allerseits,
    hat jemand von Euch Erfahrungen mit den Auswirkungen von 0%-Finanzierungen oder auch nur 0%-Krediten auf das allgemeine Kreditscoring?


    Meinst du (a) das offizielle Scoring bei der Schufa oder (b) das jeweilige Kreditinstitut-Eigene Scoring?


    Bei a) bleibt es neutral, wird quasi als Eintrag erfasst, aber solange alle Raten sauber getilgt werden, findet keine Wertung statt. Genauer gesagt geht während der Tilgungsphase bzw. Laufzeit der Finanzierung der Scorewert herunter, wird dann aber nach erfolgreicher Beendigung hochgesetzt und übersteigt sogar manchmal den Ursprungswert (eher selten der Fall).


    Bei b) gibt es durchaus Unterschiede von Bank zu Bank wie es bewertet wird, aber häufig trifft das zu, was j0nny bzw. seine Frau sagt.

    Zum einen allein der Teil. Dann musst du bedenken, dass Millionen Pendler das Straßennetz nutzen, um zu Ihrer Arbeit zu gelangen. Dadurch werden vermutliche auch Milliarden erwirtschaftet.


    Das greift für mich nur als Argument, wenn die Mobilität mit dem eigenen Pkw, in dem die meisten ja alleine sitzen, alternativlos ist. Das ist aber in den wenigsten Fällen so, da häufig (Ausnahmen gibt es natürlich) zahlreiche Alternativen bestehen, beispielsweise ÖPNV, Fahrgemeinschaften, Fahrrad etc.


    Quote

    Dann der Teil, der durch Lieferungen über die Straße erwirtschaftet wird. Ohne diese Lieferungen würde doch kein Unternehmen mehr funktionieren.


    Haken an er Sache ist nur, dass viele Unternehmen, die direkt oder indirekt massiven Güterverkehr in Deutschland erzeugen, ihre Einnahmen zum großen Teil im Ausland versteuern und auch die externen Einnahmen dort auflaufen, z.B. Amazon.


    Quote

    Externe Einnahmen des Straßenverkehrs hat wohl noch keiner berechnet, aber stell dir einfach Deutschland mal ohne Autobahnen vor. Der Volkswirtschaftliche Schaden dürfte deutlich höher liegen als die externen Kosten.


    Muss ich nicht, da ich bereits schrieb wie wichtig der Produktionsfaktor Infrastruktur ist. Aber auch hier ist der aktuelle Istzustand nicht komplett alternativlos.


    Quote

    Aber ob Autofahrer jetzt wirklich als Risikogruppe zählen? Ich habe jetzt keine Lust, irgendwelche Zahlen raus zu suchen, aber ich stelle einfach mal die Behauptung auf, dass das nicht so ist. Vor allem, weil ~95% in Deutschland zu dieser Gruppe zählen werden.


    Nein.
    Natürlich sind Autofahrer eine Risikogruppe (aktiv wie passiv), sie verursachen und/oder werden Opfer von Verkehrsunfällen. Durch die Herstellung, den Betrieb und die Entsorgung von Fahrzeugen entstehen nachweislich Belastungen des menschlichen Lebensraumes. So hat beispielsweise das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz dieses Jahr eine Studie veröffentlicht die besagt, dass pro Jahr in Deutschland ca. 7.000 Menschen an der Luftverschmutzung durch Verkehrsabgase sterben (gut doppelt so viele wie direkte Verkehrstote). Die Zahl der Erkrankten und er daraus resultierenden Gesundheitskosten sind leider nicht beziffert, liegen aber sicher bei Faktor xy.
    Europaweit sterben jährlich 310.000 Menschen vorzeitig an Herz- und Kreislauferkrankungen, die durch entsprechende Emissionen (vorwiegend Feinstäube resultierend aus Dieselabgasen) sterben. Ein kleiner Gruß aus Wolfsburg...


    Der Staat sollte im Endeffekt zusehen, dass für ihn am Ende eine null bei rauskommt. Für Deutschland gibts Einschätzungen, dass der Straßenverkehr ein deutliches Defizit erzeugt. Siehe Alfredos 80-120 mrd. TU-Dresden spricht von 90 mrd. Ob das nun in dieser Höhe so hinhaut seit dahingestellt, aber ich denke, dass man eine zusätzliche Maut durchaus einführen sollte. Man muss ja nicht auf exakt plus minus null kommen, aber etwas stärker darf man durchaus zulangen.


    Auf der anderen Seite darf man auch nicht vergessen welche enormen öffentlichen Einnahmen aus dem ganzen volkswirtschaftlichen Umfeld des Straßenverkehrs, der heimischen Autoindustrie usw. entstehen. Ich finde wenn man über die Kostenseite diskutiert, muss man auch die Einnahmenseite betrachten insbesondere wenn es sich um einen so wichtigen (Produktions)Faktor wie die Infrastruktur dreht. Allein die ganzen Einkommenssteuern (zumindest anteilig) aus den branchenspezifischen Beschäftigungsverhältnissen gehören für mich in diese Bilanz.


    Ich persönlich lehne eine PKW-Maut (die bis dato diskutierten Formen) ab, nicht zuletzt da sie nicht ansatzweise nach dem Verursacherprinzip differenziert. Warum soll ein Wenig Fahrer mit beispielsweise 10.000km pro Jahr, der sich 1 mal pro Monat auf der Autobahn bewegt denselben Anteil an der Straßennetzfinanzierung leisten wie der Viel Fahrer, der 100.000 km pro Jahr abreist und regelmäßig die Highways der Republik nutzt?

    Mag ja sein, aber dadurch wird die Staatskasse ja nicht belastet. Die 30 Milliarden da einzurechnen, ist doch völliger Unsinn. Genau deshalb zahlt man ja monatlich in die Haftpflichtversicherung ein. Behandlungskosten sind auch durch die Krankenkassenbeiträge abgedeckt, damit kannst du doch nicht argumentieren wenn es um Steuern geht...


    Die sogenannten externen Kosten des Straßenverkehrs muss man, sofern man es vollständig betrachten möchte, mit einberechnen. Das ist kein Unsinn sondern volkswirtschaftlich präzise. Jeder Verkehrsunfall erzeugt externe kosten, z.B.: Produktionsverluste (Nettoproduktionsverluste durch Arbeitszeitverluste und Kosten der Stellenwiderbesetzung (beispielsweise bei Todesfällen)), Hilfsmittelkosten (Kosten der medizinischen Behandlung, die nicht durch Versicherungen abgedeckt sind), Verwaltungskosten (Kosten von Polizei, Justiz und Versicherungsunternehmen)


    Hinzu kommen noch die humanitären Unfallkosten (Fachbegriff ist Risk-Value). Dabei wird versucht einen Wert für beispielsweise Leid, Trauer und Schmerz von Verletzten und Hinterbliebenen usw. zu ermitteln. Wie die anderen bereits schrieben ist das natürlich schwierig. Aktuell wird ein Verkehrstoter mit 1,5 - 1,7 Millionen Euro als volkswirtschaftlicher Kostenpunkt angesetzt, ein Schwerverletzter mit 13% davon und ein Leichtverletzter mit 1%. Man kann natürlich ethisch/ moralisch darüber streiten...


    Weitere externer Kostenpunkte des Straßenverkehrs sind Subventionen, Natur und Landschaft, Klimakosten, Luftverschmutzung und Lärmkosten.


    In Summe sagt man (Quelle: INFRAS), dass die externen Kosten (zwischen 2005 und heute) so bei etwa 80-120 Mrd. Euro pro Jahr für den gesamten Straßenverkehr in Deutschland liegen.
    Dabei bildet der Individualverkehr mit dem PKW den größten Posten (ca. 65%), im Durschnitt kosten 1.000 gefahrene PKW-Kilometer die Staatskasse bzw. den Steuerzahler 61,50€. Ums zu verdeutlichen, diese Kosten werden alleinig durch die öffentliche Hand, als durch uns alle getragen.


    Ergänzender Link dazu: http://www.bpb.de/gesellschaft…welt/61374/externe-kosten


    Der PKW-Verkehr wird von den Krankenkassen subventioniert? Naja, man kann es sich auch schön rechnen.


    Aber selbstverständlich. Solidargemeinschaften/-kassen dieser Art subventionieren immer die sogenannten Risikogruppen, das ist quasi ihr Markenkern. Die Beitragszahler mit einer positiven Versicherungsbilanz zahlen für diejenigen mit, die eine negative Bilanz haben. Ansonsten würde ja jedes dieser Systeme kollabieren.