Posts by legolahm

    Und ab wann bin ich kein Vollidiot?


    Muss ich beispielsweise zum Thema Energiebereitstellung den Citratzyklus auswendig können, reicht es wenn ich die vier Teilschritte der Zellatmung benennen kann, muss ich einzelne Unterschritte (Oxalacetat, alpha-Ketoglutarat blubbs) auch können, reicht es wenn ich sage was da so ungefähr geschieht?


    Ich hatte nicht das nötige Kleingeld mir das lernmaterial zu kaufen und meine Schulbücher sind - da sie Eigentum des Landes Hessen sind - wieder in unserer Schulbibliothek.
    Heißt, ich lerne mit alten Unterrichtsmaterialien, dem Schulbüchern von meinen kleinen Schwestern und Wikipedia.


    Grobe Einschätzung von irgendjemand wäre hilfreich

    Stichwort Aufnahmeprüfung.


    Die Prüfungsanforderungen lassen sich ja relativ großzügig interpretieren.
    Angst hab ich vor allen Dingen vor Bio und Chemie, da ich beides nach 12.1, bzw. 11.2 abgegeben habe.
    Teilweise sieht es ja eher nach Mittelstufen Kram aus (grade in Chemie), aber wie detailliert muss ich das beherrschen?


    Muss ich einfach nur jeden der Begriffe, der da steht erklären können, wissen was dahinter bzw. dadrin steckt und ggf. eine einfache Gleichung nachvollziehen/rechnen können, oder wie tiefgehend muss ich das verstanden haben?

    Ich kann mich gut genug an Europameisterschaften beispielsweise 2000 und 2004 etc. erinnern, an denen zumindest wo ich wohne wirklich nichts los gewsesen ist.
    2008 wurde die hupenden Autos auch eher komisch angeschaut, nach dem Motto "Die Wm in Deutschland ist vorbei", aber da weiß ich nicht wie das andernorts aussah.
    Da wurde auch nichts gewonnen - dieses Jahr aber ja wohl auch nicht.


    Genauso wie ich den Eindruck habe, dass von Jahr zu Jahr die Erwartungshaltung in Deutschland steigt. Was die Spainer im Finale gezeigt haben, ist Fußball auf einem Niveau, das derzeit wirklich keine andere Mannschaft erreichen kann. Dem waren sich hierzulande jedoch zu Beginn der EM die wenigsten bewusst.


    Und vielleicht stimmt es, dass ich zu jung bin, die Zeit von 98 bis 2004, in der ich "aufgewachsen" bin, war auf jeden Fall keine wie die heutige, in der die deutsche Mannschaft so "gut" war und so große Erwartungen erfüllen musste wie heute.
    Mit Ausnahme des unbeschreiblichen Losglücks 2002 (Gegner bis zum Finale USA, Südkorea und Paraguay) waren die Resultate Deutschlands in der Zeit auch nicht so glänzend, wie die heutigen.
    Ebenso habe ich zumindest den Eindruck, dass es in der Zeit keine so "sympathische" Mannschaft mit Publikumslieblingen wie Schweinsteiger, "Poldi" (vielleicht nicht dieses Jahr) etc. gab.


    Was ist mit Handball?
    Fehlt da das Spielerische?

    Alle Sportarten zusammen, an denen dort deutsche Athleten teilnehmen, haben nicht einmal halb so viele Fans in Deutschland wie es der Fußball alleine hat. Das würde kleine Events beim Public Viewing geben und mit Sicherheit auch keine Autokorsos. Freuen werden sich die Menschen in Deutschland bestimmt für die Medaillenträger des eigenen Landes, man berichtet auch zurecht in den Nachrichten über deren erbrachte Leistung, jedoch ist dies gemessen am Fußball eine ganz ganz andere Ebene, auch wenn Olympia das Maß der Dinge zu sein scheint.


    Grob geschätzt 75% dieser Fußballsfans sind Gelegenheitsanhänger, die erst auf den Zug aufgespungen sind, als Deutschland auf einmal eine attraktive Mannschaft aufgestellt hat und Public Viewing aufkam, wenn wir mal ehrlich sind.
    90% der Damenwelt, Handballer, Leichtathleten, Hockeyspieler, Tennisspieler... klar, die schauen sich alle mal ein Spiel an, wenn grade EM und WM ist und dann blühen sie auch zu super Couchmanagern auf und das Champions-League Finale ist vielleicht auch noch okay, wenn grade eine deutsche Mannschaft spielt. Ansonsten gehen sie vielleicht noch zwei mal im Jahr eine Runde kicken, aber das war es auch schon.
    Ich hab in meinem Freundeskreis eine echt geringe Anzahl an Menschen, die sich dauerhaft für Fußball interessieren.
    Dass ich mir - obwohl ich viel weiter in der Leichtathletik drinstecke - meistens Match of the Day auf dem BBC schau macht mich fast schon zum Fußballfreund.


    Der DLV beklagt ja immer, dass er lediglich ein Klickerverband ist (was auch stimmt) aber zu Olympia hat die Leichtathletik trotzdem fast so gute Einschaltquoten wie der Fußball zur WM.
    Was meines Erachtens nach den Unterschied ausmacht, ist die Objektivität und der Individualismus in der Leichtathletik.
    Mit der deutschen 4 x 100m Staffel (die außer Bronze bei der EM nichts gewinnt), oder gar einzelnen Athleten, kann Hans Müller, sich weitaus weniger identifizieren, als mit der deutschen Nationalmannschaft.
    Er hat ja früher auch mal gekickt, klar die Hüfte/das Knie ist dann kaputtgegangen und weiter als die Kreisliga ist er auch nicht gekommen, aber die Jungs sind ja letztendlich nicht anders als er. Sie können nur etwas besser Fußball spielen.
    Leichtathletik ist da mehr so wie ein Zoo.
    Interessant anzugucken, aber bloß nicht selber versuchen (oder im Gehege stecken).
    War ja schon in der Schule schlimm auch nur mal 1000m laufen zu müssen, da bleibt man lieber beim Fußball.

    Erstaunlich mit welcher Inbrunst die italienischen Fussballspieler die Nationalhymne mitsingen. Kaum zu glauben was wäre, wenn die deutschen Spieler so singen würden. Dann würden die Kritiker wieder mit dem Finger drauf zeigen und den Weltuntergang herbei rufen. :rolleyes:


    Komischerweise seh ich dadrin kein Problem.
    Wenn ich mich durch Talent und harte Arbeit dahingearbeitet habe, dass ich das Fleckchen Erde, das ich zu meine Wahlheimat erkoren habe, vertreten darf, dann hab ich ja womöglich auch einen Grund stolz zu sein.
    Der Spieler oder der Athlet ist ja womöglich der Nation auch dankbar dafür, dass sie es ihm ermöglicht hat, an diesem Event teilzunehmen.
    Geht ja immerhin um die Person selber.


    Wenn jemand aber meint vorm heimische Fernseher für die Hymne aufstehen zu müssen (wie es mir bei Bekannten passiert ist) und stolz drauf ist, dass eben jene Helden sich über das gleiche Fleckchen Erde identifizieren und letztendlich auch noch von ihnen in der ersten Person Plural spricht, weil er ja so viel zu ihrer Leistung beigetragen hat.
    Mh.. nä. Nicht mein Ding.



    Demnächst fangen die olympischen Spiele an.
    Wer geht da zum Public Viewing und holt seine Fahne raus?
    Wer singt da die Nationalhymne mit, wenn übergewichtige Deutsche Gegenstände möglichst weit weg schleudern?


    Warum sollen nicht Leute sich in ein Deutschland-Kstüm kleiden und zum public viewing gehen, um dort für ein paar Stunden die Sau rauszulassen? Wo ist der Unterschied zum Oktoberfest oder einer Motto-Party? Wird man vom Oktoberfest auch radikal? machen Motto-partys irgendwas mit einem, wenn beispielsweise asterix auf dem programm steht? Will man danach, wenn man es zu oft macht, Römer verprügeln und gebratenes Wildschwein essen?
    Warum sollte man nach einer gelungenen oder verlorenen Fußball-Party in Kriegslüsternheit gegenüber der jeweiligen Verlierer- oder Gewinnermannschaft geraten?


    Selbst jemandem wie dir, der wohl irgendwo auf dem norddeutschen Land wohnt, sollte doch bewusst geworden sein, dass der Wettstreit, den Fußball darstellt und die damit verbundene Konfrontation zweier rivalisierender Anhängerparteien (so sie denn stattfindet) eine katalysierende Wirkung auf Ausfälligkeiten/Ausschreitungen gegenüber Außenseitern/Außenstehenden/Andersfarbigen/Ausländern hat.


    Und die Kriegslüsternheit entsteht durch die Identifikation mit der Nationalmannschaft.
    Mit der Niederlage kommt auch wie Cyphestro es schon aufgezeigt hat eine Frustreaktion, die sich umso stärker äußert je mehr der Anhänger sich mit seiner Mannschaft identifiziert.
    Die Public Viewing Kultur hat eben dies zur Folge, dass immer mehr Menschen sich immer stärker mit ihrer Mannschaft verbunden fühlen und somit auch immer mehr Ausfälligkeitspotential vorhanden ist.
    Im Klartext.


    Quote

    Warum sollte man nach einer gelungenen oder verlorenen Fußball-Party in Kriegslüsternheit gegenüber der jeweiligen Verlierer- oder Gewinnermannschaft geraten?


    Frust. Und das Gefühl in seiner Nationalen Ehre vor Bein gepinkelt worden zu sein. Mal ehrlich, in welchem universum lebst du denn, dass du dir sowas nicht vorstellen kannst?


    Wenn du die Bundesliga verfolgst, dann wirst du die selben Ausschreitungen bei Anhängern von Vereinen erkennen.
    Da hält es sich zum Glück in einem (meistens) noch beschaubaren Rahmen.
    Aber wenn du nun einfach nur alle Ultras des Vereinsfußballs zusammenwirfst und sie in ein Deutschlandtrikot steckst, dass sie größtenteils auch bereitwillig tragen werden, hast du genug Gewaltpotential um wieder in Paris einzumarschieren.
    Hinzu kommen nämlich noch die Gelegenheitsfans, die sich nun in der Public Viewing Gemeinde mitreißen lassen.
    Es gibt schöne Artikel (im zusammenhang der London Riots geschrieben) über die "psychology of looting". Da bezieht ein ehemaliger Hooligan Stellung dazu, wie ein unwissender Mob von einer recht kleinen Ansammlung von zielstrebig handelnden Leuten gelenkt werden kann.


    buffon ist und bleibt der beste...:thumb:


    Der hat zu Begiin der ersten Halbzeit aber alles andere als brilliert.
    Wir hatten zu dem Zeitpunkt die Theorie aufgestellt, dass er womöglich angesichts seiner 1,6 Mio Euro offener Wettschulden (munkelt man) oder Verwicklung in die Wettskandale mal ganz frech gegen Italien gewettet hatte.


    Joe Hart hat mich bisher zumindest im regulären Spiel positiv überrascht (außer bei Elfmetern - Das ist ja schon genetisch bedingt)
    Außerdem fand ich sein Dauergrinsen gegen Italien sympathisch.


    Und er ist der schnellste Torwart der Welt. :D


    [YOUTUBE]pehmUJahl-s[/YOUTUBE]



    Neuers Driblingeinlage war nun echt ziemlich peinlich.

    Tja, ich habe es um ca. 6 Stunden verpasst mir noch ein Ticket fürs SonneMondSterne zu besorgen.


    Da dies meine einzige geplante Unternehmung für diesen Sommer war, werde ich wohl versuchen auf Drittwegen - sprich Ebay, Kleinanzeigen, Privat - an ein Ticket zu kommen.


    Jetzt wollte ich mal fragen, ob jemand Erfahrungen gemacht hat, wie sich die Ticketpreise auf Ebay so einpendeln, nachdem erstmal bekannt geworden ist, dass die Karten ausverkauft sind.
    Ist das wie Ryanair, dass es einen "optimalen" Zeitpunkt gibt, der nicht zu früh, nicht zu spät liegt, oder kann es nur noch teurer als die 150% des Originalpreises, bei denen der Preis jetzt liegt, werden?


    Dazu noch:
    Tipps: Wie beuge ich Betrug vor - Ich glaube zwar stark, dass mindestens 90% der Verkäufer auf Ebay seriöse Leute sind, die ihr Portemonnaie einfach etwas weiter auffüllen wollten, und/oder zuviele Karten bestellt haben, bzw. verhindert sind, habe aber dennoch Angst an ein schwarzes Schaf zu geraten.
    Außer natürlich in Person treffen - Das geht aber zur Zeit schlecht, da nahezu alle Verkäufer "an der Quelle" nahe des Festivalorts im Osten wohnen. Und ich nicht.


    Als Nachtrag.
    Sollte irgendein Member der geschätzten Community hier noch ein Ticket über haben, wäre ich natürlich auch froh drüber ein Geschäft abwickeln zu können.
    Über den Preis lässt sich reden.

    Dafür hätte ich gerne mal ne verbindliche Quelle.
    Ich frage deshalb, weil ich es für kompletten Unsinn halte.


    Die einzig halbwegs brauchbare Studie zu dem Thema, die mir bekannt ist, ist von der Uni Marburg und diese widerlegt, dass eine Identifikation mit dem eigenen Land nachweislich Fremdenfeindlichkeit Vorschub leistet.



    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1784300/

    Warum meint man eigentlich die zusammengewürfelte Truppe der 20 besten Fußballer der Nation sei das beste Identifikationsobjekt für den Durchschnittsbürger?


    Und warum muss er (bzw. in diesem Fall besonders "sie") sich so unglaublich darüber aufregen, wenn ihn (bzw. sie) Fußball ohnehin erst seit der Erfindung der Public Viewing Leinwand interessiert?

    Bei weitem nicht so chaotisch wie die griechische Abwehr.


    Die ersten 5 Minuten hatte die deutsche Mannschaft so viel Platz, dass es schon da 3:0 hätte stehen können.
    Danach haben wir ausgeschaltet und nur noch immer wieder reingeguckt um zu schauen wie hoch die griechen verlieren.

    Davon hab ich bis jetzt in den Nachrichten/Berichterstattungen/Dokus wenig mitbekommen.
    Das englische Gesundheitssystem ist eins der wenigen Dinge, das dortzulande noch vom Großteil der Bevölkerung als Errungenschaft angesehen wird und beispielsweise von Autoren wie Michael Moore aus der amerikanischen perspektive als eines der besten der Welt bezeichnet wird, weshalb mich die Aussage verwundert.


    Ne Quelle würd mich interessieren.
    Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass als wir dort im Urlaub waren und meine Schwester sich am Tag der Anreise ihre Leiste gezerrt hat, wir noch bevor wir in unserer Ferienwohnung angekommen sind, kostenlos (obwohl wir erwähnt hatten, dass wir über eine länderübergeifenden Privatversicherung versichert seien) und binnen weniger Stunden mit einem Gratis-Leihsatz Krücken wieder aus dem Krankenhaus rausgekommen sind.


    Mehr Erfahrungen hab ich nicht gemacht, wobei es wohl laut Wikipedia stimmt, dass es für nicht-dringende Fälle eine relativ hohe Wartezeit zwischen erster Diagnose beim GP bis hin zur Behandlung geben kann (und Wartezeiten gibt es für auch in Deutschland. Bei meinem Zahnarzt muss ich routinemäßig ein Drittel Jahr vorher den Termin ausmachen).
    Auf der Gegenseite steht natürlich die Tatsache, dass für jeden in England die allermeisten Dienstleistungen vollkommen kostenfrei sind.


    Auf der Suche nach einem schlechten Gesundheitssystem würde ich noch viel eher in die USA schauen, wo es für Leute die sich keine Krankenversicherung leisten können eine äußerst mangelhafte Abdeckung gibt.


    /patriotmode :rolleyes:

    Man könnte meinen um Herrn Blatter von Neuerungen zu überzeugen ist es erst notwendig, dass eine englische Mannschaft von seiner "Traditionsversessenheit", die sonst den deutschen genutzt hat, profitiert.


    Immerhin hat sich seit dem Bayern - Chelsea Finale seine Haltung zum Elfmeterschießen um 180° verändert und seit gestern steht er plötzlich auch da und fordert Goal Line Technology, die er nach dem Deutschlnd - England Spiel nicht haben wollte.


    :angel:


    Quote

    "If there is no winner at the end of 90 minutes of play, we would proceed directly to penalty kicks."


    - Sepp Blatter, 2010, talking about his love of penalty shoot-outs and how they should be used in all World Cup games

    Quote


    "Football can be a tragedy when you go to penalty kicks... Football should not go to one to one. When it goes to penalty kicks football loses its essence."


    - Sepp Blatter, 2012, talking about his hatred of penalty shoot-outs