Posts by FFreak

    Verglichen mit ~4 Stunden Content in einem Jahr sind die GW1 Erweiterungen ein vielfaches an Umfang.
    Und über was willst denn in GW2 groß schreiben? "Neue LS veröffentlich: bossguide: 11111"?


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    Da hat keiner Lust darauf, dass einem das Ohr mit privaten Problemen abgeknabbert wird.

    Davon war nicht die Rede.

    Spielt sich schlicht spaßiger, wenn man sich nebenbei unterhalten kann. Man kann sich durchaus nur übers Spiel unterhalten. Spielt man aber länger zusammen, ändert sich das dann auch im Laufe der Zeit. Gerade in Gilden spielt man ja durchaus mal 5-10 Jahre und mehr zusammen. Die Leute, die nur einen Monat mal dabei sind will man ja eigentlich garnicht erst in der Gilde haben - dafür reicht dann in der Tat der Chat.


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    Dann reicht das Können des Spielers eben nicht aus.

    Zu der Erkenntnis sind ja die meisten Spieler gekommen. Deswegen spielt niemand Raids oder ähnliche Inhalte. Deswegen ist die GW2 Population nach Release so dramatisch schnell wieder kollabiert. Denn: was willst denn spielen, wenn dein Können für GW2 nicht ausreicht? Also schnell wieder zurück zu anderen Spielen.

    GW2 hat halt null Gruppencontent. Ein Fraktal in einem Jahr, so 15 min Content pro Jahr? Damit beschäftigst du keine Gilde.

    Mit der Bewegung hast in GW2 durchaus Recht. Nur die Skills sollte Anet mal ganz aus dem Spiel entfernen, die braucht keine Sau. Ob man nun die Skills in der immergleichen Rotaition drückt, oder ein Macro das macht, ist doch völlig egal. Alleine das es Rotationen gibt sagt schon genug aus, braindead immer die gleichen Skills in der gleichen Reihenfolge. GW2s Skillsystem versagt leider völlig. Lediglich im (ranked) PVP und small-scale WvW kann man erahnen, was in der Theorie machbar wäre.

    Weniger schreiben über GW1 stimmt nicht. Schon alleine durch die monatlichen Balanceupdates, aber eben auch über den Content zwischendurch und die viel häufigeren Erweiterungen. In einem halben Jahr hat GW2 zwei ~ einstündige Contentbrocken geliefert, GW1 hingegen ein Nightfall.


    GW2 ist internationaler, weil die Community kleiner ist. Das war am Ende der Lebensphase von GW1 auch so, als sich immer mehr in internationalen/englischen/ami distrikten abspielte und man im deutschen Distrikt Schwierigkeiten hatte Gruppenmitglieder zu finden. Das ist also nichts tolles, sondern weist eher darauf hin, dass GW2 am Ende seiner Lebensphase ist.


    Das man in GW2 wenig Guides braucht ist richtig, u.a. deswegen gibt es ja keine Community. Das ist nichts gutes.


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    Wer seine Lebensgeschichte erzählen will kann dafür heute Facebook etc. nutzen. Das gilt aber nicht nur für GW2 sondern für alle MMOs.

    Ich formuliere es mal so: ich wurde in eine Gilde eingeladen mit den Worten: "wir sind nicht in der Gilde, weil wir uns so gerne haben. Bei uns kommen nur gute Spieler in die Gilde." . Da brauchte ich nicht lange überlegen und habe dankend abgelehnt.

    Sicherlich gibt es leistungsorientierte Gilden, denen es egal ist, ob die Gildenmitglieder einander hassen oder nicht. Das ist dann keine Community. Du wirst dann immer Drama haben. Irgendwer ist nicht (mehr) gut genug? Kick. Irgendwer hat den wöchentlichen Termin verpasst, weil seine Frau gestorben ist? Kick. Übrigens hatte besagte Gilde Probleme mit Drama, ein Bekannter von mir war da längere Zeit Offi.


    Andererseits gibt es Gilden, in denen ein paar Raid-Oberpro ihre casual Gildenmitglieder durch den Raid carrien - und ihnen danach helfen, das Vista XY zu erreichen. Sowas macht man eher bei gegenseitiger Sympathie. Ansonsten macht das gemeinsame spielen keinen Spaß. Typisch ist es auch, dass sich irgendwann erfahrenere Spieler nur noch einloggen um anderen zu helfen. Weil sie selber im Spiel alles erreicht haben, was sie erreichen wollten. Ohne Community sind solche Spieler weg. Fangen WoW oder was auch immer an. Und die nächste GW2 Contenterweiterung bekommen sie dann garnicht mehr mit. Gleiches für die casuals, die so durch erfahrene Spieler tiefer ins Spiel gezogen werden - und sich ggf. zu Hardcorespielern entwickeln.


    Oder als Beispiel: wir hatten (und haben) bei uns noch ein paar Spieler, die nur GW und GW2 spielen. Die spielen keine Videospiele. Die spielen GW nur, weil sie da ein paar nette Leute kennen. Gibt es nicht genug Gruppeninhalte, dann spielen die Tennis/Volleyball. Witcher? Nie gehört.

    Voice chat ist wichtig fürs bessere kennenlernen neben dem spielen. Ich hab bisher keine Gilde kennengelernt, die keinen Voicechat nutzte und was taugte. Natürlich kann man auch viel mit chatten lösen, aber dann hast du nach 1 Stunde spielen 4 DIN A4 Seiten geschrieben.


    Die Kommunikation ingame sieht in GW2 völlig anders aus als früher. In Gruppen wird doch maximal "hi" und "ty, bb" kommuniziert - von den höflicheren Gruppenmitgliedern. Die meisten machen nichtmal das. Hab gestern noch die Schneeballschlacht der Götter in GW1 gefarmt - da wurde, obwohl "effizenzorientierte Farmgruppe" erheblich mehr kommunziert. In jeder ZM wird mehr kommuniziert. Angefangen bei Fragen/Hinweisen zum Build/Content, smalltalk, Kommentare zu eigenem Versagen "ups, hab da noch eine zweite Gegnergruppe gefunden" "kannst behalten".


    Das liegt u.a. dadran, dass GW1 strategischer ist. D..h.: du kannst jemanden bitten z.b. Splitterwaffe einzupacken oder einen bestimmten Skill des Gegners zu unterbrechen. Aber du kannst in GW2 kaum erklären, wie man dodged. Genauso wie du im Shooter niemanden erklären kannst, wie man zielt. Aber du kannst einem GW1 Heiler erklären, dass sein Skill zuviel mana frisst und er ihn besser nicht mitbringt/nutzt. Oder ihm erklären wo er stehen soll - oder wo getankt, gepullt wird, wer zuerst getargeted wird usw.

    Solche Tipps kann man auch in Foren geben. "Aktion-Tipps" kann man in Foren schwer/kaum geben.

    Spieler suchen in GW2 durchaus Guides: für Erfolge. Wo ist was. Aber kaum für "wie besiege ich Gegner XY". Und das sorgt dafür, dass jeder auf sich allein gestellt ist - und niemand in der Gilde fragt "storyboss XY ist schwer. Gibts da einen Trick?". Siehe die Dürre aus Nightfall (boss). Benommenheit drauf und gg. "Trick? Bring Stahlspitzenpfei mit." -> Erfolgserlebnis beim Spieler, die "Gilde" hat ihm geholfen und ihren Wert bewiesen. Mit minimalem Aufwand. In GW2 musst du schon mitkommen, tötest den Boss solo während er tot in der Ecke liegt - was kein schönes Erlebnis für beide Seiten ist. Frustiert verlässt er dann GW2 und widmet sich wieder dem Volleyball.

    Wo gibts denn noch Communities in GW2? WvW und Raids.

    Wo sind denn all die deutschsprachigen Webseiten die selber Guides zu AP, JPs usw. veröffentlichen? Gibt da doch nur eine.

    Um nur mal an der Oberfläche zu kratzen...


    Normalerweise entwickelt jede Gilde gelegentlich mal eigene Builds, schreibt eigene Guides für Raidbosse, JPs oder ähnliches. Wo sind denn all die Gildenwebseiten die solche Inhalte online haben. Es gibt so ein paar Raidgilden, eine Fraktalgilde und noch ein paar WvW Gilden die sich um sowas kümmern. Das sind ein paar der wenigen communitybildenden Inhalte in GW2. Solchen Gildencontent wird oft auch nach außen getragen - siehe z.b. Raidgilden, die öffentlich Builds zur Verfügung stellen.


    Wirklich aktiv ist nur noch reddit und auch da gibts kaum eine echte Community, ist eher ein unzusammenhängenden Haufen.


    Dulfy usw. sind doch alles Einzelkämpferprojekte, keine Communities. Das steht und fällt mit einer Person. Heiratet diese Person, bekommt Kinder, einen neuen Job, verliert die Lust, verunfallt oder passiert sonstwas sind diese Projekte eingestellt. Da gibts dann niemanden, der diese Projekte weiterführt (siehe Dulfy). Es ist auch eine Irrsinns-Arbeit. Während es in einer Community reicht, wenn für 20 JP zwanzig verschiedene User je einen Guide schreiben. Fällt einer aus findet sich schon wer neues, solange die Community selber noch groß genug ist.


    Die paar Nischen in denen GW2 noch Rest-Communities hat (z.b. WvW und Raids) leiden unter dem Content-Mangel und so manche (siehe z.b. EU GW2Community) haben auch schon den Hut geschmissen.


    Und soviele aktive Gilden, in denen sich die Mitglieder zumindest oberflächich gegenseitig kennen und auch miteinander spielen (und nicht nur für Gildenmissionen) gibts in GW2 auch nicht. Gefühlt sind 50% der Gilden Raid- oder WvW Gilden. Ein wichtiges Merkmal einer Community ist doch, dass es auch Bindungen untereinander gibt. Und z.b. wenn der Gildenleader ausfällt der Offi mit seinem Freundeskreis weiterhin aktiv bleibt. One-Man shows sind keine Communities. Warum setzen denn einige Gilden auf sowas wie Representationspflicht: eben, weil es überwiegend Schrott-Gilden ohne Zusammenhalt, ohne Community sind - und man muss die Member deswegen "zwingen", weil niemand freiwillig representiert und aktiv das Gildenleben gestaltet.

    Da ich den vorhergehenden Post nicht groß umeditieren möchte bin ich mal so frech und mache einen Doppelpost. Man möge es mir verzeihen.

    Weil das Konzept heute keinen Erfolg mehr hätte. GW1 existierte in einer Zeit, wo technische Limitierungen noch völlig normal waren. [....] Die Spieler möchten heute dynamische Konzepte haben. Das es auf deine Reflexe und dein Können ankommt der Beste zu sein. [....]Außerdem werden Spiele heute für die breite Masse entwickelt und die sollten nach Möglichkeit so einfach sein, dass sie jeder schaffen kann. Zudem ist wie schon erwähnt das Zeitalter der MMOs vorbei.

    Ich halte das für einen Trugschluss. Es hat schon immer eher action-orientierte Spiele gegeben, wie z.b. Quake 3. Statt dieser schnellen, reflex- und könnenbasierten Spiele sehen wir nun aber im Ego-Shooter Segment eher strategischere, langsamere Shooter wie z.b. Battlefield. Soll heißen: dynamisches Gameplay ist nicht neu. Das gibts seit Pong. Ebenso gibts auch seit immer Strategie-Titel. Es ist lediglich eine Frage der persönlichen Vorliebe. Gerade im RPG Bereich haben z.b. rundenbasierte Spiele bis heute überlebt. Während man in Morrowind bereits 2002 das Schwert selber schwingen musste, so kann man im moderneren Dragon Age die Kämpfe per Leertaste pausieren, um in aller Ruhe seine Auswahl zu treffen.


    Es gibt weiterhin eine Masse an MMOs. Selbst Titel wie Lotro scheinen noch zu leben und Contentupdates zu erhalten. Final Fantasy scheint gut zu laufen. MMos sind aber sicherlich "hardcore-Titel" und die Masse an Spielern war nie Hardcore - sondern immer casual, zumindest seitdem die Grafik halbwegs gefällig ist. Siehe die Sims. Titel wie UT/CS etc. haben auch nie die Casualgamer lange binden können. Vllt Warcraft 3 mit seinem Towerdefence etc. Mods.


    Eine breite Masse scheint man mit eher strategischen Titeln durchaus erreichen zu können. Beispielsweise erfordert MTG Arena nicht gerade viel motorisches Geschick und bietet als Trading Card Game auch wenig Action. Hearthstone wird es wohl ähnlich gehen. GW1 hat mit seinem "Build-Decks" ja durchaus einen ähnlichen, aber actionreicheren Ansatz verfolgt gehabt. Technische Limitierungen von damals (z.b. das fehlende springen) sind nichts, was das GW1 Spielprinzip definiert hat. Im Grunde hätte man das GW1 Gameplay durchaus mit dem GW2 Movement-System kombinieren können.

    Du siehst eine Perspektive für Arenanet, die über GW2 hinausgeht? Diese Perspektive ist mit den Entlassungen in Q2 2019 beerdigt worden und hat seinen Abschluss im Fortgang von Mike O'Brien gefunden. Das sieht man daran, dass die kreativen Designer gegangen sind, und die Information dass zwei ungenannte Projekte eingestellt worden sind.


    Übrig geblieben ist die Betriebsmannschaft von GW2.

    Ja, ich sehe eine Perspektive. Vermutlich weil ich die Ereignisse anders interpretiere:

    Für ein kleines Start-Up für Holzspielzeug musst du ein talentierter Holzbearbeiter sein, musst dein Produkt auf dem Wochenmarkt gut verkaufen. Bist du erfolgreich und zu einem 500 Mitarbeiter Mittelständler gewachsen, dann verlagern sich deine Tätigkeiten. Du stehst nicht mehr an der Werkbank und baust Holzspielzeug, du brauchst nun Management-Qualitäten.
    Gleiches gilt für Anet und O'Brien.


    Ich denke die Shitstürme, das Drama um Jessica Price - aber auch der mangelnde Content, falsche Fokussetzung (Wegwerfcontent der LS1, keine Gruppeninhalte, keine Quests, keine Rollen usw.) sind von Anets Mangement verschuldet. Gerade bei einem MMO sollte klar sein, dass man das Spiel über Jahre hinweg mit Content beliefern wird. Wie kann es sein, dass eine 4 Karten Erweiterung erscheint? Das spricht für mühsame Contenterstellung - einen Mangel an geeignete Tools usw.. Denn im Grunde kann jeder 12 Jährige mit geeigneten Tools eine Karte in zwei drei Stunden zusammenkleben (siehe Mapeditoren, siehe GW2 Gildenhallen-Dekorationen). Also irgendwas läuft bei Anet schief.


    Während GW2 erfolgreich am Markt ist (Produktlebenszyklus) hätte man natürlich zur Diversifikation einen weiteren Titel entwicklen und releasen können/sollen. Warum aber mehrere Titel aufeinmal? Das erscheint mir dämlich - und offenbar auch NCSOFT. Es wäre doch schon schwer genug überhaupt einen Titel nebenher erfolgreich an den Markt zu bringen. Mit fünf Baustellen aufeinmal wird man doch nie fertig.


    Vor längerer Zeit (~2016) gabs die Aussage, dass grob 100-150 Devs an dem laufen Spielbetrieb/LS werkeln. Da die Teamgröße von Anet aber immer noch 250 sind, dürften wohl 100-200 Mitarbeiter nicht an der GW2 LS sitzen. Ich gehe davon aus, dass NCSOFT nicht alle "Nebenprodukte" eingestellt hat, sondern nur "die meisten". Wahrscheinlich gibt es noch einen weiteren Titel der in der Entwicklung ist, während 50-100 Leute GW2 am Leben halten. Anet hat auch weiterhin Stellenausschreibungen offen. z.B. aktuell: https://boards.greenhouse.io/arenanet/jobs/1988141

    Siehe einmal die Formulierung "GW2 and beyond" und dazu unreal 4 engine? Unreal 4 nimmt laut offen zugänglichen Quellen 5% vom Umsatz. Für Großkunden gibts natürlich andere Preise, aber dennoch ... für ein uralt Titel?


    Die Truhenerweiterung für GW1 kam afaik knapp vor den Entlassungen.



    Man muss GW2 schon als neues Spiel akzeptieren und nicht zwanghaft an allen GW1 Konzepten festhalten. Das schließt zwar Teile der alten Spielerschaft von GW1 aus, schließt aber wiederum neue Teile der weltweiten Gamer ein. Für diese, potentiell deutlich größere Kundschaft, hat man GW2 konzipiert.

    Jaein. Man hätte GW2 nicht so bewerben dürfen, wie Anet es tat. Dadurch wurden zwangsläufig Spieler enttäuscht, denen ein "Guild Wars 2 takes everything you love about Guild Wars 1" versprochen wurde. Schon durch die Namenswahl wurde ein Guild Wars 2.0 suggeriert und kein "Tyria Dragon Wars". Ein paar Anpassungen sind durchaus vertretbar, aber im Grunde hat GW1 mehr mit Serious Sam gemeinsam als mit GW2. Es war schon ein ziemlicher Umbruch von einem strategischen, teamorientierten coop-Game hin zu einem open world solo-action-RPG.

    Ich denke man plant mit GW2 noch ca. 5 Jahre um die Story zu beenden und dann wird es was gänzlich Neues geben oder Anet wird von NCSoft quasi aufgelöst. Ich glaube nicht, dass wir ein GW3 erleben werden.

    Das glaube ich weniger, weil damit eine Marke, Erfahrung und der westlichen Markt verloren ginge. Arena-Net hat strategischen Wert - mit guten finanzielle Ergebnissen.


    Anet verdient am Shop. Ein "GW3 2025" würde die Shopeeinnahmen riskieren. Arena-Net hat Eigeninteressen, die Mitarbeiter wollen ihre Arbeitsplätze erhalten. Man wird nicht tatenlos zusehen wie NC-Soft jährlich 100 Mitarbeiter rauswirft.


    Demnach gehe ich von neuen Titeln aus. Eigentlich hätte schon vor der Massenentlassung etwas auf dem Markt sein müssen. GW2s beschränkte Lebenserwartung war seit HoT abzusehen. Spätestens 2015 wird man ein neues Spiel entwickelt haben. Wenn Anet nicht alle 2 Monate alles über den Haufen geworfen hat, dann dürfte man auch recht fortgeschritten sein. So weite Projekte wird NCSoft wahrscheinlich nicht gecancelt haben. Vermutlich war man sehr weit hinter dem Zeitplan.


    PoF war ja als "zweites Addon" schon Ende 2015/anfang 2016 namenlos angekündigt. Eine neue GW2 Erweiterung ist bisher nicht bekannt. Ein bischen Milchmädchenrechnung:


    250 Mitarbeiter: Kosten ganz grob 25 Millionen Dollar.

    Benötigte Quartalsergebnisse ~= 6 Mio.

    Aktuell: 13 Mio, pro Quartal ~0,5 Schrumpfung. 7/0,5= 14 Quartale =3,5 Jahre.

    Das geht von weiterhin sehr stabilen Zahlen aus (unwahrscheinlich). Und von 100.000$ Umsatz pro Mitarbeiter - im Vergleich: im Schnitt ist revenue/employer in den USA wohl grob 170.000$, google sagt activision blizzard liegt deutlichst drüber. Dreieinhalb Jahre könnte also bereits optimistisch sein.


    Was mich an GW2 am meisten stört, ist der Mangel an casualtauglichen Gruppeninhalten und Teamplay. Normalerweise bilden sich um solche Inhalte Gruppe, Freundeslisten, Gilden. Ebenso gibt es einen recht hohen Wiederspielwert, schon alleine um Bekannten durch den Content zu helfen. GW2 scheint bei casual-Inhalten auf Solo-Einwegcontent zu setzen - und alles mit Wiederspielwert addressiert nur Hardcorespieler (raids). Während GW1 mit seinen Storymissionen, Quests, Zaishenmissionen, Hardmode eben auch den Casual motiviert hat Gruppeninhalte zu spielen. Der Anteil an Hardcorecontent (Elitemissionen wie UW/TdP) war ein Bruchteil des Gesamtcontents. Während man in GW1 grob einmal im Jahr eine neue Erweiterung mit vielen neuen Gruppen- und Soloinhalten bekam, steht der casual Gildenspieler in GW2 mit einem neuem 15 min Fraktal im Jahr da. Das reicht hinten und vorne nicht. Selbst Raidspieler, die ja immerhin ein Fraktal+ einen Raid pro Jahr bekommen beschweren sich - dabei stehen sie bereits ein Vielfaches besser da, als der Casual-Spieler. Zumal solche "Hardcorespieler" auch eher bereit sind denselben Content Woche für Woche zu wiederholen, zu "farmen". Während die meisten Casuals ein neues Fraktal eher so 3-5 spielen und dann ist gut. Normalerweise ist Content immer so aufgebaut, dass es eine große Menge an einfachen Content für die breite Masse an Spielern gibt. Und eben ein zwei Inhalte für Hardcorespieler. Also z.b. 20 Storymission, zwei Elitemissionen. Von 10 neuen Dungeons/Fraktalen pro Jahr (+1 raid pro Jahr) ist Anet aber weit entfernt. Demnach gibt es für Gilden wenig zu tun, Gilden- und Freundeskreise erodieren seit Jahren vor sich hin, es bilden sich wenig neue starke Communities. Mit dem starken Fokus auf Singleplayer-Inhalte hat GW2 die gleichen Probleme wie Singleplayer-Titel: sie sind ein zwei Jahre aktuell, aber nicht langfristig. Ein MMO braucht für den langjährigen Erfolg imho eine Community. Den Wettbewerb der Spieler miteinander, den Vergleich der Spieler untereinander, soziale Interaktion usw. So mancher loggt sich nur für die Gilde ein - und hört der Gildenleader auf zu spielen, sind gerne mal 20-50 Spieler plötzlich auch inaktiv. Sie wurden von der Gildencommunity im Spiel gehalten - das Spiel selber hat nur noch den Anlass, den Rahmen geliefert. Ohne Rahmen, ohne "Kristallisationspunkte" erodieren solche Communities oder entstehen garnicht erst.

    Für Titel die jahrelang Geld einspielen sollen sind solche langrfristigeren Bindungen imho enorm wichtig. So mancher Casual wurde über Gilde- oder Freundesliste tiefer ins Spiel gezogen und entwickelte sich zum Core- oder Hardcoregamer - während er normalerweise schon längst inaktiv geworden wäre. Für GW2 ist es natürlich zu spät noch was ändern zu wollen. Sinnig wäre wohl ein weiterer Titel, z.b. ein mobile Game. Dann kann GW2 sicherlich noch 3-4 Jahre nebenher mit reduzierter Teamgröße laufen, bevor es in den maintenance Mode geht und Anet ein GW3 oder ähnliches ankündigt.

    Ich denke die Schlagzahl alleine ist wenig aussagekräftig. Wichtig ist auch, ob die Spieler mit den Inhalten mittel- und langfristig zufrieden sind, oder ob es "Einmal-Inhalte" sind. Bei der letzten Episode waren die Stimmen gemischt, gerade im Bezug auf den Umfang. Von dem was ich an Inhalt mitbekommen habe, scheint man durchaus eine gute Qualität abgeliefert zu haben. Dennoch sollten längerfristig beschäftigende Inhalte nicht vernachlässigt werden.


    Das überschaubare chinesische Neujahr zu erweitern halte ich für gut und richtig.


    WvW/PvP ist ein Nischeninhalt und das klingt auch eher nach Balancing-Update als "Spielinhalt" bzw. neue Spielziele auf die man hinspielen könnte.


    Persönlich würde mich am allermeisten Anets langfristige Planung interessieren. Noch eine LS? Erweiterung? GW3? Mobile Game?

    Advent bedeutet für mich, dass das Jahr langsam ausläuft. Einerseits wird im Endspurtstress erledigt, was noch erledigt werden muss. Andererseits aber auch nach und nach Ruhe einkehrt, bevor ungefähr zwei Wochen Pause kommen.


    Die Familie besucht sich verstärkt (Adventssonntage und Weihnachtstage) und meinen Eltern und Großmutter stellen sich die Bude mit erzgebirgischen Holzfiguren der Urgroßeltern voll. Alte (Schul-)Freunde sind mal wieder vor Ort und man kann sich treffen, über das Leben heute und die Lehrer von damals sprechen.


    Und dann ist irgendwann Silvester.


    In dem Sinne: ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Im wesentlichen wie das Vorjahr. Scheinbar wurden die Wintertagsdailies um ein paar "wiederholbare" dailies erweitert, aber das wars.

    Das Winter-JP ist imho sehr gut gelungen und auch weniger fies als das von Halloween.

    Das Build was ich da als Code reingesetzt habe sollte ~ discord+inept+PI_mes+SoS+UA sein. Sabway hat wirklich sehr wenig Schaden ohne Diener, daher discord.


    Geister wie auch Shouts sind zu Kampfbeginn nicht oben. Wenn man dann noch "schüchtern" spielt und sich selber hinter den NPCs versteckt oder gar zwischen ihnen sind 400HP imho knapp. Ein paar AOEs in die Gruppe und deine NPCs sind am sterben, out of mana und alle Geister sind auch tot.

    450+ sollte passen. 400HP ist imho zu wenig, das entspricht ja 20% malus auf 500HP. Das merkt man schon deutlich. Wenn dann noch Lebensrunen oder + Rüstung fehlen sollten wird es nicht einfacher. (was nicht heißen soll das es nicht geht - aber umso weniger leben, desto härter wiegen Spielfehler).


    Bei discord hast du halt die Minions und dann noch vom SoS die Geister als zusätzlicher Meatshield. Glaub auf den meisten Builds war auch ein Hardrezz + UA.


    Ist natürlich schwierig zu beurteilen wodran es genau hapert, da null Info.

    Ich vermute, dass seine Helden zu wenig Leben haben und/oder er ggf. falsch vorgeht. Wenn drei Energiewellen in eine unvorbereitete 300 HP Gruppe krachen, dann tut das weh. Ggf. sind irgendwelche alten, stabilieren Builds in diesem Fall empfehlenswerter, wie z.b. Sabway.




    Ergänzend zu Silmars Anmerkung:


    Einerseits würde es natürlich helfen, wenn du (Pfeife Lusche) die Builds deiner Helden auch mal gescreenshotted hättest. Denkbar das du irgendwo was vergessen hast bzw. falsch geskillt bist.

    Andererseits können aber auch schlicht "Spielfehler" deinerseits vorliegen. Dazu ein paar häufige Fehler als allgemeine Tipps:


    Unvorsichtiges Vorgehen:

    Gerade mit Helden solltest du nicht einfach so in Gegner stürmen. Vermeide es mehr als eine Gegnergruppe auf einmal zu bekämpfen. Vermeide es, dass alle Helden auf einem Haufen ("geballt") stehen.


    Bei schweren Kämpfen empfiehlt es sich die Helden etwas hinter dir per Fahne "festzusetzen". Erst dann greifst du die Gegner per Distanzangriff an bzw. gehst in deren "Aggrorange". Danach ziehst du dich zu deinen Helden zurück. Stell dich nicht in deine Helden sondern bleib etwas vorgelagert. Deine Helden können dich so heilen, du "tankst" den ersten Schaden. Nimm die Fahne weg nachdem du die ersten ein zwei Angriffe "getankt" hast, damit deine Helden sich frei bewegen können.


    Falsche Ausrüstung:

    z.b. sehr wenig Lebenspunkte. Das Build von Loup du Nord nutzt teils zwei überlegene Runen. Das mag bei dir Probleme verursachen, gerade wenn du die Lebensrunen nicht benutzt hast. Du und deine Helden sollten ungefähr 500 Leben haben. Wenns 450 sind, ists auch ok. 300 wäre zu wenig.


    Fehlende Kampfvorbereitung:

    Helden fehlt die Fähigkeit vorrauszuschauen. Die Defensive basiert auch auf dem defensiven Geisterritualisten. Es mag schon helfen, wenn du die Verzauberungen des Ritualisten von Hand aktivierst und die drei Geister setzt, bevor du die Gegner angreifst.


    Fehlendes Wissen über Gegner:

    Die Brülläther haben im wesentlichen Energie-Abzug und Flächenschaden. Gegen sie ist es wichtig dass der Schaden möglichst selten deine Helden trifft. Wenn deine Helden unvorbereitet in die Energiewelle reinrennen, dann ist das schlecht. Du sollstest vorweglaufen. Dann trifft der Schaden nur dich, aber nicht deine 7 Helden (die meist dicht beieinander stehen - d.h. ein Angriff trifft alle 7).


    Zu schnelles Vorgehen:

    warte nach jeder Gegnergruppe ~5-10 Sekunden bevor du die nächste angreifst. Dadurch sind viele Fähigkeiten wieder aufgeladen und deine Helden haben auch ein bisschen mehr Energie. Normalerweise reicht dazu der Laufweg zwischen verschiedenen Gegnergruppen - machmal aber nicht.



    Wenn du mit dem dreifach-Mesmer Build absolut nicht klarkommst, kannst du evtl. auch ein uraltes Build probieren:


    [Dunkoro;OwUTMwGD1hhsRyI9gPy0XikBAA]

    [Todesmagie-Necro;OAhkUwG3hFmTM7oaHQEDTpJ1+iB]

    [todesmagie-necro2;OANEUshd9JFzoAWFgGUPEQY0M9B]

    [Heil-Necro;OAhjUoGYIPxsqQGbYO5kmjzLGA]

    [Beherrschungsmes;OQBDArsDOhwcgGw0R6meL/MA]

    [Illumesmer;OQNEAYwj2C9CsCgASCknlBs89OB]

    [spiritspammer;OACjAyiM5QXTlTfTVTnNdiQTXMA]


    Das Build ist aber schwächer als die Vorschläge von Loup.

    Es ist ein uraltes, zusammengewürfeltes Build, dass nie optimiert wurde und nie optimal war. Es war imho recht defensiv ausgelegt. Vielleicht kommst du mit sowas besser klar, als mit "empfindlicheren" Builds. Loups Vorschläge basieren etwas mehr dadrauf, dass die mesmer die Gegner behindern und so die Heiler entlasten, während du hier einen "echten" Mönch-Heiler hast - und sehr viel Wiederbeleben.


    Wenn du diese Builds ausprobieren willst brauchst du zum testen erstmal keine Runen oder ähnliches. Wenn es halbwegs vernünftig läuft wird es mit Runen dann noch besser laufen. Läuft es absolut garnicht wirst du auch mit Runen Schwierigkeiten haben.

    Das Gildenlogo ist nur auf dem "Gildenumhang" vom Gildenbelobigungshändler, aber nicht auf dem Shop-Umhang.


    Vermutlich will nicht jeder mit dem Gildenlogo rumrennen, daher macht das schon irgendwo Sinn.

    Unglaublich, darauf warten nicht wenige seit Release. Sieht sogar ziemlich schick aus, scheint gut umgesetzt.


    Wenn Anet will geht es offenbar. Die Richtung der letzten paar Updates gefällt mir, irgendwer scheint sich die Arbeit zu machen den berüchtigten "Table" mal etwas aufzuräumen.

    Das sind sinnvolle Anpassungen. Für den Fallschaden-Trait hat man früher auf anderweitig sinnvollere Traits verzichten müssen, eigentlich wäre Fallschadenreduktion mittlerweile besser in einer Mastery aufgehoben als im Traitsystem.


    Waffenwechsel außerhalb des Kampfes erspart den lästigen Umweg übers Inventar, auch eine sinnvolle Änderung. Eigentlich wäre es sogar wünschenswert, wenn jede Klasse ein zwei weitere "außerhalb des Kampfes" slots bekäme. In der Theorie kann man das nun zwar auch über "Equipment-slots", aber nur um mal ein bisschen macht/stealth zu stacken wäre das ein teures Vergnügen.

    Es wäre vermutlich klüger den normalen Entwickler weitgehend rauszuhalten. Wir müssen nicht wissen wie der Story-Dev mit vollem Namen heißt. Der kann genausogut unter einem Künstler- und Nickname auftreten. Als "persönliche" Carebears kann der Spielehersteller ja durchaus ein geschultes, professionelles Kommunikationsteam haben. Also irgendein Community/PR Team.

    Aus gegebenen Anlass ziehe ich das Thema mal wieder nach oben. Offenbar geht Anet nun dazu über, es den Devs zu überlassen unter einem Nickname im Forum zu posten.: https://en-forum.guildwars2.co…n-the-guild-wars-2-forums


    Das war lange überfällig und ein guter Schritt. Leider ist die Praktik der Realnamen recht "branchenüblich", aber wie (siehe Zitat) gesagt halte ich das für grob fahrlässig.

    NCSOFT hat wieder die Quartalszahlen bekannt gegeben. https://i.imgur.com/syMT34J.png

    GW2 hält sich weiterhin sehr gut und bleibt stabil. Trotz Massenentlassung.
    Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die Umsätze mittlerweile doch etwas leiden. Haben sie aber nicht.


    Im wesentlichen wird Anet Personalkosten haben, die nun deutlich niedriger sein werden.

    Da die Umsätze gleich geblieben sind, aber die Kosten stark gesunken sind, sollte Anet nun erhebliche Gewinne einfahren.


    Zur Veranschaulichung: als ganz grober Überschlag: wenn Anet vorher schwarze Zahlen geschrieben hat, dann sind nun:

    -ca. 150 Mitarbeiter weniger, angenommene Kosten pro Mitarbeiter 100.000€/Jahr = 15 Millionen die man nun in etwa mehr haben sollte.