Anschläge in Norwegen

  • Auch seine Reue würde bei mir nicht auf Gnade stoßen, da kann Ankh ein noch so schockiertes Gesicht ziehen.


    Warum sollte ich?

  • Hmm... Ich übergeh jetzt mal das, teilweise, hochtrabende Blah Blah der vorangegangenen Seiten.
    oO(Schon lustig wie manche meinen, sich hinter hochtrabenden Worten verstecken zu müssen, statt einfach mal Klartext zu reden..)


    Ich war ... nicht wirklich schockiert darüber, was bei unseren norwegischen Nachbarn geschah. Es ist in höchstem Maße bedauerlich, was geschehen ist und ich würde den Familien der Opfer mein Beileid aussprechen.. wenn sie mich verstehen würden.
    Was der Herr da angerichtet hat, ist ein Verbrechen, das nicht mit Knast gesühnt werden kann, ohne Zweifel. Meiner Meinung nach sollte man mit Herrn Breivik (Oder wie immer der Name ausgesprochen wird) so verfahren, wie er es absolut nicht will: Einsperren und vergessen.


    Ich meine.. Ich verfolge das Hinterher nicht bis ins kleinste Detail.. Ich weiß nur, was ich so nebenbei mitbekomme... Aber das der Kerl nicht ganz bei Trost ist? Das sieht sogar ein Blinder mit Krügstock.


    - In Uniform vor Gericht erscheinen?
    - Innerhalb seiner Zelle, zugriff auf das Worldwide Web + seine... ~Memoiren~?


    Er sollte verurteilt werden und jedes Mal, wenn er sein Essen in die Zelle bekommt, müssten die Wärter sich über ihn schlapplachen..
    Denn genau das ist der Kerl.
    Eine Witzfigur. Eine durchgeknallte Witzfigur, die, um auf das eigene, erbärmliche Leben aufmerksam zu machen, etwas furchtbares getan hat.


    Danke und guten Abend ;)

    Tretet uns bei, Brüder und Schwestern.
    Kommt zu uns, in den Schatten, wo wir achtsam warten.
    Kommt und helft uns, die Last zu tragen, die getragen werden muss.
    Und solltet ihr auch fallen, wisset das euer Opfer nicht vergessen wird
    Und das wir eines Tages zu euch komm
    en.

  • Das hat schon eine andere Qualität. Du kannst wohl auch davon ausgehen, dass die wenigsten Römer im Imperium überhaupt wussten, was ein Zelot ist. Was das Wort Djihad bedeutet, weiß in der westlichen Welt allerdings jeder( was z.T. allerdings auch durch modernere Kommunikationsmethoden ermöglicht wird).


    Nun, hätten die Römer Massenmedien gehabt, wahrscheinlich hätte man auch die Zeloten zu irgendwelchen Monstrositäten stilisieren können. Gäbe es nicht Fernseh und Co, so hätte ich wohl auch nie von Al-Qaida, Taliban und Konsorten gehört - woher auch? Mich bedroht der internationale Terrorismus nicht und die Wahrscheinlichkeit, dass ich durch einen Terroristen ums Leben komme; nun, ich denke der tägliche Straßenverkehr ist gefährlicher. Ich meine nur, dass man Terrorismus nicht daran messen kann wen/was er zerstört sondern auf welche Öffentlichkeit das stößt. Und die ist heute dank der Massenmedien sehr stark gegeben - wer von uns wüsste denn was ein islamistischer Terrorist ist, wenn nicht nicht die Medien darüber berichten würden? Wohl niemand.


    Wobei du natürlich recht hast; Gebäude und Menschen im Heimatland umzubringen verursacht mehr Angst als das Töten deutscher Soldaten in einem Land in dem sie sowieso nichts verloren haben aka Ausland. 09/11 war ja auch nicht so ein Schock, weil man den USA damit einen derben Hieb versetzt hat sondern, weil es über eine große Symbolkraft verfügte. Und das ist Terrorismus nun eben: Symbolik pur, denn durch das sprengen von Gebäuden und das Töten von ein paar Personen alleine kann man kaum Veränderung erzielen.



    Man könnte sich da durchaus schon fragen wie sinnvoll es ist, solchen Taten überhaupt soviel mediale Präsens zukommen zu lassen. Auf der einen Seite ist die Absicht, die Bevölkerung zu informieren, natürlich ja verständlich; auf der anderen Seite ist Ignoranz ja somit die beste Waffe gegen Terroristen: Symbolik verliert halt jeden Wert, wenn's niemand mitbekommt und der Terrorismus funktioniert nicht, wenn sich der Terror nicht über die medialen Kanäle verbreitet. Einerseits bin ich ja für ne' völlige Offenheit gegenüber der Bevölkerung aber andererseits finde ich, dass viele Menschen zu schnell zu panisch irgendwelchen irrationalen Ängsten anheim fallen - siehe aktuelle Islamphobie und die ständigen Debatten über erhöhte Sicherheit im Inneren. Die Medien tragen sicherlich ihren Teil zum Erfolg von Terroristen bei und wenn man sich mal das mediale Aufgebot über den Anschlag in Norwegen anschaut: eines ist klar, dank den Medien konnte der Mann seine Message unters Volk bringen und wurde gehört - er hat das erreicht, was er eben wollte.

  • Dass drohender Terrorismus aber auch so manchem Politiker/Medientypen/Machtmensch aus der Wirtschaft in die Hände spielt, ist aber schon klar, oder?


    Und nein, dazu muss man nicht irgendwelchen VTs anhängen...

  • Er sollte verurteilt werden und jedes Mal, wenn er sein Essen in die Zelle bekommt, müssten die Wärter sich über ihn schlapplachen..


    Jede Sonderbehandlung, jedes kleinste bischen Aufregung über den Kerl ist zu viel Beachtung. Daß Opfer und Angehörige und überhaupt die Betroffenen nicht so kaltblütig an die Sache herangehen, ist verständlich und absolut normal. Aber der Rest täte gut daran, mit klarem verstand zu agieren.



    Mich bedroht der internationale Terrorismus nicht und die Wahrscheinlichkeit, dass ich durch einen Terroristen ums Leben komme; nun, ich denke der tägliche Straßenverkehr ist gefährlicher.


    Es sterben übrigens mehr Menschen an Depressionen, als durch den Straßenverkehr. Aber vor Depressionen hat fast niemand Angst. ;)

  • Ich hab Angst vor Depressionen! :D


    Ich neige aber auch zu Angst. Und das in Norwegen hat mir eine Menge Herzklopfen und Nervosität eingebracht, also meine Angst gut angefeuert, weil es jetzt eben so ein Land wie Norwegen getroffen hat. In meiner naiven Welt bedeutet das, dass wir auch hier nicht mehr sicher sind!

  • Es sterben übrigens mehr Menschen an Depressionen, als durch den Straßenverkehr. Aber vor Depressionen hat fast niemand Angst. ;)


    Da würd ich gern mal die Studien/Statistiken sehen, woraus du das ableitest.

    "Life is not an easy matter... You cannot live through it without falling into frustration and cynicism unless you have before you a great idea which raises you above personal misery, above weakness, above all kinds of perfidy and baseness." - Leo Trotzki

  • Weiß nicht, ob dir das als Quelle reicht, aber hier mal ein kurzes Ergebnis von Google:


    Quelle


    Quote

    Zahlen der WHO und der Weltbank ...


    Bis 2020 könnten Verletzungen im Straßenverkehr nach Herzerkrankungen und Depressionen die dritte Hauptursache für vermeidbare Todesfälle sein.


    So wie ich das verstehe, beziehen sich die Zahlen von WHO und Weltbank zwar nur auf die Verkehrstoten, offensichtlich sind Herzerkrankungen und Depressionen aber die beiden Haupttodesursachen ("vermeidbarer" Todesfälle).

    ˙· ٠•► Meine Chars


    ˙· ٠•► Aktueller Mainchar: Eric Mc Ivor N/X


    ˙· ٠•► I cried and begged for mercy, and I talked to god on the telephone: But I really can't tell you what he told me but it was a lie!

  • In meiner naiven Welt bedeutet das, dass nichts mehr sicher ist!


    Wieso naiv? In dieser Welt ist nichts sicher. In einem Autounfall zu sterben ist nur eben um einige Vielfache wahrscheinlicher als durch einen Terroristen zu sterben, und Auto fahren sie dennoch alle. Die Angst vor Terroristen ist im Endeffekt doch genauso eine mediengemachte Massenhysterie wie BSE, Vogelgrippe, Dioxin-Skandal, EHEC und Konsorten - bloß, dass sich die Terroristen-Hysterie länger hält. Stattdessen könnte man doch mal'n Tag die Woche dafür reservieren über alle Verkehrstoten auf der Welt zu berichten, damit lässt sich problemlos ein ganzes Tagesprogramm füllen.


    Dass drohender Terrorismus aber auch so manchem Politiker/Medientypen/Machtmensch aus der Wirtschaft in die Hände spielt, ist aber schon klar, oder?


    Natürlich hat das mit VTs wenig zu tun, denn die Verschärfung der Gesetzeslages seitens der CDU/CSU ist ja Realität. Die Gefahr durch den Terrorismus ist ja für das Leben des einzelnen Bürgers eine marginale Randnote im Vergleich zu den tödlichen Gefahren welche jeden Tag im Alltag auf uns lauern, und mit denen wir prima umzugehen wissen. Jedenfalls hat wohl kein Mensch groß Angst davor die Straße zu überqueren, aber vor Islamisten fürchten'se sich alle. Die derzeitige Terror-Hysterie und Islamphobie ist ja eine Gefahr welche die Medien und Politik erst geschaffen haben; und jetzt schlagen, allenvoran eben CDU/CSU, Lösungen (stärkere Kontrolle im Inneren) vor um ein Problem zu lösen welches sie erst so stark stilisiert haben. Verquere Logik.
    ;)

  • ...


    Danke dir.

    "Life is not an easy matter... You cannot live through it without falling into frustration and cynicism unless you have before you a great idea which raises you above personal misery, above weakness, above all kinds of perfidy and baseness." - Leo Trotzki

  • -- Ich habe meine Meinung geändert. Es gibt tatsächlich Menschen, welche keine Gnade verdient haben und sich auch nach 30 Jahren Gefängnis nicht bessern werden.

  • @ AI Z
    Vielleicht hilft ein kurzer Blick auf diese Graphik. Drei mal so viele 'sonstige Todesursachen' als Unfälle bei Männern. Fünf mal so viel bei Frauen.
    Wieviele Suizide unter 'sonstige Todesursachen' fallen, geht nicht aus der Darstellung hervor, aber meine persönliche Statistik plus Bauchgefühl lassen mich annehmen, daß @Ankh da schon im realistischen Bereich liegt mit seiner Aussage.


    @ qaLa
    Und gut & böse sind nunmal unsere Konstrukte
    Haargenau, und setze noch einen drauf: Sie sind unsere Superkraft, unsere Aufgabe, unsere Besonderheit... OK, das waren drei, aber es sollte halt dick&deutlich werden :)
    (womöglich meintest du ja das? oder hast du dich doch auf die Welt bezogen?..).
    Sowohl als auch. Selbst der Meter, das Atommodell oder tödliche Aspirin sind Konstrukte.
    das ist aber nicht weiter schlimm, solange sie funktionieren. Klar ist Statik besser geeignet beim Hausbau als Runen-Steine legen. Beim Feng Shui wird allerdings beides verknüpft, was den Hinweis auf die Funktionalität gemischter Modelle/Konstrukte liefert.
    Sie sind existent, weil wir ihnen eine Bedeutug beimessen, real existent im Sinne von heiligen Richtlinen sind sie eher unwahrscheinlich, ich bin jedenfalls bereit das Risiko einzugehen dies am bittersten Endpunkt festzustellen, das ist das Tolle am Agnostizismus - man weiß es einfach nicht, das heißt nur nicht, dass man brain var = 0 vom Stapel lässt und apathisch wie ein Zombie durch den Tag wandelt.
    Ebenfalls haargenau, und der 'bitterste Endpunkt' ist halt der, an dem die heilige Kuh geschlachtet oder gar die eigene Haut nicht verkauft sondern ans Kreuz genagelt wird.
    Agnostizismus hilft bei der Wahl der Modelle. Mit A kann man festellen, ob die Kuh wirklich heilig oder die Haut handelbar ist.


    "Ich habe einen schweren Fehler gemacht, der anderen großen Schaden zufügte."
    "Ich bereue nichts."


    "ich habe einen schweren Fehler gemacht, der mir selbst großen Schaden zufügte."
    "Ich bereue nichts"


    "Ich habe vorsätzlich andren Schaden zugefügt, um einen Vorteil für mich zu erlangen."
    "Ich bereue nichts."


    "Ich habe vorsätzlich andren Schaden zugefügt, um einen Vorteil für mich zu erlangen. Im Nachhinein habe ich gemerkt, der Vorteil war gar keiner."
    "Ich bereue nichts."


    "Ich habe unter großer Gefahr und großen Opfern anderen einen Vorteil verschafft."
    "Ich bereue nichts."


    "Ich habe unter großer Gefahr und großen Opfern, also mir zum Nachteil, anderen einen Vorteil verschafft. Im Nachhinein habe ich gemerkt, daß der Vorteil ein Nachteil war."
    "Ich bereue nichts."


    So, qaLa, welche der "Ich bereue nichts"e meinst du jetzt. Tatsächlich alle? Ließ man mal im Wiki den Eintrag über Reue.
    Mein Eindruck ist eher der, daß du als rationalisiert vorsätzlich reueloser Zeitgenosse leichter genau zu dem werden könntest, was du zu verhindern suchst, nämlich zum Riesenproblem für den Rest zu werden.


    @ Ayva
    Deine Ängste sind möglicherweise deine Superkraft, so du sie sortieren kannst.
    Angst erzeugt Vorsicht, was wohl eine unverzichtbare Überlebenskompetenz darstellt. Mutig zu handeln ohne das Vorhandensein von Angst, steht der Dummheit sehr nahe.
    Hingegen ist das mutig Handeln trotz Angst eine Komponente von Heldenhaftigkeit.
    Da wir mit Angsgründen nur so überschüttet werden, obwohl das Alltagsleben so sicher aufgestellt ist, wie wahrscheinlich nicht allzu häufig sonst in der Historie, ist ein erstaunliches Phänomen. @Aki zeichnet es ja nachvollziehbar auf, wobei noch etliche andere Alltagsängste (Um die Kinder oder sonstige Lieben, Alters- oder Gesundheitsvorsorge, der Punk/Nazi/Hippie/Rocker von gegenüber usw) und Phobien (Mäuse, Geister, Allergene usw) als weitere Dauerbelastung dazukommen.
    Denen einerseits mit angemessener Vorsicht zu begegnen, sich aber andererseits nicht wuschig machen zu lassen, ist schon nicht ganz einfach. Hier dürfte Medienkompetenz und gezielte selektive Wahrnehmung hilfreich sein. Dieser Terrorismus-Quatsch oder "Europa verfällt in Krieg" oder "Die Weltwirtschaft bricht zusammen und die Zombies kommen dann aus den Gräbern" und so (Meteoriten, Aliens, Supervulkan), das kannst du in die Tonne drücken.
    Und wenn man erstmal los sortiert hat, wird's automatisch leichter. :)

  • Breivik hat "sein" Manifest an verschiedene Rechtsextreme geschickt. Das findet sich schon irgendwie mit Google...

    Ich bin der Geist der stets verneint,
    Der Böses will und Gutes meint.
    Und das mit Recht, denn alles was entsteht
    Ist wert, dass es zugrunde geht
    Denn besser wär's, dass nichts entstünde,
    So ist denn alles was Ihr Sünde,
    Zerstörung, kurz das Böse nennt,
    Mein eigentliches Element.

  • Bei fast sieben Milliarden Menschen gibt es dann halt immer auch mal welche, in welche man sich nur schwerlich rein versetzen kann und die auch nicht wirklich kompatibel sind,
    einsperren + Sicherheitsverwahrung würde ich da schon begrüßen.
    Letztere weil das Ausmaß der Verfehlung einfach zu massiv war, um da eine Wiederholung zu riskieren, ich bin da durchaus für Opferschutz vor Täterrehabilitation. Aber eine Gesellschaft sollte sich schon auch an Spielregeln halten und keinen Abwärtswettbewerb in Sachen Unmenschlichkeit annehmen.

    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde


    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks


    Trollchen auf youtube und trollchen.com

  • Wo?! Dachte das ist nicht veröffentlicht.


    Hau in Google einfach "2083 -A european declaration of indepence" und du wirst schnell auf das PDF stoßen. Ich habe es auch angefangen durchzulesen aber kann nicht sagen, dass ich auch nur einen Überblick über den Inhalt habe, immerhin sind's über 1.500 Seiten an Text. Doch ich würde Trollchen zustimmen, Breivik in Sicherheitsverwahrung zu belassen. Weshalb? Nun, man schickt Personen doch, wie ich es sehe, aus drei Gründen ins Gefägnis: 1) um den Betroffenen ein Gefühl von Rache zu gestatten, 2) um die Gesellschaft vor dem Täter zu schützen und 3) um den Täter zu rehabilitieren. Der wichtigste Punkt ist wohl der Dritter und da scheint mir Breivik anders gelagert zu sein; er hat ja keinen "Fehler" begangen sondern aus absoluter Überzeugung gehandelt. Ließt man sein Manifest so wird klar, dass es absolut von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt war. Wie groß ist da die Chance auf eine Besserung? Jemand der aus Habgier gemordet hat kann womöglich Reue empfinden aber jemand der aus ideologischen Gründen einen erklärten Feind getötet hat - wie groß ist da die Wahrscheinlichkeit?


    Natürlich ist's möglich, ist schon seltsameres passiert. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Überzeugungstäter ein Manifest von über 1.500 Seiten verfasst und dann gemäß dem Inhalt dieses Manifests handelt, nach Jahren auf den Trichter kommt, dass er'n Fehler begang - nun, es ist nicht so wahrscheinlich.

  • Sollte "was seltsames" passieren, kann man den bestimmt auch bei verhängter Strafe inkl. Sicherheitsverwahrung noch begnadigen

    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde


    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks


    Trollchen auf youtube und trollchen.com

  • Mir erscheint das insgesamt sehr sehr irrational, bei einer Haftstrafe, die über die Dauer einer Generation währen wird, bereits vor Antritt derselben über das Danach zu spekulieren.
    Das Ausmaß des Schreckens der (Un)Tat macht mir diese Irrationalität durchaus plausibel. Dennoch sollte man sich in auf Rationalität fokussierten Zeiten wohl eher nicht auf unreflektierten Irrationalismus einlassen, um in der Verwirrung dem Chaos nicht noch einen draufzusetzen.
    Vielleicht ist es zielführender, das Scheitern des modernen Konzeptes mit Grundwerten, FDGO und Menschenrechten und so offen zu akzeptieren? dann kann man sich in Ruhe, das neue Konzept aussuchen. Konstitutionelle Oligarchie mit Menschenrechten für wenige und Willkürherrschaft für de Massen ist vielleicht doch gar nicht so schlecht, wenn der aktuelle Kram so lausig funktioniert... und eigentlich von den Massen abgelehnt wird?


    Da müßte man doch -sozusagen abschließend- offen und vernünftig drüber diskutieren können oder nicht?

  • Da müßte man doch -sozusagen abschließend- offen und vernünftig drüber diskutieren können oder nicht?


    Auch wenn deine Rhetorik die Antwort nicht hören will, eigentlich: Ja.


    Zumindest wenn man den Fall auf Deutschland überträgt hat mein ein Problem, dass darin liegt, dass ein gewisser Prozentsatz in der Bevölkerung sich mit Thesen wie von Thilo Sarrazin identifizieren kann und die politisch Rechte Zuwachs erhält. Das Problem ist, dass diese Personen grundsätzlich aus der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen werden - verfassungsfeindlich, undemokratisch, etc. sind da die Vorwürfe die wohl auch zutreffen mögen. Bloß ist dies doch völlig egal? Gibt doch den schönen Ausspruch, "Sei deinen Freunden nah aber deinen Feinden noch näher" - anstatt Rechtspopulisten und etwaige Gruppierungen also an den gesellschaftlichen Rand zu drängen, wo sich kaum jemand mit ihnen auseinandersetzt, wäre es doch sinnvoller, tatsächlich einen offenen Dialog zu führen.


    Gehört zur Demokratie eben, sich auch mit den Plagegeistern rumzuschlagen. Sofern man sich seiner eigenen Werte und Ansichten sicher ist, sollte es ja schließlich kein Problem sein, sein Gegenüber in den Boden diskutieren zu können. Fakt ist, dass Rechtspopulisten gut Bürgerstimmen für sich gewinnen können und damit muss man sich Auseinandersetzung, anstatt diese Gruppierungen in die Schmuddelkiste zu stecken und dann solange zu ignorieren, bis es mal knallt. Keine Ahnung wie in Norwegen mit extremen Ansichten umgegangen wird; ich hoffe mal nicht wie in Deutschland, wo solche Gruppen eben auf Abstand gehalten werden.



    Ich hab' die Äußerungen solcher Parteien wie der NPD oder DVU lieber kommentiert als unkommentiert gesehen - aber für'n Kommentar, muss man sich eben auch mit ihnen auseinandersetzen.