Sprachen Lernen leicht gemacht

  • Aye, Dialekt. Danke.


    Du meinst also tatsächlich, dass ein Engländer der perfektes Hochdeutsch lernt aber dabei noch einen Hauch englischen Akzent drin hat 'schlechter' Deutsch spricht als ein Bayer/Berliner/Wiener, bloß weil die Muttersprachler sind? Das ist.. skurril.

  • Aye, Dialekt. Danke.


    Du meinst also tatsächlich, dass ein Engländer der perfektes Hochdeutsch lernt aber dabei noch einen Hauch englischen Akzent drin hat 'schlechter' Deutsch spricht als ein Bayer/Berliner/Wiener, bloß weil die Muttersprachler sind? Das ist.. skurril.


    Weshalb skurril? Bayrisch ist ein deutscher Dialekt, ein englischer Akzent nun aber eben nicht. Ich will da nicht so sehr über richtig und falsch reden, das klingt zu verbohrt. Aber ja, im Prinzip schon - wenn jemand mit Akzent spricht, d.h. seine Muttersprache durchkommt, würde ich dies als schlechteres Deutsch erachten als jemand der einen deutschen Dialekt spricht.


    Naja gut. Wie's auch sei.

  • untertitelte originalfilme sind eine sehr gute variante, sobald man ein basislevel hat. statt einem auslands aufenthalt kannst du dich auch mit spaniern in deutschland anfreunden (besonders praktisch wäre ein arragement bei dem du ihm deutsch und er dir spanisch bei bringt). englischkenntnisse kann man tatsächlich sehr gut über den PC verbessern. für spanisch könntest du wohl spiele auf spanisch stellen, oder spanische websiten/foren besuchen (beim forum kann man sich natürlich nicht sicher sein das alles korrekt ist). chatpartner in spanien könnten im zweifelsfall auch helfen, wobei du natürlich jemmanden finden müsstest, der tatsächlich vernünftige rechtschreibung nutzt


    zur diskussion um aussprache muss ich doch mal hinzufügen, das sie unter akzent fällt, während regionale unterschiede dialekte sind. es gibt keinen richtigen dialekt, nur das normative oxford english (amerika, australien etc. haben soweit ich weiss keinen eigenen, als normative angesehenen, dialekt. abgesehen davon sind dialekte und akzente nicht falsch. sondern akzeptierte variationen der sprache. hartes beispiel: indisches englisch ist doch recht schwer zu verstehen, aber ein akzeptierter dialekt (im gegensatz zum deutschen englisch. das ist einfach nur akzent jedes einzelnen)


    die argumentationslinie aki yoshiwaka führt, kann doch allein all der "amerikanisch-englischen" wörter garnicht stimmen. candy und sweets sind beide richtig, man muss nur wissen welches wort man in welchem land verwendet. denn in england gibt es kein "candy" :wink:

  • Aber ja, im Prinzip schon - wenn jemand mit Akzent spricht, d.h. seine Muttersprache durchkommt, würde ich dies als schlechteres Deutsch erachten als jemand der einen deutschen Dialekt spricht.


    Was ist mit Leuten, die *nur* den Dialekt wirklich sprechen können, die ein Aussenstehender wirklich kaum versteht (weil den Dialektsprechern gern mal die "normalen" Vokabeln diverser Begriffe fehlen und zudem eben die Aussprache so sehr an den Dialekt gewohnt ist), aber kaum Hochdeutsch hinkriegen?


    (Ja, das gibt es häufiger als man denkt.)



    Sorry, aber ich kann das so nicht nachvollziehen - N Akzent ist ja was anderes als n Dialekt, bei dem halt Vokabeln und gern auch mal Grammatik anders ist.


    Insofern würd ich das Deutsch bspw eines Russen oder Engländers, der alle Vokabeln kann und dessen Grammatik perfekt ist, dem man aber die Herkunft am Akzent anhört, als beser ansehen als das bspw eines Bayern/Schwaben/Pfälzers/Sachen/Plattdeutschsprechers), der halt neben dem Akzent auch noch seine eigenen Vokabeln und Grammatik mit rein nimmt.


    (Kurze Anekdote dazu: Bei nem Referat wurde vom Professor ne Mitstudentin unterbrochen und drum gebeten, bitte in Hochdeutsch zu sprechen. War ziemlich peinlich und die Dame war recht konsterniert. Grund: Stammte aus dem tiefsten Schwaben (zumal noch aus ner Gegend, die wiederum ihre ganz eigene Sprachvariation hatte) und *konnte* es nicht anders, sie hat sich dann bemüht, aber das schwäbische Drang immer noch sehr stark durch. Gut, der Prof wurde hinterher nochmal drauf angesprochen und entschuldigte sich.).


    Ich mein - Was ist der Bezugspunkt? Recht haste, wenn man "besser Deutsch sprechen" auf *irgendeine*Variante der Deutschen sprache bezieht, allerdings ists dann so ne Sache, da sich die DIalekte ja durchaus bis zur Unverständlichkeit unterscheiden (Stichwort Bayer versus Plattsprecher).
    Bezogen auf Hochdeutsch (oder wie auch immer mans nennen will, dass was halt gemeinhin gesprochen und geschrieben wird) ist der Akzentsprecher näher dran als der Dialektsprecher. Und was ist eigentlich mit Leuten, die Akzent- und DIalektfrei sprechen, die aber - warumauchimmer, ob sies nicht können oder nicht wollen - nur einen begrenzten aktiven Wortschatz nutzen?


    Speaking of Russen:
    Kurze Frage aus eigenem Interesse an den TE (oder sonstige Leute, die Russisch/Polnisch/etc als Muttersprache haben):


    Mir wurde mal erklärt, dass Osteuropäer, wenn sie Deutsch sprechen, deswegen so ne hart klingende Aussprache haben, weils in den entsprechenden Sprachen (vor allem eben auch Russisch) so aussieht, dass die jeweiligen Buchstaben im Alphabet IMMER gleich ausgesprochen werden und ggf halt für anders klingende Laute (zB langes oder kurzes A) nen anderes Zeichen verwendet wird. Stimmt das?

  • Quote


    Mir wurde mal erklärt, dass Osteuropäer, wenn sie Deutsch sprechen, deswegen so ne hart klingende Aussprache haben, weils in den entsprechenden Sprachen (vor allem eben auch Russisch) so aussieht, dass die jeweiligen Buchstaben im Alphabet IMMER gleich ausgesprochen werden und ggf halt für anders klingende Laute (zB langes oder kurzes A) nen anderes Zeichen verwendet wird. Stimmt das?


    Also wenn ich das richtig verstanden hab kann ich dazu sagen: Ja sollte die Begründung sein, wir haben im Russischen extra Zeichen(buchstaben) für die entsprechende Harte bzw weiche Betonung(Dwördnej Znak und Mjechkei Znak, was so viel heißt wie hartes Zeichen und weiches Zeichen).
    Im deutschen gibts das ja nicht, jedoch ist mir nie aufgefallen das Russen "eine hart klingende Aussprache haben" liegt vielleicht daran das ich selbst vielleicht solch einen Akzent habe...aber normal brauchen die Leute die mich neu kennenlernen erst eine Zeit um festzustellen das ich auch Russisch spreche.

    GW1 Ing: Van Striker


    GW2 Ing: Van Alessio


    "Ich glaube nicht, dass jemand anderes in dieser Position getan hätte, was ich gemacht habe, aber wer weiß? Es gibt dort draußen einige harte Kerle." Lesnar Pausiert, "Aber ich bin immer noch der härteste Mistkerl".

  • das hat wohl eher damit zu tun, das gewisse deutsche laute in anderen sprachen nicht/selten vorkommen (und natürlich genau andersrum). die zunge ist daher im zweifelsfall nicht darin trainiert diesen laut so auszusprechen wie muttersprachler das von kind auf gelert haben. gehört zum gebiet der fonetik, welche beim lernen von sprachen meist vernachlässigt wird (auch zurecht, da es nicht immer zwingend notwenig ist. das gehört halt zum feinschliff).


    manchmal gibt es auch 2 sehr änliche laute, welche der fremdsprachler garnicht richtig unterscheiden kann (spanier haben zum beispiel grosse probleme mit dem v, da sie diesen laut genau gleich wie das b aussprechen. beim spanisch lernen begehen ausländer hingegen meist den fehler das v wie ein w auszusprechen. selbst katalanen sind davor nicht sicher, da sie das v auch wie w aussprechen).


    russisch und deutsch sind noch dazu sehr verschieden und nutzen daher natürlich weitaus mehr unterschiedliche laute als z.b. deutsch und englisch, da beide germanische sprachen sind (und daher die gleichen ursprungslaute teilen)


    das erklärt auch warum das englisch der inder so verschieden ist, da sie es nicht von kind auf mit der typischen englischen fonetik aufgewachsen sind. für inder klingt deren englisch total normal


    gleiches gilt für mich, ich spreche englisch und spanisch sehr gut, höre wenig unterschiede zwischen meiner aussprache und der von anderen, die registrieren aber einen akzent (auch wenn die spanier ihn aus irgendeinem grund marrokanern zuordnen :D)

  • vll. zuerst ein klärendes Gespräch mit der Lehrerin führen, dass sie dich demotiviert und auf diese und weitere Stunden vorbereiten damit sie sieht, dass du eigentlich lernen willst. :)


    Das finde ich ein gute Idee. Wenn du der Lehrerin erklärst wie es dir in dieser Situation geht und was du nicht alles machst dann kann sie dich besser verstehen und hat vielleicht auch Nachsicht. Du kannst aber auch mal versuchen bei einer der Schülersprachreisen England mit zumachen vielleicht wird dein Englisch dann besser und dann ist es auch leichter mit der Motivation.

  • Das finde ich ein gute Idee. Wenn du der Lehrerin erklärst wie es dir in dieser Situation geht und was du nicht alles machst dann kann sie dich besser verstehen und hat vielleicht auch Nachsicht. Du kannst aber auch mal versuchen bei einer der Schülersprachreisen England mit zumachen vielleicht wird dein Englisch dann besser und dann ist es auch leichter mit der Motivation.


    Ich hab mit ihr darüber gesprochen...
    Aber die Lehrer sind doch eh nie schuld.

    GW1 Ing: Van Striker


    GW2 Ing: Van Alessio


    "Ich glaube nicht, dass jemand anderes in dieser Position getan hätte, was ich gemacht habe, aber wer weiß? Es gibt dort draußen einige harte Kerle." Lesnar Pausiert, "Aber ich bin immer noch der härteste Mistkerl".

  • Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir, wie auch schon andere, empfehlen Bücher in der Fremdsprache zu lesen.
    Dafür brauchst du zwar schon ordentliche Grundkenntnisse, aber wenn du ein vernünftiges Sprachgefühl hast, kannst du auch einen Roman lesen, ohne jede einzelne Vokabel zu kennen - den Sinn muss man sich anfangs mehr zusammendichten als alles andere. Ist vielleicht nervig (und anstrengend), so ein ganzes Buch mit mehreren 100 Seiten durchzulesen, aber genau dadurch lernst du die Sprache ja.
    Ich will ja nicht behaupten, dass das bei allen klappen muss, aber ich hab mir locker 50% meiner Englischkenntnisse dadurch angeeignet, dass ich mir die Harry Potter-Reihe 5 mal auf Englisch durchgelesen habe. Das würde ich mir heute zwar auch nicht mehr antun, aber hey, es hat funktioniert und sich damals nicht wie lernen sondern wie Freizeit angefühlt.. was für Lern-Hasser (wie mich) natürlich top ist.

  • Filme in der entsprechenden Sprache schauen hilft dir ziemlich viel, wenn du schon einen gewissen Grundwortschatz hast. Ich empfehle, gerade am Anfang, Untertitel in der entsprechenden Sprache hinzuzuschalten, dann versteht man es leichter und weiß, wie man die Wörter schreibt.


    Das selbe gilt für Bücher.


    Ich persönlich empfinde Filme in der originalsprache(meist Englisch) einfach viel besser. Ich muss zwar nicht mehr Englisch lernen, schaue mir aber trotzdem die Filme wenn möglich auf Englisch an.


    Außerdem kannst du zB Guild Wars auf Spanisch in Schrift und Sprache stellen.

  • Gerade bei Filmen hat man aber ab und zu wirklich das Problem, dass man das Genuschel nicht versteht - da gibt es welche, die leicht zugänglich sind aber auch solche, an denen man verzweifeln könnte, das macht dann nicht wirklich Spaß (oder Sinn).
    Bei Büchern zwar auch so, dass es da Werke gibt, mit denen man sich übernehmen kann, aber bei Filmen hab ich seinerzeit doch den einen oder anderen VHS Streifen verschenkt, weil so gar nicht zugänglich für mich als Nichtmuttersprachler.

    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde


    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks


    Trollchen auf youtube und trollchen.com

  • Hi zusammen, ich finde Serien auch sehr gut, vor allem, wenn man wirklich Fan ist und sie schon auf Deutsch recht gut kennt, dann fällt es sehr leicht. Mit Scrubs ging es mir zum Beispiel so, die guck ich nur auf Englisch und das obwohl es immer noch medizinische Ausdrücke gibt etc, die man nicht versteht, das stört das Sehvergnügen aber kein bisschen! Und man kriegt einfach ein Gefühl für die Sprache und das Sprachdenken (nenn ich jetzt mal so), Satzaufbau....