Ist ProSieben zu weit gegangen? Popstars-Halbfinale

  • Die ganzen Arbeitslosen könnte man auch auf die Wirtschaftskrise, fortgeschrittene Technologisierung und Osterweiterung zurückführen. Aber ich glaub auch, dass die Leute einfach dümmer werden.

  • Naja, gibt zum Glück noch Sender, über die man nicht meckern braucht und die gutes Programm machen. Auch noch werbefrei. Was will man mehr?


    3Sat, arte, Phoenix, NDR, BR...


    Phoenix vielleicht noch, weil's eben ein Nachrichtensender ist genau wie N24 oder NTV. Aber den Rest schaltet man doch gar nicht erst ein wegen öde. Von wegen gutes Programm...


    Von mir aus können die Privatsender senden was sie wollen. Von mir aus auch morgen pleite gehen und nix mehr senden. Adios. Ich würde nix vermissen und mich höchstens über niedrigere Nutella-Preise freuen. Ist ja nicht so, als würden die Privaten "umsonst" senden.


    Noch so ein Kalauer. Dann würde der Werbeetat in Plakatwerbung und ähnliches gehen, was mir im Gegensatz zu Fernsehsendern mit guten Serien und Filmen überhaupt nichts brächte. Zu behaupten iwas würde ohne die privaten Sender billiger ist schlichtweg Augenwischerei.

    Yoda über's Motorradfahren: "The faster you ride, the harder to hit you are."


    "That man you were going to marry; if you could have just taken a hypo spray to make yourself stop loving him, so that it didn't hurt so much when you're away from him; would you have done that?" - Harry Kim about love, to Cpt. Janeway, after being stranded in the Delta Quadrant for 5 years

  • Ich fühle mich durch solche Sendungen nicht besonders unterhalten, deswegen schaue ich sie nicht. Ganz einfach.


    Passt doch. Ich sagte ja nicht, dass sich jeder Mensch durch solche Sendungen unterhalten fühlen muss (tue ich auch nicht), aber deswegen darf man doch nicht behaupten, dass solche Sendunden nur von Idioten geschaut werden und "verdummen".


    Der Prozentanteil der gebildeten Leute war sicher höher, ja.


    Sagst du einfach mal so? Soll das ein Witz sein? Schon alleine am Analaphabetismus kann man doch sehr deutlich sehen, dass genau das eben nicht der Fall war. Ganz im Gegenteil. Damals gab es sehr wenige hochgebildete und eine riesige Masse normaler Bürger, die weit weniger gebildet waren als der Durchschnittsdeutsche heute.


  • Sagst du einfach mal so? Soll das ein Witz sein? Schon alleine am Analaphabetismus kann man doch sehr deutlich sehen, dass genau das eben nicht der Fall war. Ganz im Gegenteil. Damals gab es sehr wenige hochgebildete und eine riesige Masse normaler Bürger, die weit weniger gebildet waren als der Durchschnittsdeutsche heute.


    Also das muss ich mal ganz stark in Frage stellen. Heute wissen die zwar hervorragend, wann wer mit wem gepoppt hat und wer welches Handy wann wo gekauft hat, aber nach der Lösung einer einfachen Mathefrage suchst du doch vergebens.


    Das sah vor zehn Jahren ganz anders aus.

  • Der allgemeine Bürger von vor 50 Jahren hätte die selbe Mathe-Aufgabe besser lösen können, als der durchschnittliche Bürger heute?


    Der durchschnittliche Bürger ist nicht das, was wir immer sehen, wenn irgendwelche Comedy-Shows Leuten auf der Straße einfache Fragen stellen, an denen sie zerbrechen. Das sind sehr selektierte Personen, die wir da sehen.


    Mit der Arbeitslosigkeit hat das sowieso mal garnichts zu tun, jeder der sich auch nur halbwegs mal mit unserem Wirtschaftssystem auseinander gesetzt hat, sollte wissen, dass das damit herzlich wenig zu tun hat.

  • Der allgemeine Bürger von vor 50 Jahren hätte die selbe Mathe-Aufgabe besser lösen können, als der durchschnittliche Bürger heute?


    Ja



    Der durchschnittliche Bürger ist nicht das, was wir immer sehen, wenn irgendwelche Comedy-Shows Leuten auf der Straße einfache Fragen stellen, an denen sie zerbrechen. Das sind sehr selektierte Personen, die wir da sehen.


    Jemals Nachhilfe gegeben?
    Jemals mit Lehrern gesprochen was man heute unterrichtet und was vor zehn Jahren?
    Jemals Eltern jammern hören, das Kind wäre nicht "dumm" (bzw. zu faul zum lernen, aber da bedingt dann das eine das andere) sondern der Stoff wäre zu schwer?
    Und nein, das ist kein Stereotyp aus der Großstadt, sondern tatsache vom Land, wo man sich idR mehr um die Kinder kümmert.



    Mit der Arbeitslosigkeit hat das sowieso mal garnichts zu tun, jeder der sich auch nur halbwegs mal mit unserem Wirtschaftssystem auseinander gesetzt hat, sollte wissen, dass das damit herzlich wenig zu tun hat.


    Habe ich mich jemals auf Arbeitslosigkeit bezogen? Nein, also..


    Aber trotzdem interessant dass man ohne Abitur praktisch verloren ist, wo doch alle viel gebildeter sind.

  • Ja


    Unsinn, wenn man solch eine Behauptung aufstellt, sollte man sie beweisen könne. Könnt ihr nicht.


    Jemals Nachhilfe gegeben?
    Jemals mit Lehrern gesprochen was man heute unterrichtet und was vor zehn Jahren?
    Jemals Eltern jammern hören, das Kind wäre nicht "dumm" (bzw. zu faul zum lernen, aber da bedingt dann das eine das andere) sondern der Stoff wäre zu schwer?
    Und nein, das ist kein Stereotyp aus der Großstadt, sondern tatsache vom Land, wo man sich idR mehr um die Kinder kümmert.


    Das ist doch Unsinn, erstens reden wir hier von 50 Jahren, zweitens ist es nicht sehr representativ, wenn man gerade die als Maßstab nimmt, die Nachhilfe benötigen und drittens ist auch hier kein einziger Fakt in dem Abschnitt.


    Habe ich mich jemals auf Arbeitslosigkeit bezogen? Nein, also..


    Habe ich das auf dich bezogen? Nein, also..


    Aber trotzdem interessant dass man ohne Abitur praktisch verloren ist, wo doch alle viel gebildeter sind.


    Hättest du mal im Wirtschaftsunterricht besser aufgepasst. Globalisierung, Technologisierung und steigender Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften bei gleichzeitig sinkendem Bedarf nach Niedrigqualifizierten Arbeitskräften. Sagt dir das was?


    Allein die Tatsache, dass heute weit mehr Menschen das Abitur haben als damals, sollte dir bei deiner These zu denken geben. Oder willst du mir jetzt weismachen, dass das heutige Abitur das Niveau des damaligen Hauptschulabschlusses hat?

  • naja man sollte unterscheiden beim niveau zwischen intelligentem vorbildmensch, der auch vorbildlich handelt.
    und dem intelligenten menschen die zwar viel wissen, können aber nicht unbedingt das sind was man als mustermensch bezeichnen würde (wobei ein mustermensch ja schon ein wiederspruch in sich wäre aber lassen wir diese haarspalterei).
    und dann gibts noch heutzutage leute die ein haufen wissen und auch je nach gebiet sehr intelligent sind jedoch einfach extrem theoretisch und von der realität abgehoben denken.
    die menschheit ist numal ein kessel buntes obs einem passt oder nicht.

  • Allein die Tatsache, dass heute weit mehr Menschen das Abitur haben als damals, sollte dir bei deiner These zu denken geben. Oder willst du mir jetzt weismachen, dass das heutige Abitur das Niveau des damaligen Hauptschulabschlusses hat?


    Das heutige Abitur ist so konzipiert, dass so gut wie alle die 5 Punkte schaffen, aber so gut wie keiner die 15. Im übrigen kannst du viele Arbeiten ohne Abitur vergessen, früher hat man oftmals keins gebraucht (frag mal deine Eltern :rolleyes:).

  • Es wird auch nahezu alles getan um Schüler daran zu hindern eine Klasse wiederholen zu müssen.(Ich erlebe das selbst oft genug an Mitschülern meiner Stufe....)


    Wird ja sogar öffentlich als neues Programm beworben die Prozentsätze der "Durchfaller" zu vermindern. Ob es allerdings richtig ist Leuten mit erheblichen Problemen in Alltagsmathe oder Sprachen wie Englisch den höchsten in Deutschland möglichen Abschluss zu geben, vermag ich nicht zu beurteilen.


    Ich will keine Partei ergreifen ob die Menschen vor 40-50 Jahren dümmer oder schlauer waren, aber ich bin mir relativ sicher, dass man mit Schulabschluss hier nicht argumentieren kann.


    Ps:Bisschen OT das ganze....
    Zum popstars-ding:Was die Sender mit der Sendung machen ist mir relativ egal, aber gegenüber den anwesenden Zuschauern im Studio finde ich das doch recht unverschämt.


    MfG

  • Das heutige Abitur ist so konzipiert, dass so gut wie alle die 5 Punkte schaffen, aber so gut wie keiner die 15. Im übrigen kannst du viele Arbeiten ohne Abitur vergessen, früher hat man oftmals keins gebraucht (frag mal deine Eltern :rolleyes:).


    Ist doch völlig nebensächlich, ob ich heute für bestimmte Berufe einen höheren Bildungsabschluss benötige. Fakt ist, dass heute mehr Menschen das Abitur machen. Und selbst wenn das Niveau des Abiturs nicht übermäßig hoch ist, nochmal: Willst du mir ernsthaft erzählen, dass das Niveau des heutigen Abiturs niedriger ist, als das des damaligen Hauptschulabschlusses? Oh, bitte.

  • Ist doch völlig nebensächlich, ob ich heute für bestimmte Berufe einen höheren Bildungsabschluss benötige. Fakt ist, dass heute mehr Menschen das Abitur machen. Und selbst wenn das Niveau des Abiturs nicht übermäßig hoch ist, nochmal: Willst du mir ernsthaft erzählen, dass das Niveau des heutigen Abiturs niedriger ist, als das des damaligen Hauptschulabschlusses? Oh, bitte.


    Und du willst mir ernsthaft erzählen das es heute mehr Leute mit einem guten Abschluss gibt als früher?(Vergleichbarer Abschluss)

  • Und du willst mir ernsthaft erzählen das es heute mehr Leute mit gutem Abschluss gibt als welche mit dem vergleichbarem Abschluss heute? Oh, Bitte.


    Ich hab mir den Satz jetzt 10 mal durchgelesen, aber irgendwie....:spec:


    Ich persönlich finde die These der allgemeinen Verblödung (ganz nach Murphy) gar nicht mal so abwegig...wobei es vermutlich sich um überhaupt keinen nenneswerten Prozess handelt und die Menschen heute vermutlich genauso verblödetet sind wie vor X Jahren (für 0 < X <= 500).
    Natürlich ist man als pessimistisch-narzisstischer Misanthrop auch immer gerne und schnell dabei solche Aussagen zu unterschreiben. :D


    @Cyph
    Null größer x größergleich 500?


    Hm ? Das steht da doch gar nicht............. :p

  • @Cyph
    Null größer x größergleich 500? Also wie das mathematisch funktionieren soll musst du mir mal erklären. Oder sollte das jetzt quasi ein Beweis für die These sein? :-P
    EDIT:
    Pfff... editieren gilt nicht.


    Das Problem bei solchen Betrachtungen ist ja, dass sich der Schulstoff im Laufe der Zeit stark ändert. Gehörte es früher zu wichtiger Bildung mindestens Latein zu sprechen ist das Fach heute eher ne Ausnahme, dafür wird Integralrechnung gelehrt. War früher jeder im Ackerbau bewandert ist es heute der Umgang mit Computern.
    Die Frage ist ja, würde man ein Kind von damals und eins von heute per Zeitreise bei der Geburt mit einander vertauschen, würden die dann intellektuell im jeweils anderen Zeitrahmen gleich gut klar kommen?
    Ich persönlich glaube ja, dass Integralrechnung und Computerbedienung intellektuell fordernder sind als Latein und Ackerbau. (Gut, Übersetzungen sind mir schon immer vergleichsweise leicht gefallen und die Unterrichtsstunden im Schulgarten sind nicht so unbedingt vergleichbar mit richtigem Ackerbau, in so fern keine vollkommen objektive Einschätzung. Aber wer hat schon vollkommen objektive Vergleichsmöglichkeiten.)
    Unzweifelhaft ist aber, dass der Anteil der Schulbesucher seit/mit Bismarck deutlich zugenommen hat, ebenso die Ausbildungsdauer. Wenn ich also heute mit ner auf die Schulbildungsthemen abgestimmten Frage auf die Straße gehe hab ich ne größere Chance jemanden zu finden der sie beantworten kann als das früher der Fall war. Wobei man da schon wieder das Problem hat, was man überhaupt "Bildung" nennen will. Der Ackerbau war halt früher relevanter, wurde aber eher daheim als in ner Schule gelehrt.


    Also 500 Jahre sind ein zu großer Zeitraum um's noch vergleichbar machen zu können. Selbst ein einzelnes Jahrhundert hat da wegen Weltkriegen und Regierungswechseln so seine Probleme mit der Vergleichbarkeit.

    Yoda über's Motorradfahren: "The faster you ride, the harder to hit you are."


    "That man you were going to marry; if you could have just taken a hypo spray to make yourself stop loving him, so that it didn't hurt so much when you're away from him; would you have done that?" - Harry Kim about love, to Cpt. Janeway, after being stranded in the Delta Quadrant for 5 years

  • mh wenn dann null kleiner x kleinergleich 500 was die werte jetzt darstellen sollen kp^^ die jahre vllt aber was bringen die bei der theso ohne parallel einen faktor der verdummung....


    Und du willst mir ernsthaft erzählen das es heute mehr Leute mit einem guten Abschluss gibt als früher?(Vergleichbarer Abschluss)


    du stellst die frage hier sowas von 2deutig ist ein guter abschluss hauptschule mit 1, schnitt realschule mit 1, schnitt und ein 1er abi?
    oder ein abi allgemein da es höher ist als die anderen abschlüsse.
    notenmäßig könnte man fast sagen sind die schnitte gesunken (wenn man den ab und an verzweifelnden lehrern glauben schenken darf.)
    aber es machen wohl mehr menschen (proportional zur gesamtbevölkerung) den höheren abschluss.