Politikthread


  • @Amok: Die Medien? "Skandale" gabs immer, fragt sich bloss wie sie transportiert und aufgebauscht werden. Pinot Grigio à €5 ...


    Irgendwer ließt den Stuss ja auch, ich finde die Schuldfrage ist da nicht so leicht auszumachen.

    Ing Gw2: Amok


    Für ein höheres Marketing Budget bei Anet, unterschreibe noch heute unsere Petition!!!

  • Die Politik der CDU ist doch völlig nebensächich. Die Leute wählen Merkel.


    In der Ruhe liegt die Kraft (die Politik der toten - ähm - ruhigen Hand),
    sie hat halt keine Skandale und vermag Krisen wie Helmut Kohl auszusitzen,
    das sind gefragte Nehmerqualitäten.


    Und wie auch bei Helmut Kohl ist der größte Trumpf, dass es keine wirklichen Gegenkandidaten gibt - wer läuft denn da auf ?


    Aber da der Handlungsspielraum der Regierung ohnehin gegen null geht...

    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde


    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks


    Trollchen auf youtube und trollchen.com

  • Irgendwer ließt den Stuss ja auch, ich finde die Schuldfrage ist da nicht so leicht auszumachen.


    Das stimmt schon, die Medien müssen ja auch auf die Nachfrage eingehen. Ist wohl so ähnlich wie mit dem Dschungelcamp, es wills jeweils keiner gesehen haben ...
    Am Ende freut sich die sabbernde Menge doch wieder, wenn sie Abends vor der Glotze feiern kann, weil rauskommt, dass Steinbrück bei seinem ersten Hausbesuch ausgerechnet zu einem Mitglied der SPD gefahren ist und einen Eierlikör mitgebracht hat. :D


    Merkel hat ja jetzt auch schon seit gefühlt ewigen Zeiten den Eurokrise-Bonus. Sie kann alles als "alternativlos" von Brüssel zugestellt verkaufen und die SPD muss es ja eig. abnicken, bleibt ihr de facto wirkl. kaum was anderes übrig. Die Rolle der politischen Opposition wird so zur Nullnummer.


    Und wie auch bei Helmut Kohl ist der größte Trumpf, dass es keine wirklichen Gegenkandidaten gibt - wer läuft denn da auf ?


    McAllister :diel:

    "Life is not an easy matter... You cannot live through it without falling into frustration and cynicism unless you have before you a great idea which raises you above personal misery, above weakness, above all kinds of perfidy and baseness." - Leo Trotzki

  • Inhaltlich stehen einige Parteien atm recht schlecht da. Da dann erstmal Inhalte liefern können, nachher feststellen müssen dass es sowieso nichts wird...ist immer schwerer und bringt weniger als einfach abzuwarten was kommt, ein zwei Testballons zu starten (von da Laie) und zur Not eine Kehrtwende hinzulegen. Der Wähler achtet doch nicht auf Inhalte...
    Gutenberg hat imho auch nicht gerade mit Inhalten begeistert, war dennoch populär.


    ausser man ist "Klientel" von denen, wie etwa Studi (Aufhebung von Studiengebühren) dann wählt man nat. rational gesehen die ... bringt ja wenigstens was. ;)


    öhöm...waren die FDP nicht die Spaßpartei, die mehr private Bildung sehen wollte. Gut betuchte Studenten freuen sich über mehr private unis, andere beklagen eine privatisierung der Bildung;)

  • Der Satz hat mich auch verwirrt. Gerade weil die einzigen beiden Bundesländer mit Studiengebühren Niedersachen und Bayern. In Niedersachsen werden die Studiengebühren bald abgeschafft, nachdem rotgrün die schwarzgelbe Regierung abgelöst hat und in Bayern ist es die FDP, die die Abschaffung der Studiengebühren blockiert.
    Aber dann habe ich den Satz noch 4 mal gelesen und dann verstanden, dass sich das von dir zitierte auf die anderen Parteien bezieht, nicht auf die FDP. :p

  • Was sollte man in Deutschland auch sonst wählen?^^
    Für die FPD hat man wohl zu wenig Geld, dass die einem was bringt und die anderen wollen einem bloss mehr wegnehmen ... ausser man ist "Klientel" von denen, wie etwa Studi (Aufhebung von Studiengebühren) dann wählt man nat. rational gesehen die ... bringt ja wenigstens was. ;)


    Wegnehmen ist ein fieses Wort. Ich würde sagen, "in andere Hände überreichen wo es auch gebraucht wird". Der Staat finanziert sich aus dem was seine Bürger erarbeiten, Steuererhebungen die einen Staat erst finanzierbar machen als "Wegnehmen" zu bezeichnenempfinde finde ich etwas verquer. Gemäß dem Fall, dass man in einem Staat leben möchte wo Bildung ein freies Gut ist - ich für meinen Teil möchte es jedenfalls - funktioniert dies nicht ohne, dass Staatsausgaben durch Steuereinkommen gedeckt werden. Gegen Steuersenkungen habe ich persönlich nichts aber dann doch an den Stellen wo es auch sinnvoll ist, etwa beim Mittelstand. Dass gerade dort aber die Steuer stets erhoben werden hat wenig mit Klientelpolitik mit Bezug nach Unten zu tun sondern mit Klientelpolitik nach oben; gerade dort, wo man eben Steuer erheben könnte ohne in irgendeine Art und Weise eine Beeinflussung des Lebensstils zu verursachen, wird nichts angerührt. Das ist eine Form von Klientelpolitik welche die meisten Parteien pflegen. Während es bei SPD, CDU und Co allerdings wohl daran liegt, dass sie nicht den Schneid haben ist es bei der FDP Programminhalt. Was man von beidem nun besser findet, sei mal dahingestellt.



    Die Gesellschaft ist nicht homogen, insofern ist jede Art der Politik die gezielt vorgeht in gewisserweise Klientelpolitik. Nun sehe ich aber wenig Negatives daran, eine Lobby für Sozialschwache zu veranstalten. Wohlhabendere Gesellschaftsgruppen haben genug Eigenkapitel um auf eigene Kappe Lobbyarbeit zu machen, in Medien und im Bundestag - da ist so'n wenig Klientelpolitik für die unteren Schichten auch mal nur'n notwendiger Ausgleich. Dass die Umverteilung allerdings i.d.R. von Mittel- zur Unterschicht stattfindet ist, nun, ja; ... dazu brauch man wenig zu sagen. Die Grundidee der FDP, Steuersekung, fand ich gar nicht blöde, nur das gerade dort Senkungen vorgenommen werden sollten wo es gar nichts zu senken gibt verstehe ich bis heute nicht. Ne' ernsthafte Steuer auf Finanzeinkommen und Schulbücher könnten in Schulen sogar kostenlos sein - und das in einem "Bildungsland", no shit! - aber da sind wir wieder bei dem Thema: wer hat schon die Eier dazu?!


    Das Studieren in einem Land ohne ernsthafte natürliche Rohstoffe eine naheliegende Notwendigkeit ist, nun, - wenn nicht Bildung, womit will man sonst Geld machen? Was anderes gibt es in Deutschland nicht, insofern sind die Köpfe der Menschen das höchste Gut und je mehr in den Köpfen los ist, desto besser kann es für den Staat nur sein, in vielerlei Hinsicht.


  • Aber dann habe ich den Satz noch 4 mal gelesen und dann verstanden, dass sich das von dir zitierte auf die anderen Parteien bezieht, nicht auf die FDP. :p


    mhh...da hast du wohl Recht.:D


    Mehr wegnehmen finde ich btw garnicht schlimm. Schlimm find ich eher wofür weggenommen wird. Subventionen von Dienstwagen usw finde ich dann doch arg fragwürdig.
    Wo man dann nachher bei der Rechnung landet, dass man mit einem Topeinkommen weniger Steuern zahlt als andere.
    Einen gewissen Service will ich ja auch haben - und bezahle gerne dafür.

  • Karlsruhe hat gesprochen


    Man beachte aber den konkreten Fall:

    Quote

    Dabei geht es um Fälle, in denen einer der beiden Partner ein Kind adoptiert hat und auch der andere Partner Adoptivmutter oder -vater werden möchte. Auch schwulen und lesbischen Lebenspartnern müsse in diesen Fällen eine Adoption möglich sein


    Quote

    Die Entscheidung betrifft nicht die Frage der gleichzeitigen, gemeinschaftlichen Adoption durch beide Lebenspartner. Auch hier gibt es Ungleichbehandlung: Ehepaare können gemeinsam Kinder adoptieren, Lebenspartner nicht. Ob diese Benachteiligung zulässig ist, ließen die Richter offen. Derzeit sind hierzu sind keine Verfahren in Karlsruhe anhängig.


    Ich finde es schon etwas bedauerlich, dass immer mehr in Karlsruhe repariert und entschieden werden muß, was man auch vorab mit etwas mehr Hirn und Blick auf das Grundgesetz hätte anders lösen können.


    Diese Blindheit beim Gesetze erlassen gefährdet langfristig ja auch die Gewaltenteilung ("Erst mal isses wirksam und wenn dann das Veto kommt ist das ja meist nicht rückwirkend und wir bessern halt nach...").

    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde


    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks


    Trollchen auf youtube und trollchen.com

  • ...
    Ich finde es schon etwas bedauerlich, dass immer mehr in Karlsruhe repariert und entschieden werden muß, was man auch vorab mit etwas mehr Hirn und Blick auf das Grundgesetz hätte anders lösen können.
    Diese Blindheit beim Gesetze erlassen gefährdet langfristig ja auch die Gewaltenteilung ("Erst mal isses wirksam und wenn dann das Veto kommt ist das ja meist nicht rückwirkend und wir bessern halt nach...").


    Yup. leider gängige Praxis seit Jahren. Aber macht ja nix, die Damen und Herren werden trotzdem wiedergewählt ! :ill:


    Die dahinter zum Teil steckende Mentalität wohl im Buch "EGO"mal ganz gut umschrieben. Habs selber aber noch nicht gelesen und Kritik gab´s natürlich kostenlos. :D
    http://www.welt.de/wirtschaft/…talismus-zu-wenig-zu.html



    Hurra! Auf nach Mali!
    http://www.zeit.de/politik/aus…undeswehr-soldaten-mandat


    Toll toll, mir ist so als obs da noch nicht mal ein UN-Mandat für gibt ... Wo bleibt unserer Aussenminister, der mal sagen könnte ohne Mandat der UN gibts nix ? Ach ne, ist ja verpöhnt inzwischen ... dergleichen AUssagen können einen ja (Kopf und Kragen) den Posten kosten ...


    http://www.sueddeutsche.de/pol…uppen-fuer-mali-1.1593518


    Schön, tolle Sache, das inzwischen ein nicht ganz unbefangenes Land wie Frankreich ein UN-Mandat für ein anderes Land beantragen kann, in welchem es gerade mal durchputzt ... . Erscheint mir ein bequemer Weg. :censored:


    "Das" wird da unten helfen und dauerhaften Frieden bringen ... :boggled: ...

    "Leichtsinnig sind die meisten bei der Erforschung der Wahrheit und geben sich mit den ersten besten Nachrichten zufrieden."
    "So viele Jahre auch vergehen mögen, die Natur des Menschen ändert sich nicht." Thukydides (454 v. Chr.; † wohl zwischen 399 v. Chr. und 396 v. Chr.)
    Gilde: Soul of Angel http://www.wartower.de/forum/showthread.php?t=1146805

  • Dauerhaften Frieden würde dort unten wohl nur ein Krieg, vergleichbar mit den Weltkriegen in Europa bringen. Dann wird das alles einmal gut durchgerüttelt und durchgeschüttelt. Klingt krank, aber ist im Hinblick auf die Zustände auf anderen Kontinenten vor den Weltkriegen vielleicht sogar vertretbar. Ob man das natürlich möchte, ist eine andere Frage. Südamerika hat sich ja auch irgendwie selbst aus der Scheiße rausgezogen, die Dimensionen sind aber in Afrika wohl doch noch andere. Definitiv müsste man den Kontinent wohl, herzlos aber wahr, mal ein paar Jahrzehnte sich selbst überlassen.
    Das ist wie mit dem Dorf und der Angel. Man kann dem Dorf noch so oft tonnenweise Fische hinschmeißen, irgendwann müssen sie eben lernen ihre eigene Angel zu bauen und damit selbst zu fischen. Dafür müsste man aber aufhören dort überhaupt Fisch hinzubringen. Sicherlich hieße das auch, sich vor der kolonialen Verantwortung zu drücken, aber das hat doch in den letzten 50 Jahren auch nicht geklappt. Die Opferzahlen sind jetzt schon so hoch, dass ein kontinentaler Krieg dort auch nicht verheerender wäre.
    Das einzig mehr oder weniger stabile Land neben Südafrika haben wir ja schon per Lufteinsatz zurück ins frühe 20. Jahrhundert gebombt, insofern ...

    Luthi Ewandiel © Squirrel Unit [nut]

    Ein vertrauter Geruch lag in der Meeresbrise, wie
    von Feuern, die in der Ferne brennen, mit einem
    Hauch von Zimt darin. So riecht, wie gelegentlich
    schon erwähnt, das Abenteuer.


    Das ist Liebe, verstehste? Wahre Liebe ist das, Mann.
    18 wird man eigentlich jeden Tag, aber GvG Quest ist nicht immer. Morgen ist Kodexarena, da können wir feiern. ~Pony

  • Niedersachsen ist jetzt rot-grün.
    /discuss


    Das einzig mehr oder weniger stabile Land neben Südafrika haben wir ja schon per Lufteinsatz zurück ins frühe 20. Jahrhundert gebombt, insofern ...

    Als „wir“ (Deutschland war ja überhaupt nicht beteiligt) das gemacht haben, war da von Stabilität nichts mehr zu sehen.


    Dauerhaften Frieden würde dort unten wohl nur ein Krieg, vergleichbar mit den Weltkriegen in Europa bringen. Dann wird das alles einmal gut durchgerüttelt und durchgeschüttelt.

    Aber wie soll denn überhaupt da unten so ein großer Krieg gehen? Ich sehe da keine Koalition, die in ihrer Stärke und ihrer räumlichen Stellung mit der des Deutschen Reiches (und seiner Verbündeten) vergleichbar ist und in dessen Stile mal eben einen Rundumschlag machen könnte. Die einzige zusammenhängende Gruppe in Afrika sind die Araber, aber die sind ja alle nur im Norden und kriegt, wie wir aus den Kriegen mit Israel wissen, mal absolut gar nichts auf die Reihe.

  • Ich denke eher, dass sie vllt mit der deutschen Kleinstaaterei mit all ihren Konflikten vergleichbar sind.
    Ebenso denke ich, dass die Risse innerhalb Dlands teilweise noch deutlich existent sind - und bei einer schlechteren wirtschaftlichen Lage durchaus ein Ost-West oder Süd-Nord Konflikt droht. Im moment sind die Risse halt durch ausreichend Geld gekittet, aber wenns einem schlecht geht wird der Sündenbock gesucht werden - und dafür eignen sich am besten "die da drüben" oder "die anderen" (immigranten usw).
    (deswegen sehe ich es eben auch als Vorteil an, wenn man sich als "eins" begreift)
    -->Mali und Co. bräuchten wachsenden Wohlstand, dann haben sie die Chance eine eigene Nation dauerhaft zu etablieren (dass man sich als Mali begreift und eben nicht als Tuareg, Songhai oder wasauchimmer). Sowas dauert ggf Jahrhunderte. Oder man lässt das ganze eskalieren, ein bisschen Vertreibung hier, ein bisschen ethnische Säuberung da und man hat nachher weniger durchmischte Gebiete die dann eigene Nationen werden können.

  • Solange die erste Welt denen das Zeugs, für dass in der dritten Welt Urwälder platt gemacht werden abkauft, werden die auch nicht selbständig sondern bleiben abhängig und es ist ja nicht so, als würden wir denen viel bringen, vielmehr tauschen und nehmen wir da erheblich was weg.

    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde


    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks


    Trollchen auf youtube und trollchen.com

  • Und wir hinterlassen ja durchaus verbrannte Erde. Angefangen bei der europäischen (auch deutschen) Fischereifangflotte die afrikanische Gewässer leerfischt über Öl und alles was mit dranhängt bis hin zu verschleudertem Trinkwasser für israelische Grapefruits. Vieles davon verschlechtert ja tatsächlich die Lage vor Ort - weil der lokale Fischer z.b. nichts mehr fängt und dann wirklich ohne alles dasteht.
    Eine faire Verteilung der Rohstoffe ohne ausbeutung will aber im westen wohl kaum einer. Ich auch nicht. So richtig Lust mich mit dem Spaten aufn Acker zu stellen um was zu beißen zu haben hab ich nämlich nicht. Dadrauf läufts aber mehr oder weniger hinaus. Alleine die moderne Mobilität mit eigenem PKW ist nicht für alle auf der Welt denkbar. Zumindest mit Verbrennern.
    Man sieht ja wie groß das Geschrei ist, wenn der Benzinpreis minimal steigt. Unsere Lebensweise ist im moment sehr stark darauf fixiert, dass wir Rohstoffe im Überfluss haben - einige Länder leiden darunter (andererseits mags hier und da tatsächlich für einen gewissen Wohlstand sorgen...Saudi arabien?).
    Langfristig wird man wohl davon abkommen müssen. Vllt findet man Wege um auch für die Welt genug Energie bereitstellen zu können. Vllt gibts künstliche Rohstoffe die dann die Rolle von Stahl usw übernehmen werden - ich vermute aber, dass Holz und Co. eine Renaissance vor sich haben.

  • ... Eine faire Verteilung der Rohstoffe ohne ausbeutung will aber im westen wohl kaum einer. Ich auch nicht. So richtig Lust mich mit dem Spaten aufn Acker zu stellen um was zu beißen zu haben hab ich nämlich nicht. ...


    So lange ein großer Teil der Bevölkerung diese und ähnliche Gedanken hegt, wird sich von innen heraus auch leider nichts ändern. So ists nunmal, traurig aber real.
    Es würde mich aber wahnsinnig freuen -und ich wäre sogar stolz darauf-, wenn ich bezüglich solcher "Ego-Gedanken" noch eine bewußte Änderung in der Einstellung der zumindest gebildeten Bevölkerung erleben dürfte. Bei der Ernährung bspw. gibts diesbezüglich in den letzten Jahren auch einen erfreulicheren Trend ... .


    ...Langfristig wird man wohl davon abkommen müssen. ...


    Wenn du das schon selber erkannt hast, wieso machst du dann den Schritt nicht? Hast du keine Kinder (oder andere Verpflichtengen/Ansprüche, in denen persönliche Verantwortung diesbezüglich gefragt ist)?
    Umverteilung (egal, welchen Namen du ihr gibst) funktioniert nunmal über einen Austausch. In der Regel sollte der Mehrhabende dem Wenigerhabenden etwas geben. Leider ist die Moral diesbezüglich derzeitig wohl etwas verkommen. Und nein, ich zähle mich nicht zu den Bedürftigen oder Wenigerhabenden ... .



    @Politik und Wirtschaft:
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/…winn-article10163711.html


    Omg, jetzt bin ich voll traurig. Stand doch in der letzten Preiserhöhung für meine Wohngebäudeversicherung eindeutig, dass sie (mal) wieder die Preise erhöhen müssen, um (etwa 10% mehr) um die viel zu hohen Schäden, die im Geschäftsjahr angefallen waren überhaupt ausgleichen zu können.
    Verstehe ich nicht. Haben die etwa geschwindelt oder können die nicht rechnen ?


    PS: letzterer Absatz war (da das es nicht extra gekennzeichnet war) "ein wenig" ironisch ...

    "Leichtsinnig sind die meisten bei der Erforschung der Wahrheit und geben sich mit den ersten besten Nachrichten zufrieden."
    "So viele Jahre auch vergehen mögen, die Natur des Menschen ändert sich nicht." Thukydides (454 v. Chr.; † wohl zwischen 399 v. Chr. und 396 v. Chr.)
    Gilde: Soul of Angel http://www.wartower.de/forum/showthread.php?t=1146805

  • Es ist relativ offensichtlich, dass man für die Weltbervölkerung keine Zentralheizung via Öl/Gas bereitstellen werden kann.
    Ebenso werden niemals alle PKW fahren können. Selbst bei häufigeren Rohstoffen wie Stahl dürfte es zu einem Mangel kommen.
    In letzter Konsequenz heißt das, dass wenn man nicht mit der Axt in den Wald ziehen will und da eine eigene Hütte bauen und von Jagd und Ackerbau leben will unser aktuelles Leben nicht sonderlich "nachhaltig" sein kann.
    Langfristig werden die Energiepreise/Rohstoffpreise wohl steigen. Vllt hat man bis dahin eine wirkliche Alternative. Oder man läuft halt von Bremen nach Hamburg statt sich in den PKW zu setzen - so weit isses ja nun auch nicht.

  • FFreak
    Deiner Aussage, wir müssten alle wir in Hütten wohnen und aufm Acker arbeiten, wenn wir nicht ausbeuten würden sowie nachhaltig sein wollen, kann ich so nicht zustimmen.


    Die starke deutsche Wirtschaftleistung hängt vor allem von den großen Handelspartnern ab. Beispiele: Europa, USA, China etc.
    "Staaten" wie hingegen Somalia oder Mali sind unbedeutend für die Deutsche Wirtschaft. Deine Beispiele von legaler/illegaler Fischerei, Regenwaldabholzung für Palmöl, Wasserexporte via Grapefruits sind Fehlentwicklungen die es zu beheben gilt, aber deshalb alles zu verdammen (so nehme ich deinen Beitrag wahr) halte ich für genauso schlimm. Selbst der Verbraucher erkennt langsam, dass Lebensmittel die vom Mond kommen, wohl nicht das wahre sind. (hattest du ja auch erwähnt) Von daher, es besteht noch Hoffnung.


    Was den westlichen Lebensstandert angeht, nicht jeder auf der Welt braucht eine Heizung. Ich denke ein Großteil wäre schon froh, wenn sie genug Essen und Zugang zu sauberen Wasser hätten.
    Ersteres wäre ohne weiteres machbar, schließlich produzieren wir genug, letzteres wird schon schwieriger, aber auch das ließe sich lösen, wenn eben genau dieser Irrsin, wie in deinem Beispiel genannt, unterbunden wird und man den Länder hilft, eine Infrastruktur, angepasst auf die Bedürfnisse des Landes, zu errichten.
    Was die PKWs angeht, da sehe ich derzeit am wenigsten Fortschritt und da sehe ich auch Deutschland in der Pflicht vorzugehen und neue Mobilitätskonzepte auf den Tisch zu legen. Stattdessen werden weiterhin Straßen gebaut, mit der aberwitzigen Begründung um den Verkehr auf den vorhandenen Straßen zu entlasten. Ignoriert dabei wird, dass mehr Straßen zu mehr PKW Verkehr führt und dies ein Rückschritt darstellt.
    Als Städter sind für mich die externen Kosten des Autofahrens viel höher als deren Nutzen, wenn man auf dem Land lebt mag das anders aussehen, aber selbst da ließen sich sinnvollere Lösungen finden, als die One-Man Show im Auto.


    Aber ich komme vom Thema ab. Um auf deine Aussage zurückzukommen, jetzt stelle dir mal bitte vor, alle Deutschen ziehen in ihre Hütte und versorgen sich selbst. Nach 2-3 Jahren würde in Deutschland kein Baum mehr stehen und wir hätten Smog wie in Peking, von den Verteilungskämpfen um Lebensmittel mal ganz zu schweigen. Nachhaltigkeit kann so auf keinen Fall organisiert werden, dann importiere ich lieber weiterhin russisches Gas und Öl. Das dies nicht die optimal Lösung, ist steht außer Frage, aber in diesem Bereich entwickeln wir uns ja gerade weiter.

    Ing Gw2: Amok


    Für ein höheres Marketing Budget bei Anet, unterschreibe noch heute unsere Petition!!!

  • Das grundlegende Problem ist doch einfach, dass wir heutzutage dem Chinesen, Inder und Brasilianer sagen müssen: "Du kannst leider nicht so leben, wie wir das tun." Aber wie will man das diesen Menschen erklären und ist das denn gerecht?


    Dass jeder Chinese mit einem PKW rumfährt ist derzeit absolut ausgeschlossen, es geht schlicht nicht, weil die Ressourcen nicht vorhanden sind. Insofern kann man eig. nur hoffen, dass sich diese äusserst interessante Vorhersage bezüglich stagnierendem, weltweitem Bevölkerungswachstum bewahrheitet. Das würde zumindest in die Richtung das Problem beschränken.


    Ich bin auch nicht so optimistisch, wie Amok, dass wir uns in dem Bereich ja grad weiterentwickeln würden. Natürlich entwickeln wir uns weiter, allerdings bescheidener, als wohl möglich wäre. Wenn man beispielsweise in den 1960er Jahren Menschen gefragt hätte, wie denn die Welt im Jahre 2013 aussehen würde, wären wohl einige enttäuscht. Auch finde ich es interessant, mal darüber nachzudenken, wo denn eig. der technische Fortschritt am grössten war (grad in den letzten Jahren). Bei "Unterhaltungstechnologie", für die Menschen aus der ersten Welt. Zum Teil höchstens "pseudoinnovativ" mit kaum tatsächlichem Nutzen. Dafür werden Unsummen investiert, für ein Tablet, das vielleicht alles etwas schneller kann, als der Vorgänger.


    Oder man denke an den aktuellen Stand in der Raumfahrt ... wohl fast erbärmlich im Vergleich zu dem was sich von vielen erhofft wurde. :D


    Zwar etwas philosophischer Beitrag, aber lohnt schon sich mal darüber Gedanken zu machen. Die Frage ist auch, was man dagegen tun kann. Unternehmen über Planwirtschaft zu tats. "nützlicheren" Innovationen zu zwingen, kann wohl keine Lösung sein. Also bleibts wohl mal wieder am Staat hängen, oder am mündigen Konsumenten ...

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