Neferi und die Tränen

  • Huhu! *bow*
    So, ich möchte auch mal meine aller erste Geschichte vorstellen. =)
    Sie handelt von meiner in GW glaube bekannten Mönchin Nefertari Tuja und hat Gilden-technischen Hintergrund :cheerful:
    Ich hoffe sie gefällt euch etwas und für konstruktive Kritik bin ich gerne zu haben ;) :nod:
    Ach und ein großes Danke an Dylan, der so lieb war und kleine Fehler verbessert hat;)



    Neferi und die Tränen


    „Wach auf, Nefertari.“, hauchte ihr eine zarte, geheimnisvolle Stimme ins Ohr. Eine rötlich schimmernde Gestallt aus hellem und warmem Licht berührte sie sanft und strich ihr zart über die Wange.
    Neferi wurde es warm ums Herz und lächelnd schloss, das einst stille, nachdenkliche Mädchen die Augen. Erinnerungen strömten durch ihren Kopf, Erinnerungen aus den zehn Jahren ihres bisher kurzen Lebens.


    ~*+ Sie war immer ein stilles Mädchen gewesen, spielte nie oder sehr selten. Nefertari war eben anders. Viele andere Kinder, die sie kannte, spielten mit Holzschwertern oder Strohpuppen. Neferi jedoch verbrachte lieber die Zeit mit ihrer Mutter oder einigen alten Leuten im Dorf
    Familie Tuja war beliebt, ja, ohne Frage sogar sehr. Auch wenn sie Manche für seltsam hielten.
    Warum seltsam? – Nun, eine Frau, die sich selbst für eine Botin der Götter hielt, ein Vater, der den ganzen Tag Verschwörungstheorien gegen die Regierung ausheckte und ein Mädchen, das ihren Eltern nacheiferte, anstatt zu spielen war schon seltsam.
    Eine Botin der Götter in ihren Reihen hielten die Dorfbewohner jedoch für am undenkbarsten.
    Der einzige Grund, warum die Menschen im Dorf nur tuschelten und die Tujas nicht verstießen, war die herzensgute Art der Familie+*~


    Sowie ihr Leben an ihr vorbei zog kam ihr plötzlich der erschreckende Gedanke was hier eigentlich geschah. Ruckartig öffnete sie die Augen, doch als sie erneut die warme Gestalt erblickte verflog das Gefühl der Angst.
    Sie sah sich um. Auf ihrem Tisch lagen die vielen Bilder, die sie von Dwayna, ihrer Lieblingsgöttin, gekritzelt hatte. Doch was saß darüber?
    Die kleine Nefertari hatte so etwas noch nie zuvor gesehen, aber sie war sich sicher, dass es etwas besonderes war.


    Mit offenem Mund starrte sie das Tier an. Dieser Traum kam ihr so wirklich vor. War es vielleicht doch kein Traum? – Schließlich wurde sie doch auch eben geweckt….
    Immer noch starrte das zehnjährige Mädchen das Tier an. Der ganze Raum und auch ihr Gesicht leuchtete rot. Die Wärme, die von der Gestalt und dem Tier ausging lies die langen Locken ihres goldbraunen Haares wehen.
    Neferi setzte sich auf. Ihr Vertrauen und die Neugier lies sie ihren Finger nach dem Tier ausstrecken. Nun war ihr klar, was dort vor ihr auf dem Tisch saß.
    Ein wunderschöner Vogel mit rotgoldenen, flammenden Schwingen saß ihr gegenüber. Er öffnete seinen Schnabel.
    Neferi war sich sicher, dass er jeden Moment anfangen würde zu kreischen und daraufhin hielt sie sich die Ohren zu.
    Doch es geschah nicht. Stattdessen ertönte eine sanfte, beruhigende Melodie. Nefertari lachte begeistert. Ein Phoenix war in IHR Zimmer gekommen, um für SIE zu singen.
    „Unglaublich“, flüsterte sie leise.


    Neferis Lachen, die Wärme, das Licht und der Gesang verschmolzen ineinander und einige wundervolle Momente vergingen.


    „Nun,“ sagte die liebevolle Lichtergestalt. „Neferi, der heilige Phoenix und ich sind nicht umsonst hier!“. Sie schwieg und blickte Nefertari erwartungsvoll an. Den Kopf schief legend erwiderte sie ihren Blick nichts sagend.
    „Weißt du, wer wir sind?“ setzte die Gestalt erneut an und deutete nebenbei auf den Phoenix, der immer noch über ihren Zeichnungen saß.
    „Ne-ne-nein“, stotterte die Kleine.
    „Aber DAS ist doch ein Phoenix“, fügte sie hastig hinzu, während sie ihn begeistert angrinste.
    „Richtig, das ist Fortuna, der heilende Phoenix.“, lobte das Lichterwesen das kleine Mädchen und fuhr ihr durch das Haar.
    „Weißt du…“, fuhr sie fort. „…wir sind gekommen um dich um etwas zu bitten, wir haben eine Aufgabe für dich.“ „Was denn?“, platzte es aus ihr heraus.
    Die Gestalt lachte und der Phoenix, Fortuna, breitete kurz seine Schwingen aus.
    „Nicht so hastig!“, mahnte die Gestalt grinsend.
    Verlegen presste sich Nefertari die Hand vor den Mund und hauchte dann ein leises „’tschuldigung“ hervor.
    „Ach, das macht doch nichts, ich verstehe deine Neugier und Nervosität.“, entgegnete sie freundlich.
    „Aber jetzt hör gut zu, ja?!“, forderte sie nochmals auf, bevor sie fortfuhr. „Ich weiß, dass du viele Geschichten über den Phoenix und seine Tränen kennst. Und ja, sie sind wahr. Wie du siehst gibt es den Phoenix und ich bin eine Bewahrerin seiner heiligen, heilenden Tränen.“. Gespannt hörte Neferi zu, sie rieb sich die Augen, um sicher zu gehen, ob sie wirklich nicht schlief. - Und sie schlief nicht!
    „Manchmal kommt es vor, das wir neue Bewahrer suchen, die darauf Acht geben, dass es unserem Phoenix gut geht, seine Tränen nie versiegen und vor allem nicht missbraucht werden. Du bist auserwählt.“


    Eine lange Pause folgte, in der die warme Lichtergestalt Neferi prüfend ansah, ganz als ob sie erkennen wollte, ob die Kleine auch wirklich ihre Worte verstand.


    „Gut,“ sagte sie nickend nach einer Weile.
    „Möchtest du, Nefertari Tuja, eine Bewahrerin der heiligen Phoenixtränen werden?“.


    Schnell, begeistert von dieser Aufgabe, öffnete Neferi den Mund um zu antworten, doch ebenso schnell presste ihr das Lichterwesen den Finger auf die Lippen. Neferi verstummte so gleich. „Schh , du musst dir wirklich sicher sein, Kleines. Willigst du nicht ein wirst du alles, was heute Nacht geschah vergessen und dein Leben wird normal, wie immer und vielleicht harmloser verlaufen.
    Doch sagst du „Ja“ und wirst somit eine Bewahrerin hast du vielleicht ein spannenderes und schöneres Leben, als bisher, aber auch eines voller Gefahren. Du wirst für immer an diese Aufgabe gebunden sein, Liebes. Sei dir darüber im klarem.“.


    Nun schwieg die Person, die Melodie verstummte und Nefertari dachte nach…
    (Ein aufregendes Leben, vielleicht voller Gefahren…oder mein Leben wie bisher?) Sie grübelte eine Weile doch schließlich nickte sie entschlossen.
    „Ja, ich will eine große Bewahrerin sein. Soooo wie du!“. Sie lächelte stolz, während sie ihre Arme ausbreitete.
    „Ich werde eine Bewahrerin!!!“, schrie sie laut, jubelnd in Gedanken.


    Die Gestalt legte schützend einen Arm um sie.
    Plötzlich schwang sich der Phoenix in die Luft. Er flog über ihrem Kopf her und Neferi schaute ihn mit großen Augen an. „Schließe die Augen, kleine Bewahrerin.“, hörte sie es flüstern.
    Sie tat wie ihr geheißen und schloss die Augen.
    Ein Tropfen landete auf ihrer Stirn. – Fortuna hatte geweint und sie somit gesegnet.
    Nefertari wusste das, sie strahlte.
    Rotes Licht glitzerte rund um sie herum.
    „Schlaf jetzt, kleine Bewahrerin.“.
    ….Sie tat es so gleich und fiel sanft in ihr Kissen….

  • Hast du schön gemacht meine kleine Bewahrerin *stolz auf seine Offizierin ist*


    Rabenstein, der Name kommt mir bekannt vor...Tim?^^


    Aragorn Travia | Chantal Abendrot
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    Freya Deus Temperat | Angels White Pearl

  • Vielleicht darf auch ich ein paar Worte dazu schreiben:


    Formal wirkt deine Geschichte ziemlich glatt und die Worte wohlbedacht, ein einziges Mal habe ich kurz die Stirn gerunzelt: Als die Lichtgestalt auf den Plan trat, ich war durch ihr Erscheinen überrascht weil ich sie nicht in die Geschichte mit hereingelesen hatte - für mich waren nur der Phönix und Nefertari im Raum zugegen - aber das mag mein Fehler gewesen sein.


    Ein wenig sonderbar gehst du meiner Meinung nach auch mit der "Anonymität" der Lichtgestalt um, einmal beschreibst du sie als "die Gestalt", später dann gleich als vertraute "sie", aber das ist nur eine Belanglosigkeit - kaum erwähnenswert.


    Alles in allem wirkt deine Geschichte warm, gemütlich orange-rot und ein wenig geheim, so als dürfe man sie durch flüstern weiterzugeben ;) - das Ende finde ich ein klein wenig abrupt, vielleicht hätte da ein, ein etwas ausgeführterer, Einschub á la "Neferi musste noch lange über das eben Geschehene nachdenken bevor sie einschlief" besser auf mich gewirkt.




    [...] Ich hoffe sie gefällt euch etwas [...]


    Das tat sie wohl, deine Geschichte (ich hoffe das meine "Kritik" dasselbe bewirkt), Danke sehr und gute Nacht :cheerful: .

  • ...das Ende finde ich ein klein wenig abrupt, vielleicht hätte da ein, ein etwas ausgeführterer, Einschub á la "Neferi musste noch lange über das eben Geschehene nachdenken bevor sie einschlief" besser auf mich gewirkt...


    Dazu muss ich sagen, dort endet es noch lange nicht.. es stimmt zwar mit dem Ende, ja... Aber es ging schließlich allein darum wie die Kleine zur Bewahrerin wurde. Nun warum es noch lange nicht an dieser Stelle endet. Ganz einfach... Neferi ist mittlerweile Erwachsen, dazwischen ist viel passiert und es kommt noch viel. Diese kleine Story über Neferi baut auf einer kompletten Gildengeschichte auf. Ob der WT jemals diese Geschichte zu sehen bekommt, mal sehen. Ich werde mein bestes geben und auch Neferi wird sicherlich weiterhin schöne Einfälle haben und dies in Geschichten hier an euch weitergeben ;)


    MfG Aragorn


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  • Vielen Dank für die Kritik, Thisd ;)
    Hast völlig Recht, das Selbe sagt meine Mutter auch *g*:nod:
    Ich werde sie mir zu Herzen nehmen!
    Vielleicht werde ich die Gestalt in meinen weiteren Geschichten erklären...Wollte auch nicht zu viel vorweg nehmen.
    Wie Aragorn schon sagte, da kann noch viel kommen =)

  • beinahe schon muss ich mich etwas schämen, dass ich erst jetzt den Weg und die Zeit fand für diese Worte.

    Es wäre schön, ginge diese Geschichte weiter. Genauergesagt warte ich schon Ewigkeiten darauf und mich zerreisst es schier vor Spannung. bitte bitte bitte bitte schreib weiter!!!!!!

    - "Cry, 'Havoc!' and let slip the dogs of war", 3. Akt, 1. Szene / Antonius
    Mord rufen! Und des Krieges Hund entfesseln


    - "Cowards die many times before their deaths; the valiant never taste of death but once", 2. Akt, 2. Szene / Caesar
    Der Feige stirbt schon vielmal, eh er stirbt, die Tapfern kosten einmal nur den Tod

  • Aber bitte schick es mir erst bevor du es hier postes, sonst hab ich hinterher ein Prob bei meiner Geschichte, wenn die mal geschrieben ist, dass da irgendwas story-technisch auseinander läuft und nicht mehr passt. Ich denke aber, du hast eh die besseren Ideen *seine Luna mal knuddel* Brave kleine Ele du^^


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  • Hi ich muss sagen wenn man die geschichte anfängt zu lesen ist es wie in einem Roman inden man verfällt.


    ALSO VON MIR RESPEKT ich mit meinen 16 Jahren das heißt schon was ^^ ich spiele mehr als ich lese ^^



    Aber ich würde gerne eine weiterführung haben indem die Kleine Nefertari Tuja
    auch Abenteuer erlebt und Heranwechst ob sie getrennt von ihrer familie leben wird und so ist voll interessant kannst ja mal noch so 600 seiten schreiben wsp me dann ^^.