Ausblick auf das erste Quartal 2020

  • Arenanet gibt uns einen Ausblick auf das erste Quartal 2020!


    1.) Am 28. Januar startet die zweite Episode der Eisbrut-Saga. Damit haltenm die Entwickler den Wechsel zwischen neuer Episode und Festival aufrecht. Wir können uns wie schon angekündigt auf Drakkar freuen.



    2.) Das Mondneujahr startet unmittelbar nach dem Wintertag!

    „Das Mondneujahr ist das erste Fest im Jahr 2020 und beginnt unmittelbar nach dem Weihnachtsurlaub. In der Vergangenheit war das Fest kleiner, doch im kommenden Jahr werden wir die ersten Schritte unternehmen, um das Mondneujahr mit den anderen Feiertagen Tyrias in Einklang zu bringen.


    Zum ersten Mal erhält das Mondneujahr sein eigenes Waffenset sowie ein neues Rüstungsteil. Mit Glänzenden prächtigen Waffen könnt ihr den Grundstein für euren saisonalen Look legen. Die Waffen könnt ihr verdienen, indem ihr im Laufe des Fests eine Reihe täglicher Erfolge abschließt. Mit dem neuen Rüstungsteil knüpfen wir an einen Standard an, den die Feste im Jahr 2019 eingeführt haben. Ihr könnt das Rüstungsteil mithilfe des Metaerfolgs des Fests erhalten.

    3.) Das Wettkampf-Update!


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    „Bei der nächsten großen Änderung, die im PvP und WvW ansteht, handelt es sich um ein bedeutendes Spielbalance-Update. In den Foren und im wöchentlichen WvW-Stream haben wir bereits ein wenig über das Update gesprochen, dennoch möchte ich noch einmal erwähnen: Unser Hauptziel ist die Neubewertung des angestrebten Kräfteniveaus für Wettkampf-Spielmodi. Wir überarbeiten alle Fertigkeiten und Eigenschaften des Spiels, um sie in Einklang mit unseren Zielen zu bringen. Dieses Update ist ein großer Schritt in die Richtung, die wir einschlagen möchten, doch danach wird es sicherlich weitere Arbeit zu erledigen und weitere Probleme zu lösen geben. Das Spielbalance-Update ist zurzeit für das 1. Quartal 2020 vorgesehen, wenn alles nach Plan verläuft."

    4.) Visionen der Vergangenheit - die neue Story-Erfahrung

    Dieser Punkt lässt noch Fragen offen:

    Quote

    „Werft einen Blick in die Vergangenheit und erhaltet einen Eindruck vom Leben als Mitglied von Rylands Elite-Stahl-Trupp. Bewaffnet mit der besten Charr-Technologie begibt sich die Gruppe in tödliche Schneestürme und Zwergen-Ruinen und erkundet sogar die Düsterfels-Höhlen.


  • Aktuell könne sie die schnellere Schlagzahl bei Episoden einhalten. Spannend wird sein, was ab der dritten Epoisode passiert. Zu der haben wir noch keine Aussagen erhalten. Gibt es wieder ein Event im gemieteten Theater? Wohl eher nicht. Wir müssen eher auf die nächse Quartalsvorschau warten.


    Das neue Konzept "Visionen der Vergangenheit" könnte interessant werden. Wir waren ja auch schon einmal in Caithes Borke, um ihre Vergangenheit zu erleben.

  • Ich denke die Schlagzahl alleine ist wenig aussagekräftig. Wichtig ist auch, ob die Spieler mit den Inhalten mittel- und langfristig zufrieden sind, oder ob es "Einmal-Inhalte" sind. Bei der letzten Episode waren die Stimmen gemischt, gerade im Bezug auf den Umfang. Von dem was ich an Inhalt mitbekommen habe, scheint man durchaus eine gute Qualität abgeliefert zu haben. Dennoch sollten längerfristig beschäftigende Inhalte nicht vernachlässigt werden.


    Das überschaubare chinesische Neujahr zu erweitern halte ich für gut und richtig.


    WvW/PvP ist ein Nischeninhalt und das klingt auch eher nach Balancing-Update als "Spielinhalt" bzw. neue Spielziele auf die man hinspielen könnte.


    Persönlich würde mich am allermeisten Anets langfristige Planung interessieren. Noch eine LS? Erweiterung? GW3? Mobile Game?

  • Wir müsen sehen, wie Episode 2 wirklich ausgestaltet ist. Mit Drakkar kommt ja ein neuer Weltboss. Wie herausfordernd wird er sein? Bindet der Bosss viele Spieler für längere Zeit?


    Zu langfristigen Plänen werden wir wohl nichts erfahren. Es herrscht ja schon Schweigen darüber, was über Februar/März hinausgeht.

  • Arenanet ist der Meister in schweigen.Nur diesmal haben sie ein Spiel was an Wiederspielbarkeit mamgelt. Somit ist eine Kontentflaute mit einer größeren Abwanderung der Spieler verbunden als in Guild Wars 1.

    Da läuft was mächtig schief bei denen nur die wissen das ned. Einen Hard Mode oder PVP content sucht man wirklich vergebens. Fühlt sich für mich an wie ein Spiel welches man langsam sterben lässt.

  • Da läuft was mächtig schief bei denen nur die wissen das ned.

    Aus Spielersicht entwickelt sich das Spiel nicht gut. Wie sich das Spiel aus Arenanets Sicht entwickelt, wissen wir nicht. Möglicherweise ist das ja vorausgesehen und genau so eingeplant - schließlich gibt es jahrelange Erfahrungen mit vielen MMOs, wie sich Spielerzahlen und Einnahmen angesichts des Erweiterungs-, Pflege- und Updatezustands eines MMO langfristig entwickeln.


    Ich jedenfalls bin vor mittlerweile knapp 2 Jahren vor allem wegen des überhand nehmenden obligatorischen Grind ausgestiegen. In der Zeit seither hat sich das nicht verändert, und zusätzlich wird einem der Shop immer mehr reingedrückt, der zweite große Grund weshalb ich mich befremdet vom Spiel abgewendet habe. Da sich beide Aspekte eher noch verstärkt haben, sehe ich es so, dass die existierende Spielerschaft so lange wie nur möglich mit geringstem Entwicklungsaufwand an das Spiel gebunden werden soll, bei maximal zu erringenden Shop-Einnahmen mit Dingen, die keine Ergänzung meines Spielerlebnis bieten, sondern sogar betrügerisch sind (Lootboxen/Zufallsmechaniken). Das sind Mechaniken, die ich in Spielen grundsätzlich ablehne, weil sie nicht meinem Spielspaß dienen.


    Oder um es mit den Worten der Software-Entwicklung zu sagen: wenn du bemerkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.


    Meine Konsequenz: ich spiele nur noch Spiele ohne Shop/Micro-Transaktionen. Ich habe in GW2 gesehen, wie scheiße sowas ist, also nur noch Spiele ohne. Wenn es da keine neuen mehr ohne Shop gibt, dann kaufe ich eben keine neuen Spiele. Irgendwie muss man sich ja diesem Trend entgegenstellen, der in den letzten Jahren die Spiele immer mehr verseucht. Wenn ich ein Vollpreis-Spiel kaufe, dann will ich das Spiel komplett haben und keine verschlossenen Schlösser ingame vorfinden, die ich für Zusatzgeld freischalten kann. Ich habe es doch schon bezahlt! Das Schloss sehe ich als Betrug an.

  • Ich hab nix gegen Lootboxen und Glücksspiel. Ich kauf in GW2 lieber 3 Reittierlizenzen per Zufall für 400 und hab 3 Tiere als ein Garantierten für 1200. Mit Glück kriegt man viel mehr für seine 1200 und mit Pech hat man trotzdem 3 Skins. Lootboxen sind bei vielen Spielern sehr beliebt und werden nicht umsonst immer gut gekauft. Sieht man ja auch an den Reittierlizenzen sonst würde Anet nicht immer Neue bringen. Ich finde sowas gut um sich gerade in einem Fashion Spiel von anderen abzuheben. Lootdrops sind schon lange nicht mehr geil. Entweder muss man sie quasi gar nicht droppen lassen damit sie recht einzigartig bleiben oder sie droppen schon zu oft wodurch eigentlich jeder Zugriff darauf hat. Beides ist Mist. Auf der einen Seite hat man keine Chance es zu erfarmen und auf der anderen Seite kriegt man es hinterhergeworfen.


    Und um auch noch einmal auf die Spielerzahlen zurückzukommen. Die Shopumsätze sind recht gleichbleibend also kann es Anet egal sein um Spieler die nicht cashen abwandern. Ich glaube eh das GW2 das letzte große Anetspiel ist. Ich denke man plant mit GW2 noch ca. 5 Jahre um die Story zu beenden und dann wird es was gänzlich Neues geben oder Anet wird von NCSoft quasi aufgelöst. Ich glaube nicht, dass wir ein GW3 erleben werden.

  • Ich denke man plant mit GW2 noch ca. 5 Jahre um die Story zu beenden und dann wird es was gänzlich Neues geben oder Anet wird von NCSoft quasi aufgelöst. Ich glaube nicht, dass wir ein GW3 erleben werden.

    Das glaube ich weniger, weil damit eine Marke, Erfahrung und der westlichen Markt verloren ginge. Arena-Net hat strategischen Wert - mit guten finanzielle Ergebnissen.


    Anet verdient am Shop. Ein "GW3 2025" würde die Shopeeinnahmen riskieren. Arena-Net hat Eigeninteressen, die Mitarbeiter wollen ihre Arbeitsplätze erhalten. Man wird nicht tatenlos zusehen wie NC-Soft jährlich 100 Mitarbeiter rauswirft.


    Demnach gehe ich von neuen Titeln aus. Eigentlich hätte schon vor der Massenentlassung etwas auf dem Markt sein müssen. GW2s beschränkte Lebenserwartung war seit HoT abzusehen. Spätestens 2015 wird man ein neues Spiel entwickelt haben. Wenn Anet nicht alle 2 Monate alles über den Haufen geworfen hat, dann dürfte man auch recht fortgeschritten sein. So weite Projekte wird NCSoft wahrscheinlich nicht gecancelt haben. Vermutlich war man sehr weit hinter dem Zeitplan.


    PoF war ja als "zweites Addon" schon Ende 2015/anfang 2016 namenlos angekündigt. Eine neue GW2 Erweiterung ist bisher nicht bekannt. Ein bischen Milchmädchenrechnung:


    250 Mitarbeiter: Kosten ganz grob 25 Millionen Dollar.

    Benötigte Quartalsergebnisse ~= 6 Mio.

    Aktuell: 13 Mio, pro Quartal ~0,5 Schrumpfung. 7/0,5= 14 Quartale =3,5 Jahre.

    Das geht von weiterhin sehr stabilen Zahlen aus (unwahrscheinlich). Und von 100.000$ Umsatz pro Mitarbeiter - im Vergleich: im Schnitt ist revenue/employer in den USA wohl grob 170.000$, google sagt activision blizzard liegt deutlichst drüber. Dreieinhalb Jahre könnte also bereits optimistisch sein.


    Was mich an GW2 am meisten stört, ist der Mangel an casualtauglichen Gruppeninhalten und Teamplay. Normalerweise bilden sich um solche Inhalte Gruppe, Freundeslisten, Gilden. Ebenso gibt es einen recht hohen Wiederspielwert, schon alleine um Bekannten durch den Content zu helfen. GW2 scheint bei casual-Inhalten auf Solo-Einwegcontent zu setzen - und alles mit Wiederspielwert addressiert nur Hardcorespieler (raids). Während GW1 mit seinen Storymissionen, Quests, Zaishenmissionen, Hardmode eben auch den Casual motiviert hat Gruppeninhalte zu spielen. Der Anteil an Hardcorecontent (Elitemissionen wie UW/TdP) war ein Bruchteil des Gesamtcontents. Während man in GW1 grob einmal im Jahr eine neue Erweiterung mit vielen neuen Gruppen- und Soloinhalten bekam, steht der casual Gildenspieler in GW2 mit einem neuem 15 min Fraktal im Jahr da. Das reicht hinten und vorne nicht. Selbst Raidspieler, die ja immerhin ein Fraktal+ einen Raid pro Jahr bekommen beschweren sich - dabei stehen sie bereits ein Vielfaches besser da, als der Casual-Spieler. Zumal solche "Hardcorespieler" auch eher bereit sind denselben Content Woche für Woche zu wiederholen, zu "farmen". Während die meisten Casuals ein neues Fraktal eher so 3-5 spielen und dann ist gut. Normalerweise ist Content immer so aufgebaut, dass es eine große Menge an einfachen Content für die breite Masse an Spielern gibt. Und eben ein zwei Inhalte für Hardcorespieler. Also z.b. 20 Storymission, zwei Elitemissionen. Von 10 neuen Dungeons/Fraktalen pro Jahr (+1 raid pro Jahr) ist Anet aber weit entfernt. Demnach gibt es für Gilden wenig zu tun, Gilden- und Freundeskreise erodieren seit Jahren vor sich hin, es bilden sich wenig neue starke Communities. Mit dem starken Fokus auf Singleplayer-Inhalte hat GW2 die gleichen Probleme wie Singleplayer-Titel: sie sind ein zwei Jahre aktuell, aber nicht langfristig. Ein MMO braucht für den langjährigen Erfolg imho eine Community. Den Wettbewerb der Spieler miteinander, den Vergleich der Spieler untereinander, soziale Interaktion usw. So mancher loggt sich nur für die Gilde ein - und hört der Gildenleader auf zu spielen, sind gerne mal 20-50 Spieler plötzlich auch inaktiv. Sie wurden von der Gildencommunity im Spiel gehalten - das Spiel selber hat nur noch den Anlass, den Rahmen geliefert. Ohne Rahmen, ohne "Kristallisationspunkte" erodieren solche Communities oder entstehen garnicht erst.

    Für Titel die jahrelang Geld einspielen sollen sind solche langrfristigeren Bindungen imho enorm wichtig. So mancher Casual wurde über Gilde- oder Freundesliste tiefer ins Spiel gezogen und entwickelte sich zum Core- oder Hardcoregamer - während er normalerweise schon längst inaktiv geworden wäre. Für GW2 ist es natürlich zu spät noch was ändern zu wollen. Sinnig wäre wohl ein weiterer Titel, z.b. ein mobile Game. Dann kann GW2 sicherlich noch 3-4 Jahre nebenher mit reduzierter Teamgröße laufen, bevor es in den maintenance Mode geht und Anet ein GW3 oder ähnliches ankündigt.

  • Du siehst eine Perspektive für Arenanet, die über GW2 hinausgeht? Diese Perspektive ist mit den Entlassungen in Q2 2019 beerdigt worden und hat seinen Abschluss im Fortgang von Mike O'Brien gefunden. Das sieht man daran, dass die kreativen Designer gegangen sind, und die Information dass zwei ungenannte Projekte eingestellt worden sind. Das wäre das Spiel/die Spiele gewesen, das Arenanet nach GW2 gemacht hätte. Sei es GW3, sei es ein Mobil-Spiel, sei es etwas ganz anderes. Das ist gestoppt worden, und die dazugehörigen Entwickler wurden entlassen. Ende Gelände.


    Übrig geblieben ist die Betriebsmannschaft von GW2. Die wird das Spiel so lange betreiben, wie es ausreichend Gewinn abwirft. Dann wird GW2 heruntergefahren. Aus dem Grund wird die Betriebsmannschaft soviel wie möglich daran setzen, mit minimalem Aufwand so lange wie möglich am Ball zu bleiben und so viel Geld rauszuholen wie möglich, damit ihre Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die haben ja sogar angefangen, aus den verbliebenen GW1 Spielern noch was rauszuquetschen: plötzlich gibts für teuer Geld massig kleine Banktruhenerweiterungen, die es 12 Jahren lang nicht gab. Das ist der Geist der heutigen Shop-Orientierung: braucht man Geld, bringt man irgendwelche unsinnigen teuren Sachen in den Shop, und damit die Leute es kaufen, baut man zuvor ins Spiel Hindernisse ein, die der Spieler im Shop wegkaufen soll. Das nennt sich euphemistisch dann "Convenience". GW2 ist da ganz groß drin, GW1 ist zum Glück vorher designed worden und hat davon fast nichts. Erst kürzlich muss jemand auf die glorreiche Idee gekommen sein, den 12 Jahre alten Designfehler der zu geringen Lagerkapazität endlich doch mal in Geld umzuwandeln.


    Darüber hinausgehende wesentliche Weiterentwicklungen wird man aufgrund der Nichtmehrexistenz von Kreativen und Designern in GW2 nicht machen können. Die Leute gibt es schlicht nicht mehr, und mit Sicherheit auch keine entsprechenden Planstellen. Man wird mit den existierenden Tools und den existierenden Konzepten das Spiel im kleinen weiterbringen. Schließlich gehört zum Erstellen einer neuen Karte und der Ausgestaltung einer bereits skizzierten Storyline vor allem handwerkliche Fleißarbeit, aber keine kreative und visionäre Design-Arbeit, denn das ist in den vergangenen Jahren den entsprechenden Fleißarbeitern in Fleisch und Blut übergegangen. Die mäßige, handwerklich solide, aber fließbandmäßig produzierte Qualität der Spielerweiterungen seit PoF spricht dafür. Aber so was wirklich neues, was bisher noch nicht im Spiel ist, wird nicht mehr kommen.

    Auch kein neues Spiel. Es gibt kein Team dafür. Arenanet ist kein Entwicklungsstudio mehr, es ist zum Betreiber/Maintainer von GW2 geworden. Wenn man ein neues Spiel will, wird man ein neues Studio gründen. Das ist z.B. auch genau das, was Mike O'Brien getan hat.

  • Gefühlt jeder in der Guild Wars 1 Community wünscht sich ein Spiel welches einfach GW1 ist. Da wir alle wissen das das nicht möglich ist , frag ich mich doch warum keiner die Marktlücke sieht und dies versucht? Für GW2 wie "Alech "wunderschön beschrieben hat sind wohl alle Tage gezählt. Schade da hatte doch das Spiel soviel Potential. Wie seht ihr's ist Arenanet durch die ständige Anwerbung neuer Mitarbeiter zu seinem eigenen Fall gekommen?

  • Wie seht ihr's ist Arenanet durch die ständige Anwerbung neuer Mitarbeiter zu seinem eigenen Fall gekommen?

    Ich denke, da kommen viel mehr Faktoren zusammen.


    Eigentlich lief es doch für GW2 von Anfang an nicht gut. Was da 2012 nach 5 Jahren Entwicklung veröffentlicht wurde, hatte nicht nur nichts mit GW1 zu tun, es hatte auch nichts mit den Versprechungen zu tun, die während der Entwicklung gemacht wurden und war vor allem überhaupt nicht fertig.


    Die Community dann eine halbe Ewigkeit komplett zu ignorieren, weil man ein festes Ziel vor Augen hatte und diverse offensichtliche Fehlentscheidungen zu treffen, für die man die Meinung der Community gar nicht brauchen sollte (z.B. Housing), haben die Sache nicht besser gemacht. Lag es daran Patrick Wyatt und Jeff Strain da schon nicht mehr dabei waren? Wer weiß das schon.


    Dazu kommt, dass GW2 entwickelt wurde, als die Marktsituation noch eine ganz andere war. 2007 war gerade mal klar, dass die Leute nicht so auf monatliche Kosten stehen. Und dadurch, dass man ein MMO für Casuals entwickelt hat, hat man sich meiner Meinung nach auch selbst ein Stück weit in eine Sackgasse befördert, ohne das damals gewusst haben zu können. Man merkt doch ziemlich deutlich, dass GW2 eigentlich kein Spiel für Lootboxen und aggressive Monetarisierung ist. Dafür ist alles viel zu optional und die Spielinhalte zu kurzlebig.


    Was man auch nicht vergessen sollte, ist der Aufstieg der MOBAs, später der Battle Royales und letztlich des Mobile Gamings (allen voran Gacha Games). MMOs verschwinden langsam aber sicher wieder in der Nische, aus der sie damals zum Release von WoW gekommen sind.


    Das werden nicht alle Spiele und auch nicht alle Developer / Publisher überleben (Trion hat es ja - zum Glück - schon erwischt). Alles in Allem glaube ich, dass GW2 in keiner schlechteren Position ist als die meisten anderen MMO-Titel, die bis heute überlebt haben. Die befinden sich in ähnlichen Sackgassen und auch dort sieht es so aus, wie Silmar es für GW2 beschreibt; man versucht mit minimalem Aufwand alles aus bestehenden Marken heraus zu quetschen.


    Zu guter Letzt sind da dann auch noch ncsoft und diverse Investoren, deren Einflussnahme gerade im Rahmen der Monetarisierung ja durchaus für einige Kontroversen gesorgt haben. Hätte es also ausgerechnet für GW2 anders laufen können, wenn man andere Personalentscheidungen getroffen hätte? Ich glaube nicht. Dazu hätte man 2012 ein vollkommen anderes Produkt abliefern müssen.

  • Eigentlich lief es doch für GW2 von Anfang an nicht gut. Was da 2012 nach 5 Jahren Entwicklung veröffentlicht wurde, hatte nicht nur nichts mit GW1 zu tun, es hatte auch nichts mit den Versprechungen zu tun, die während der Entwicklung gemacht wurden und war vor allem überhaupt nicht fertig.

    Man muss GW2 schon als neues Spiel akzeptieren und nicht zwanghaft an allen GW1 Konzepten festhalten. Das schließt zwar Teile der alten Spielerschaft von GW1 aus, schließt aber wiederum neue Teile der weltweiten Gamer ein. Für diese, potentiell deutlich größere Kundschaft, hat man GW2 konzipiert.


    Aber es lief dennoch von Anfang an nicht gut, denn es wurden jahrelang sehr merkwürdige Funktionalitäten eingebaut und das Spiel in Richtungen entwickelt, die wenig mit dem konkreten Bedarf der Spielerschaft zu tun hatten. Hinterher kann man zwar immer leicht sagen: "ich habs schon immer gewusst", aber ich schwöre, bei diversen gescheiterten Sachen habe ich bereits bei Bekanntwerden nur "wtf" sagen und den Kopf schütteln können. Die Entwickler haben offensichtlich nicht gewusst, was die Bedürfnisse und Wünsche der Spieler sind, und das habe ich schon direkt bei Release der jeweiligen Funktionalität sagen können.

    Das alles hätte nie Produktion werden dürfen:

    • Traits nicht frei, sondern nur in Hauptstadt nach Bezahlen neu verteilen können (das hat man schon zu GW1 Zeiten falsch gemacht und nach einem halben Jahr in GW1 korrigiert!)
    • Einmalinhalte (LS1) (passt nicht in den Alltag der Spieler hinein: das Spiel muss der Freizeit der Spieler folgen, nicht die Freizeit der Spieler dem Spiel)
    • aufwendige Skins bereitstellen, aber keine Skin-Bibliothek. Geld für Skin-Wechsel verlangen. Und bis heute gibt es keine komfortable preview für Skins und Färbung, und schon gar keine Speicherung sich erarbeiteter Charakter-Designs (Kombinationen von Rüstung+Skin+Farbe) (bewirkt die Nichtnutzung von Skins, dadurch Verschwendung der Entwicklerressourcen, die in den Skins stecken)
    • überstarke Auswirkung von Ausrüstung auf die Kampfstärke (bewirkt sowohl zu schwache als auch zu starke Spieler->fehlender Spielerfolg->Frustration->Spielerschwund)
    • überstarke Auswirkung von Spieler-Können auf die Kampfstärke (bewirkt sowohl zu schwache als auch zu starke Spieler->fehlender Spielerfolg->Frustration->Spielerschwund)
    • keine spielintegrierte Möglichkeit, Builds auszutauschen (bewirkt zu schwache Spieler->fehlender Spielerfolg->Frustration->Spielerschwund)
    • 1 Jahr Entwicklung der China-Version und währenddessen Stagnation des existierenden Spiels, dadurch Spielerschwund anstatt Ausbau und Verbreiterung der Spielerbasis
    • Wiedereinführung des Grind mit HoT
    • Lootokalypse: Übermaß an nichtssagenden Beute-Drops, an deren Aufräumen man nur seine Zeit verschwendet, die aber wenig zum Spielerlebnis beiträgt. Motiviert durch das Kaufen-sollen im Shop von Convenience (mehr Speicherplätze). Dazu in der Frühzeit des Spiels das hinlaufen- und aufsammeln-müssen aller Beute, während die anderen längst weiter gerannt sind.
    • Versuch der horizontalen Progression durch Einführung von Beherrschungen, einer völlig gescheiterten Mechanik, die nichts anderes als Grind darstellt und das Spielerlebnis verschlechtert->Frustration->Spielerschwund

    Die Liste ist mit Sicherheit unvollständig, gerade in den Anfangsjahren habe ich so oft "wtf" gesagt, da kann ich mich gar nicht mehr an alles erinnern. Gerade die Sachen, die dann doch durch folgende Updates wieder in was akzeptables geändert wurden.


    Dort haben viel zu viele Designer lauter Kopfgeburten implementiert, aber auf die wirklichen Bedürfnisse der Spieler wurde zu wenig Wert gelegt. Design über Funktionalität: das Design, dass die Spieler zum Shop geführt werden sollen, und dass die Spieler so lange wie möglich mit Tätigkeiten im Spiel beschäftigt werden sollen überschattet die Bedürfnisse der Spieler deutlich. Diese interessiert direkt nach dem Kauf des Spiels der Shop erstmal überhaupt nicht, sondern sie wollen einfach nur spielen. Und sie wollen auch einfach nur spielen und nicht ihre Zeit mit irgendwas völlig bedeutungslosem wie dem Aufsammeln von 5-Kupfer-Schrottgegenständen verschwenden.


    GW1 hingegen ist an der Stelle vorbildlich: dort ist das wesentliche vorhanden, schnörkellos, und in genau der richtigen Menge.

  • Ich sehe auch absolut keine Perspektive mehr für Anet nach GW2. Mich würde es extrem wundern, wenn Anet noch irgentwas für nach GW2 hat.

    Gefühlt jeder in der Guild Wars 1 Community wünscht sich ein Spiel welches einfach GW1 ist. Da wir alle wissen das das nicht möglich ist , frag ich mich doch warum keiner die Marktlücke sieht und dies versucht?

    Weil das Konzept heute keinen Erfolg mehr hätte. GW1 existierte in einer Zeit, wo technische Limitierungen noch völlig normal waren. Dadurch entstand auch die ganze Spielwelt. Mit der Einführung von Nightfall hat man aber schon gemerkt, dass so langsam das Spiel überholt war. Das Spiel wurde auch immer einfacher und die Spielerzahlen sanken rapide. Durch den fehlenden Ingameshop konnte man zwischendrin auch keine Gewinne generieren. Die Spieler möchten heute dynamische Konzepte haben. Das es auf deine Reflexe und dein Können ankommt der Beste zu sein. Niemand möchte mehr am Boden kleben oder an unsichtbaren Kanten hängenbleiben. Außerdem werden Spiele heute für die breite Masse entwickelt und die sollten nach Möglichkeit so einfach sein, dass sie jeder schaffen kann. Zudem ist wie schon erwähnt das Zeitalter der MMOs vorbei. Egal ob du jetzt GW1 oder GW2 auf den Markt werfen würdest beides würde floppen.

    Eigentlich lief es doch für GW2 von Anfang an nicht gut.

    Kommt drauf an aus welcher Perspektive man es sieht. Sieht man es rein wirtschaftlich war es eine gute Entscheidung von GW1 auf GW2 zu wechseln. GW2 holt für sein Alter immernoch sehr gute Gewinne aus dem Shop. Betrachtet man es aus spielerischer Sicht so hat man mit GW2 sehr viel falsch gemacht. Zu oft hat man die Konzepte gewechselt. Man hat immernoch das Gefühl, dass GW2 bis heute nicht weiß, was es eigentlich sein soll. Als ob zu viele Leute da mit reingeredet haben. Hätte man von Anfang an das Konzept von GW2 weitergeführt und bestehende Inhalte ausgebaut, wäre es sicher noch besser gelaufen. Es hätte ja auch nichts dagegen gesprochen, wenn man trotzdem nebenbei Raids gebracht hätte. Aber nein Anet musste ja immer für neuen Content anderen Content opfern. Und das war der Fehler. So gab es bei allen Inhalten im Spiel immer ein hin und her ohne mal eine gerade Linie reinzubekommen. Trotz allem ist GW2 sicher kein Flop und hat denke ich die Erwartungen von Anet erfüllt.

  • Du siehst eine Perspektive für Arenanet, die über GW2 hinausgeht? Diese Perspektive ist mit den Entlassungen in Q2 2019 beerdigt worden und hat seinen Abschluss im Fortgang von Mike O'Brien gefunden. Das sieht man daran, dass die kreativen Designer gegangen sind, und die Information dass zwei ungenannte Projekte eingestellt worden sind.


    Übrig geblieben ist die Betriebsmannschaft von GW2.

    Ja, ich sehe eine Perspektive. Vermutlich weil ich die Ereignisse anders interpretiere:

    Für ein kleines Start-Up für Holzspielzeug musst du ein talentierter Holzbearbeiter sein, musst dein Produkt auf dem Wochenmarkt gut verkaufen. Bist du erfolgreich und zu einem 500 Mitarbeiter Mittelständler gewachsen, dann verlagern sich deine Tätigkeiten. Du stehst nicht mehr an der Werkbank und baust Holzspielzeug, du brauchst nun Management-Qualitäten.
    Gleiches gilt für Anet und O'Brien.


    Ich denke die Shitstürme, das Drama um Jessica Price - aber auch der mangelnde Content, falsche Fokussetzung (Wegwerfcontent der LS1, keine Gruppeninhalte, keine Quests, keine Rollen usw.) sind von Anets Mangement verschuldet. Gerade bei einem MMO sollte klar sein, dass man das Spiel über Jahre hinweg mit Content beliefern wird. Wie kann es sein, dass eine 4 Karten Erweiterung erscheint? Das spricht für mühsame Contenterstellung - einen Mangel an geeignete Tools usw.. Denn im Grunde kann jeder 12 Jährige mit geeigneten Tools eine Karte in zwei drei Stunden zusammenkleben (siehe Mapeditoren, siehe GW2 Gildenhallen-Dekorationen). Also irgendwas läuft bei Anet schief.


    Während GW2 erfolgreich am Markt ist (Produktlebenszyklus) hätte man natürlich zur Diversifikation einen weiteren Titel entwicklen und releasen können/sollen. Warum aber mehrere Titel aufeinmal? Das erscheint mir dämlich - und offenbar auch NCSOFT. Es wäre doch schon schwer genug überhaupt einen Titel nebenher erfolgreich an den Markt zu bringen. Mit fünf Baustellen aufeinmal wird man doch nie fertig.


    Vor längerer Zeit (~2016) gabs die Aussage, dass grob 100-150 Devs an dem laufen Spielbetrieb/LS werkeln. Da die Teamgröße von Anet aber immer noch 250 sind, dürften wohl 100-200 Mitarbeiter nicht an der GW2 LS sitzen. Ich gehe davon aus, dass NCSOFT nicht alle "Nebenprodukte" eingestellt hat, sondern nur "die meisten". Wahrscheinlich gibt es noch einen weiteren Titel der in der Entwicklung ist, während 50-100 Leute GW2 am Leben halten. Anet hat auch weiterhin Stellenausschreibungen offen. z.B. aktuell: https://boards.greenhouse.io/arenanet/jobs/1988141

    Siehe einmal die Formulierung "GW2 and beyond" und dazu unreal 4 engine? Unreal 4 nimmt laut offen zugänglichen Quellen 5% vom Umsatz. Für Großkunden gibts natürlich andere Preise, aber dennoch ... für ein uralt Titel?


    Die Truhenerweiterung für GW1 kam afaik knapp vor den Entlassungen.



    Man muss GW2 schon als neues Spiel akzeptieren und nicht zwanghaft an allen GW1 Konzepten festhalten. Das schließt zwar Teile der alten Spielerschaft von GW1 aus, schließt aber wiederum neue Teile der weltweiten Gamer ein. Für diese, potentiell deutlich größere Kundschaft, hat man GW2 konzipiert.

    Jaein. Man hätte GW2 nicht so bewerben dürfen, wie Anet es tat. Dadurch wurden zwangsläufig Spieler enttäuscht, denen ein "Guild Wars 2 takes everything you love about Guild Wars 1" versprochen wurde. Schon durch die Namenswahl wurde ein Guild Wars 2.0 suggeriert und kein "Tyria Dragon Wars". Ein paar Anpassungen sind durchaus vertretbar, aber im Grunde hat GW1 mehr mit Serious Sam gemeinsam als mit GW2. Es war schon ein ziemlicher Umbruch von einem strategischen, teamorientierten coop-Game hin zu einem open world solo-action-RPG.

  • Da ich den vorhergehenden Post nicht groß umeditieren möchte bin ich mal so frech und mache einen Doppelpost. Man möge es mir verzeihen.

    Weil das Konzept heute keinen Erfolg mehr hätte. GW1 existierte in einer Zeit, wo technische Limitierungen noch völlig normal waren. [....] Die Spieler möchten heute dynamische Konzepte haben. Das es auf deine Reflexe und dein Können ankommt der Beste zu sein. [....]Außerdem werden Spiele heute für die breite Masse entwickelt und die sollten nach Möglichkeit so einfach sein, dass sie jeder schaffen kann. Zudem ist wie schon erwähnt das Zeitalter der MMOs vorbei.

    Ich halte das für einen Trugschluss. Es hat schon immer eher action-orientierte Spiele gegeben, wie z.b. Quake 3. Statt dieser schnellen, reflex- und könnenbasierten Spiele sehen wir nun aber im Ego-Shooter Segment eher strategischere, langsamere Shooter wie z.b. Battlefield. Soll heißen: dynamisches Gameplay ist nicht neu. Das gibts seit Pong. Ebenso gibts auch seit immer Strategie-Titel. Es ist lediglich eine Frage der persönlichen Vorliebe. Gerade im RPG Bereich haben z.b. rundenbasierte Spiele bis heute überlebt. Während man in Morrowind bereits 2002 das Schwert selber schwingen musste, so kann man im moderneren Dragon Age die Kämpfe per Leertaste pausieren, um in aller Ruhe seine Auswahl zu treffen.


    Es gibt weiterhin eine Masse an MMOs. Selbst Titel wie Lotro scheinen noch zu leben und Contentupdates zu erhalten. Final Fantasy scheint gut zu laufen. MMos sind aber sicherlich "hardcore-Titel" und die Masse an Spielern war nie Hardcore - sondern immer casual, zumindest seitdem die Grafik halbwegs gefällig ist. Siehe die Sims. Titel wie UT/CS etc. haben auch nie die Casualgamer lange binden können. Vllt Warcraft 3 mit seinem Towerdefence etc. Mods.


    Eine breite Masse scheint man mit eher strategischen Titeln durchaus erreichen zu können. Beispielsweise erfordert MTG Arena nicht gerade viel motorisches Geschick und bietet als Trading Card Game auch wenig Action. Hearthstone wird es wohl ähnlich gehen. GW1 hat mit seinem "Build-Decks" ja durchaus einen ähnlichen, aber actionreicheren Ansatz verfolgt gehabt. Technische Limitierungen von damals (z.b. das fehlende springen) sind nichts, was das GW1 Spielprinzip definiert hat. Im Grunde hätte man das GW1 Gameplay durchaus mit dem GW2 Movement-System kombinieren können.

  • Zitat von Sharyn

    "Eigentlich lief es doch für GW2 von Anfang an nicht gut."


    Für GW2 oder die Spieler?


    Man muss sich doch nur mal die News und Kommentare hier vor, während und nach dem Release von GW2 ansehen. Der WT dürfte so ziemlich das einzige Forum sein, welche diese noch zur Verfügung hat, oder? Was wurde den GW Fans nicht alles versprochen, von wegen "ihr werdet alles in GW2 vorfinden was ihr in GW geliebt habt" (so oder so ähnlich), nur um den Verkauf über die bestehende GW-Community und Fans zu puschen. Meiner Meinung nach hatte Anet bei GW2 schon immer die Strategie, die Sehnsüchte der GW-Spieler in Vorankündigungen vollmundig auszunutzen um sie dann in der Realtiät nicht einzuhalten. Irgendwann hat man eben auch den letzten GW Fan verprellt. Nachdem man die bestehenden GW-Fans für einen guten Start von GW2 ausreichend verbraucht und verbrannt hatte, ging man über andere Clientel zu suchen, erst mit dem Aufbau einer neuen Fanbase dann schielte man rüber nach Asien. Beides ist gescheitert, von einer Fanbase und Community wie in GW kann man in GW2 nur träumen und auch vom Chinageschäft habe ich schon ewig nichts mehr gehört.


    Mit HoT kam der nächste große Wurf. Erst sollten wir das Add-On zum Vollpreis kaufen, dann folgte eine Grind- und Farmspirale welche nur den Sinn hatte den Shop noch weiter in den Mittelpunkt des Spiels zu stellen. Heute werden wohl bei Neuerungen erstmal die Shopitems erstellt und danach der Content drum herum kreiert. Die lebendige Welt Episoden, jetzt heißt das ja Saga, haben inhaltlich einen Wiederspielwert bis die passenden Items dazu im Shop nicht mehr gekauft werden. Um nichts anderes geht es nur noch, rauspressen von den Spielern was noch geht, bevor wirtschaftlich endgültig die Lichter ausgehen.


    Aufgrund der Entlassungen und dem Gebaren von Anet, gehe ich nicht davon aus, dass die ein neues heißes Eisen in der Entwicklung haben. Ich vermute mal ganz stark, nachdem GW2 sein Soll erreicht hat bzw. der Shop nicht mehr genügend abwirft, wird Anet in NC-Soft endgültig aufgehen.

  • "ihr werdet alles in GW2 vorfinden was ihr in GW geliebt habt" (so oder so ähnlich)

    Das ist reines Marketing-Sprech und so unspezifisch wie möglich gehalten, damit jeder Spieler seine persönliche Vorliebe, wieso er GW1 so gern spielt, auf GW2 projiziert. Das ist natürlich für jeden Spieler was anderes, und so ein Versprechen kann natürlich in seiner Gesamtheit niemals von einem anderen Spiel gehalten werden. In solche Sätze darf man kein Gewicht legen.

  • Was wurde den GW Fans nicht alles versprochen, von wegen "ihr werdet alles in GW2 vorfinden was ihr in GW geliebt habt" (so oder so ähnlich),

    Das ist einfach nur PR. Das ist so als wenn du glaubst, dass du im Supermarkt jedes Produkt auf der höchsten Qualität zum günstigsten Preis bekommst. Gutgläubigkeit wird selten belohnt.

    nur um den Verkauf über die bestehende GW-Community und Fans zu puschen. Meiner Meinung nach hatte Anet bei GW2 schon immer die Strategie, die Sehnsüchte der GW-Spieler in Vorankündigungen vollmundig auszunutzen um sie dann in der Realtiät nicht einzuhalten. Irgendwann hat man eben auch den letzten GW Fan verprellt. Nachdem man die bestehenden GW-Fans für einen guten Start von GW2 ausreichend verbraucht und verbrannt hatte, ging man über andere Clientel zu suchen, erst mit dem Aufbau einer neuen Fanbase dann schielte man rüber nach Asien. Beides ist gescheitert, von einer Fanbase und Community wie in GW kann man in GW2 nur träumen und auch vom Chinageschäft habe ich schon ewig nichts mehr gehört.

    Totaler Blödsinn. GW2 trägt sich komplett selbst durch die Shopverkäufe. Das Hauptspiel und die Add Ons haben selbst kaum was an Gewinn gebracht. Deshalb hat man jetzt zur Eisbrut Saga auch kein neues Add On gebracht. Ich kenne auch nach wie vor genug GW1 Spieler die GW2 spielen. GW2 ist weitaus erfolgreicher als GW1 und das am Ende kein WoW 2.0 daraus wird war zu erwarten. Wenn in deinen Augen GW2 ein Flop ist oder gescheitert was war dann GW1 mit weitaus weniger Gewinnen? Auch das mit der Fanbase und der Community ist totaler Blödsinn. Ich leite seit GW1 eine Gilde und bis heute ist es nicht anders als in GW1. Da spricht echt nur der blanke Hate aus dir raus. Und ja GW2 hat auch viele Fehler gemacht. Aber welches Spiel macht das nicht? Auch GW1 hat viele Fehler gemacht vor allem als es mit Nightfall losging. Die Helden waren der grösste Müll den Anet je entwickeln konnte dadurch wurde GW1 auch größtenteils zum Solo Game.

    Um nichts anderes geht es nur noch, rauspressen von den Spielern was noch geht, bevor wirtschaftlich endgültig die Lichter ausgehen.

    Das mag sogar stimmen. Aber es ist auch nicht schlecht, wenn irgendwann mal etwas zu Ende geht. Allerdings sinkt der Umsatz von GW2 so langsam, dass es mit Sicherheit noch ausreichen wird bis die Geschichte von GW2 zuende ist. Es sind ja auch nur noch 3 Drachen was man in maximal 3-5 Jahren beenden kann. Und am Ende des Tages wird man sicherlich zufrieden sein, dass sich GW2 so lange auf einem stabilen Niveau gehalten hat. Was danach dann mit Anet passiert wird man sehen.

  • Wo gibts denn noch Communities in GW2? WvW und Raids.

    Wo sind denn all die deutschsprachigen Webseiten die selber Guides zu AP, JPs usw. veröffentlichen? Gibt da doch nur eine.

    Um nur mal an der Oberfläche zu kratzen...


    Normalerweise entwickelt jede Gilde gelegentlich mal eigene Builds, schreibt eigene Guides für Raidbosse, JPs oder ähnliches. Wo sind denn all die Gildenwebseiten die solche Inhalte online haben. Es gibt so ein paar Raidgilden, eine Fraktalgilde und noch ein paar WvW Gilden die sich um sowas kümmern. Das sind ein paar der wenigen communitybildenden Inhalte in GW2. Solchen Gildencontent wird oft auch nach außen getragen - siehe z.b. Raidgilden, die öffentlich Builds zur Verfügung stellen.


    Wirklich aktiv ist nur noch reddit und auch da gibts kaum eine echte Community, ist eher ein unzusammenhängenden Haufen.


    Dulfy usw. sind doch alles Einzelkämpferprojekte, keine Communities. Das steht und fällt mit einer Person. Heiratet diese Person, bekommt Kinder, einen neuen Job, verliert die Lust, verunfallt oder passiert sonstwas sind diese Projekte eingestellt. Da gibts dann niemanden, der diese Projekte weiterführt (siehe Dulfy). Es ist auch eine Irrsinns-Arbeit. Während es in einer Community reicht, wenn für 20 JP zwanzig verschiedene User je einen Guide schreiben. Fällt einer aus findet sich schon wer neues, solange die Community selber noch groß genug ist.


    Die paar Nischen in denen GW2 noch Rest-Communities hat (z.b. WvW und Raids) leiden unter dem Content-Mangel und so manche (siehe z.b. EU GW2Community) haben auch schon den Hut geschmissen.


    Und soviele aktive Gilden, in denen sich die Mitglieder zumindest oberflächich gegenseitig kennen und auch miteinander spielen (und nicht nur für Gildenmissionen) gibts in GW2 auch nicht. Gefühlt sind 50% der Gilden Raid- oder WvW Gilden. Ein wichtiges Merkmal einer Community ist doch, dass es auch Bindungen untereinander gibt. Und z.b. wenn der Gildenleader ausfällt der Offi mit seinem Freundeskreis weiterhin aktiv bleibt. One-Man shows sind keine Communities. Warum setzen denn einige Gilden auf sowas wie Representationspflicht: eben, weil es überwiegend Schrott-Gilden ohne Zusammenhalt, ohne Community sind - und man muss die Member deswegen "zwingen", weil niemand freiwillig representiert und aktiv das Gildenleben gestaltet.

  • @ Phoenix, völlig falsch und sowas von auf dem Holzweg, auch was meine Aktivität in GW2 betrifft. Wo sind den die großen aktiven Foren und Communitys die man aus GW kannte? Du willst mir doch nicht ernsthaft weismachen in den heutigen GW2 Foren ginge es genauso aktiv zu? Mit Verlaub, das ist Bullsh... und du weißt das. Die großen GW Foren wurden aktiv von Anet mit ihrem eigenen Forum ausgebremst und platt gemacht. Die GW2-Community ist ein reines Werbe-, News und Infoforum, da wird nicht viel diskutiert, im Verhältnis zu den Usernzahlen ist die Anzahl der Beiträge und Kommentare dort praktisch nicht existent. Aber belassen wir es dabei, ich habe nämlich keinen Bock auf speziell deine Quotewars und Ansichten.