Der "Ewige Krieg" ist nun spielbar

  • Die Zaishen Truhe in GW1 war nichts weiter als ein ingame-drop nach Beutetabelle des schweren Modus. Für ingame-Währung.

    Das hat nichts mit dem Lootbox-, Farben- und Skin-Glücksspiel gegen Echtgeld in GW2 zu tun.

  • Die Zaishen Truhe in GW1 war nichts weiter als ein ingame-drop nach Beutetabelle des schweren Modus. Für ingame-Währung.

    Das hat nichts mit dem Lootbox-, Farben- und Skin-Glücksspiel gegen Echtgeld in GW2 zu tun.

    Du kannst alles aus dem Ingameshop auch gegen Ingamewährung kaufen. Man kann aber auch noch einen anderen Aspekt einfließen lassen. Dein Gold ist ja eigentlich Echtgeld weil du damit alles bezahlst. Nehmen wir Ernteknoten. Diese gibt es nur in der Schwarzlöwen-Truhe. In der Theorie brauchst du aber nie auch nur eine Truhe öffnen weil du alle Knoten auch im Handelsposten kaufen kannst für Gold. Außerdem gibt es ja öfters auch diverse Ingameshop Items als Belohnung im Spiel für Währungen. Zudem kriegt man ja auch ab und zu mal ein Schlüssel gedroppt oder alle 5000 AP mal Edelsteine. Was ich sagen will ist: Die Skins sind nicht hart hinterm Shop versteckt sondern lassen sich genauso wie eine Legendary auch über Zeit erspielen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Spieler sich täglich Gold über das Umwandeln von Edelsteinen holen und sich beispielsweise eine Legendary kaufen. Dieses Gold wird ja aus Echtgeld erzeugt welches du vielleicht über den Handelsposten erhälst. Ist die gekaufte Legendary dann auch ein Shopitem weil es rein aus Edelsteinen gekauft wurde? Sobald es eine Möglichkeit gibt Shopwährungen auch Ingame zu bekommen und umgekehrt verschwimmt diese ganze Situation weil man kein Einblick hat was die Spieler eigentlich mit Gems und Gold machen. Theoretisch könnte sogar jeder Gem nur für Gold benutzt werden und im Shop gar nichts gekauft werden trotzdem würde Anet Umsatz machen. Deswegen auch das Beispiel mit dem Zaishen Schlüssel. Der war ähnlich wie der Schwarzlöwen Schlüssel schwierig zu bekommen und es gab eben eine Truhe die alles droppen konnte. Da GW1 aber erst spät ein Shop bekam und es keine Umwandlungsmöglichkeit gab hat es eben nur Ähnlichkeit. Ich denke aber nach wie vor, dass wenn Anet nicht auf GW2 umgestiegen wäre, wäre es in GW1 irgendwann auch so geworden. Man hat es ja am Ende schon deutlich gemerkt in welche Richtung es gegangen ist.

  • Dir ist nicht so ganz klar, wie der GW2 Gem-Shop und Gem-Austausch (Gems/Gold) funktioniert. Wie Gems und Gold produziert und vernichtet werden.

    • Gold wird ausschließlich durch das Spielen von GW2 generiert. Niemals "aus dünner Luft" über Gems im Gem-Shop.
    • Gold wird durch verschiedene Spielmechaniken innerhalb des Spiels vernichtet, und zwar immer wenn Spieler etwas bei NPCs für Gold kaufen. Außerdem wird ein Teil des Handelsvolumens als "Transaktionsgebühr" im Handelsposten und im Edelsteintausch vernichtet.
    • Gems werden ausschließlich gegen Echtgeld durch Kauf im Gem-Shop oder als Zusatz bei den Spieleditionen generiert. Kleine Mengen Gems werden auch alle 5000 AP generiert sowie durch Gutscheine bei Gewinnspielen.
    • Gems werden ausschließlich durch Bezahlung von virtuellen Gegenständen im ingame-Shop vernichtet. Dabei wird niemals Gold generiert, sondern Gegenstände, Freischaltungen oder Skins. Manche Gegenstände sind handelbar, aber für die Gems generiert wird nie Gold, sondern der Gegenstand.


    Im Edelsteintausch wird kein Gold generiert, wenn du dir Gold für Gems kaufst. Kaufst du Gold, hat das zuvor ein Spieler erspielt. Kaufst du dir mit dem Gold eine legendäre Waffe, dann wird die mit Gold bezahlt, das irgendein Spieler einmal durch Platthauen von Gegnern oder eine ähnliche Mechanik generiert hat.


    Im Edelsteintausch werden auch keine Gems generiert, wenn du dir Gems für Gold kaufst.


    Es ist vielmehr so, dass es einen Vorrat an Gold im Edelsteintausch gibt und einen Vorrat von Gems. Kaufst du Gold für Gems, erhälst du Gold aus dem Vorrat und zahlst die Gems in den Vorrat ein. Kaufst du Gems für Gold, erhälst du Gems aus dem Vorrat und zahlst Gold in den Vorrat ein. Bei diesen Aktionen wird etwas Gold abgezwackt, so dass nie soviel Gold ausgezahlt wird wie eingezahlt. Ich weiß es nicht mehr wieviel genau das ist, aber um die 25% des darüber gehandelten Goldes wird dabei vernichtet. Die Gems hingegen bleiben beim Tauschen vollständig erhalten.


    Das bedeutet, dass jedes Kupfer, das jemand gegen Gems kauft, zuvor von einem anderen Spieler erspielt worden ist. Man hat es über den Tausch von einem Spieler zum anderen übertragen. Es gibt keine andere Generierung als ingame zu erspielen.

    Genau so ist das mit den Gems: jedes einzelne Gem, das man gegen Gold kauft, wurde zuvor von einem Spieler gegen Echtgeld im Shop gekauft. Ich lasse hier mal die Gem-Geschenke weg, da das vernachlässigbare Einmal-Sachen sind, die nicht farmbar sind. Gems werden nicht generiert, wenn du sie aus dem Edelsteintausch holst, sondern sie werden aus dem Topf entnommen, wo sie ein anderer Spieler eingezahlt hat.


    Der Gem-Preis im Edelsteintausch ergibt sich aus dem Verhältnis des Füllstandes von Gem- und Goldvorrat im Edelsteintausch. Mathematisch gesehen ein Bruch: kaufst du Gems, sind sie umso teurer, je weniger Gems im Vorrat sind - die Gems müssen also im Nenner stehen. Genau so mit dem Goldkauf: Kauft man Gold, ist es umso teurer, je weniger Gold im Vorrat ist - für den Goldpreis muss also das Gold im Nenner stehen.

    Mit dieser Mechanik wird die Preisentwicklung der Gems im Edelsteintausch seit Spielbeginn bis heute nachvollziehbar.

    Diese zwei Vorräte werden aufgrund dieser Formel auch niemals leer: würden ein Vorrat einseitig immer kleiner werden, würde der Preis für den Rest so hoch werden, dass niemand mehr bereit ist, dafür zu zahlen. Stattdessen wird es attraktiv, den sich leerenden Vorrat wieder aufzufüllen, weil die andere Währung in dem Moment sehr kostengünstig ist.


    Bei dem Hintergrund wird einem klar, dass grundsätzlich immer Echtgeld bezahlt wurde, wenn über Sachen diskutiert wird, die mit Gems generiert oder freigeschaltet werden. Wer das Echtgeld konkret bezahlt hat, ist für die Gesamtbetrachtung irrelevant: Entweder man hat die Gems selbst gekauft, oder man hat sein Gold gegeben und ein anderer hat sie gekauft. Es hat an einer Stelle ein Spieler Echtgeld für ein Gem bezahlt, und an einer anderen Stelle ist im Gem-Shop genau dieses Gem für einen Skin/Gegenstand/Freischaltung vernichtet worden. Aus dem Grund kann man die Gems von der Betrachtung her nicht vom Echtgeld lösen. Es ist ein reines Echtgeld-Äquivalent.


    Der Zaishen-Schlüssel in GW1 ist was völlig anderes. Du erspielst irgendeine accountgebundene ingame-Währung. Balthasar-Punkte, Turnier-Belohnungspunkte, Zaishen-Münzen. Dafür kaufst du Schlüssel und spielst Lotterie. Fertig. Mehr ist nicht dahinter. Nichts davon ist übertragbar oder im Shop zu erlangen - man muss das Spiel spielen, um es zu bekommen. Einsatz von Echtgeld hat hiermit absolut nichts zu tun, nicht direkt und nicht indirekt.

  • Wie das funktioniert weiß ich. Nur vergisst du hier eben wie schon erwähnt die Schwarzlöwentruhe und deren Inhalte. Man kann alle Gegenstände daraus erhalten. Deshalb passt der Vergleich mit der Zaishen-Truhe sehr wohl. Denn der Schlüssel kann auch über einige Inhalte in GW2 oder als Drop erhalten werden. Deswegen kann ich nur immer wieder sagen, dass du nicht weißt mit was ein Item eigentlich bezahlt wurde. Es gibt nun einmal nicht nur den Weg Gold zu Gem oder Gem zu Gold sondern auch noch andere Wege um Shopitems zu erhalten. Keiner weiß ob der gekaufte Ernteknoten mit einem Gem Schlüssel oder mit einem Drop Schlüssel in den Handelsposten gekommen ist. Keiner weiß ob das Kleidungsset jetzt aus dem Shop ist oder ob es mit einer garantierten Garderoben Freischaltung erhalten wurde. Und das versuche ich die ganze Zeit zu erklären. Deswegen kann ich nur noch einmal sagen:

    Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Spieler sich täglich Gold über das Umwandeln von Edelsteinen holen und sich beispielsweise eine Legendary kaufen. Dieses Gold wird ja aus Echtgeld erzeugt welches du vielleicht über den Handelsposten erhälst. Ist die gekaufte Legendary dann auch ein Shopitem weil es rein aus Edelsteinen gekauft wurde? Sobald es eine Möglichkeit gibt Shopwährungen auch Ingame zu bekommen und umgekehrt verschwimmt diese ganze Situation weil man kein Einblick hat was die Spieler eigentlich mit Gems und Gold machen. Theoretisch könnte sogar jeder Gem nur für Gold benutzt werden und im Shop gar nichts gekauft werden trotzdem würde Anet Umsatz machen.

    Das ist eben das umgekehrte Beispiel. Ein Ingamegegenstand mit Echtgeld kaufen obwohl es für Gold erspielbar ist. Es werden Gems in den Markt geworfen die sich ein anderer Spieler dann gönnt. Der kauft sich dann mit seinem erspielten Gold/Gem meinetwegen ne Bankerweiterung und der andere eben seine Legy. Weißt du nun wer wirklich Echtgeld investiert hat und wer nicht? Das weiß nur Anet. Man könnte in diesem Kontext auch sagen das die Bankerweiterung ein erspielbarer Gegenstand ist und die Legy das Shopitem. Und deswegen verschwimmt die ganze Situation, sobald nicht nur alles über eine Shopwährung läuft.

  • Es stellt sich jetzt die Frage, worauf wir beide hinauswollen.


    Du sagst, alles was im Handelsposten vorgefunden wird, kann mit Gold gekauft werden, also einer ingame-Währung. Ist also durch das spielen des Spiels erreichbar. Wie es in den Handelsposten hineingekommen ist, ist irrelevant. Gold wiederum kann man alternativ für Echtgeld kaufen und sich damit auch alles für Echtgeld kaufen, was im Handelsposten zu finden ist, selbst wenn es ausschließlich über ingame-Mechaniken generiert worden ist.

    Das ist die Sicht, die ein Spieler vom Spiel hat: er schaut die Angebote an und wählt passende für sich aus. Die Mechaniken dahinter sind ihm egal. Er will und kauft das Ding, das er haben will, mit welcher Währung auch immer, und ist damit glücklich.


    Ich sage, dass einige dieser Angebote, genauer gesagt deren Preise, völlig überzogen sind und den Spielern Echtgeld oder Spielzeit (grind) aus der Tasche für eine minderwertige Leistung ziehen. Und implizit dass jeder, der das bezahlt, einen an der Klatsche hat.


    Können wir uns auf dieses Fazit einigen? :arab:

  • Du sagst, alles was im Handelsposten vorgefunden wird, kann mit Gold gekauft werden, also einer ingame-Währung. Ist also durch das spielen des Spiels erreichbar. Wie es in den Handelsposten hineingekommen ist, ist irrelevant. Gold wiederum kann man alternativ für Echtgeld kaufen und sich damit auch alles für Echtgeld kaufen, was im Handelsposten zu finden ist, selbst wenn es ausschließlich über ingame-Mechaniken generiert worden ist.

    Das ist die Sicht, die ein Spieler vom Spiel hat: er schaut die Angebote an und wählt passende für sich aus. Die Mechaniken dahinter sind ihm egal. Er will und kauft das Ding, das er haben will, mit welcher Währung auch immer, und ist damit glücklich.

    Das ist ungefähr so das was ich meine ja. Der Spieler kauft das was er haben will außer es ist ihm zu teuer. Die Einen nehmen den langen Weg über Ingamewährung, die Anderen den Kürzeren übers Echtgeld. Letzten Endes weißt du aber nie was wohin passiert wenn diese Bereiche nicht strikt voneinander getrennt sind. Im Grunde ist alles was nicht Accountgebunden ist ein möglicherweise käufliches Objekt. Ich möchte hier noch ein recht simples Beispiel anführen: Spieler A kauft sich einen Schwarzlöwenschlüssel für Echtgeld, droppt daraus meinetwegen T6 Beutel also Materialien die man im Spiel farmen kann. Die Materialien verkauft er nun an Spieler B der dafür 1g hinlegt. Spieler A hat also seine Gems in 1g umgewandelt während Spieler B die Mats für seine nächste Legy verbraten wird. Am Ende bleibt nichts übrig außer das Spieler A weiß, dass er Echtgeld ausgegeben hat für einen T6 Beutel und jetzt noch 1g besitzt. Natürlich gibt es auch noch einen Spieler C der dadurch die Gems günstiger kaufen kann für Gold. Wenn er diese sagen wir für eine Bankerweiterung nutzt werden diese Gems auch verbraucht. Letzten Endes bleibt aus diesem Geschäft nichts übrig weil alles miteinander verschwimmt. Es ist sogar in diesem Fall so, dass mehr Gold aus dem Spiel verschwindet. Meine Aussage ist einfach Folgende: Jemand kann Kleidungssets haben, volle Heimatinstanzen usw. muss aber trotzdem kein Gemkäufer sein. Genauso kann auch jemand harter Gemkäufer sein der 5 Legys besitzt. Und deswegen kannst du keinem Spieler ansehen ob er ins Spiel zahlt oder nicht.

    Ich sage, dass einige dieser Angebote, genauer gesagt deren Preise, völlig überzogen sind und den Spielern Echtgeld oder Spielzeit (grind) aus der Tasche für eine minderwertige Leistung ziehen. Und implizit dass jeder, der das bezahlt, einen an der Klatsche hat.

    Solange es genug Leute gibt die es zahlen und sich kaum einer beschwert scheint der Preis gerechtfertigt zu sein. Spaß kostet Geld und wenn man in GW2 nun einmal seine Bestimmung sieht dann ist man auch bereit dafür Geld hinzulegen. Du kennst sicher selbst hunderte banale Beispiele wo Geld hingelegt wird und du dir an den Kopf fassen würdest. Solange es aber genug Anhänger dafür gibt wirst du auf taube Ohren stoßen was das angeht. Manche schmeißen ihr Geld in einen Fußballverein andere in ihr 8tes Auto und wiederum andere tapezieren alle 4 Wochen ihre Wohnung neu. Man mag es selbst als Geldverschwendung sehen aber für die die es machen ist es einfach nur um ihren Spaß auszuleben. Zudem ist die Wertevorstellung seit Einführung des Euro sowieso zerrissen. Ich spiele ja selbst GW2 und für mich ist der Wert in Ordnung. Ich hab mir den Skin für mein Gold gekauft und bin glücklich und zufrieden. Da mag man denken was man will es ist nun einmal mein Hobby. Und so würde es sicher auch Dinge geben wo ich sagen würde: "Silmar wie kannst du nur für so ein Mist Geld ausgeben".

    Können wir uns auf dieses Fazit einigen? :arab:

    Klar. Ich möchte nur, dass du verstehst das Geldwerte immer im Auge des Betrachters liegen. Nur weil für dich 2000 Gems Wahnsinn sind muss das für viele andere nicht gelten. Wie gesagt, Anet lebt vom Shop und würden die Verkäufe nicht ausreichen würden sie sicher die Preise dauerhaft reduzieren. Aber selbst Schwarzlöwentruhenschlüssel kosten heute immernoch so viel wie an Tag 1 in GW2.

  • Ich möchte nur, dass du verstehst das Geldwerte immer im Auge des Betrachters liegen. Nur weil für dich 2000 Gems Wahnsinn sind muss das für viele andere nicht gelten.

    Ja, ich weiß, und das ist halt genau das, was ich nie verstehen werde. So viele Leute geben meiner Ansicht nach ihr Geld und ihr Gold für die falschen Sachen aus. Für die überteuerten Sachen, und nicht für die angemessenen Sachen. Das Maß dafür, was ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis hat, hängt schief. Im Auge des Betrachters. Meiner Ansicht nach ist das mit ein Grund dafür, dass arme Leute arm bleiben: sie geben ihr Geld für die falschen Sachen aus.