Fernzugriff PC zugelassen

  • Windows 10 ist teils Mist. Unübersichtlich. Warum man Windows, Office und überhaupt alles "versocialmedien" muss ist mir schleierhaft. Dieser Accountbullshit ist eine Zumutung. Wäre ja zuviel verlangt einfach nur zu installieren, key rein, danke, tschüß.

    Ich kann über Windows 10 nicht klagen. Meiner Meinung nach ist es sogar das beste Windows, das MS je entwickelt hat. Win10 hat Funktionen und Verbesserungen, davon können ältere Windows Nutzer nur träumen.


    Im Grunde genommen ist es sogar so, wie du es wünschst: Windows installieren, Gerätetreiber installieren, Windows aktivieren, ggf Updates und Einstellungen anpassen: fertig.

    Keine Ahnung, was genau die Sache bei euch so verkompliziert hat.:spec:


    Ich schätze mal, dass du mit dem "Accountbullshit" die Online-Profile meinst, also mit Verknüpfung eines Microsoft-Kontos?

    Empfehlenswert ist, Windows 10 offline zu installieren, also mit getrennter Internetverbindung (Netzwerkkabel abstecken reicht), und erst nach abgeschlossener Installation der Gerätetreiber wieder online zu gehen. Die Installationspakete der Gerätetreiber sollte man natürlich vorher auf einem externen Datenträger oder auf der HDD parat haben, versteht sich. Auf diese Weise hatte ich persönlich nie Schwierigkeiten gehabt.


    Die ganzen lustigen Accounts die man ja gaaanz unbedingt braucht machen besonders viel Spaß, wenn die Häfte der Accountdaten fehlt, falsch ist, oder anderweitig bereits im Jahre 1890 verbraten wurde. Offenbar hat sie u.a. eine Vielzahl an windows accounts. Sigh.

    Daran ist sie aber selbst Schuld, nicht Windows 10 :P

  • Ich finde Windows 10 auch sehr akzeptabel. Würde auch nicht auf Windows 7 zurückgehen wollen.


    Was die Accounts angeht: nach den ersten Jahren mit lokalem Account habe ich vor einem Jahr auf Microsoft-Account zum einloggen umgestellt und bisher keine Probleme feststellen können. Ich habe das umgestellt, weil es mich genervt hat, dass alle möglichen Microsoft-Programme extra Logins verlangt haben.

    Man kann den Account-Typ beliebig hin- und zurückändern, d.h. das ist keine Einbahnstraße. Man kann auch parallel mehrere Accounts in verschiedenen Account-Typen haben. Das "verheiratet" den Rechner nicht unauflösbar mit Microsoft, sondern es synchronisiert einfach nur für einen Login Username+Passwort mit einem Microsoft-Account online. Löscht man den Account auf dem Rechner oder ändert ihn zurück auf lokal, ist der Microsoft-Einfluss auch wieder weg. Ich habe z.B. noch einen lokalen Ersatz-Administrator-Account ohne Microsoft-Account auf dem PC. Bisher aber nicht gebraucht.

  • Daran ist sie aber selbst Schuld, nicht Windows 10 :P

    Von den eigentlichen Funktionen (vom Startmenü und einigen anderen unübersichtlichkeiten mal abgesehen) ist win 10 schon gut. Aber dieser ganze Accountkrams ist ziemlich überflüssig, frisst unnötig Zeit und vermutlich hat nach drei Jahren jeder einen dritt Account, weil die alten Daten futsch sind.


    Natürlich ist es ihre Schuld. Aber alleine so Fragen "geben Sie Ihre Email Adresse an" "geben Sie das passwort ein" sind nicht ganz unmissverständlich.

  • Ich habe zwar einen MS-Account (aus MSN und Skype-Zeiten), aber Windows 10 hat dessen Zugangsdaten noch nie zu Gesicht bekommen und trotzdem funktioniert alles (Windows+Office) wunderbar. (Etwaige Aufforderungen zum Einloggen müssen lediglich einmal weggeklickt werden)


    Unter Einstellungen->Konten->Ihre Infos können MS-Accounts hinzugefügt oder entfernt werden, ohne dass es die Nutzererfahrung beeinträchtigt.


    Am besten löscht sie alle bis auf einen Account (wenn sie die nicht mehr benötigt) und merkt sich nur dessen Zugangsdaten.

  • 10 ist an sich nicht schlecht, wäre da nicht der ungehemmte 'Wissendurst' von Microsoft.

    Bsp.: Installation Win7: ~12 Netzzugriffe auf MS Server, bei Win10 sind es 800+

    Im laufenden Betrieb sieht es nicht besser aus, 10 telefoniert alles und jedes nach Hause.


    Ich muß immer lachen, wenn während der Installation von 10 der Text auftaucht 'Überlassen sie alles uns'

    Na klar doch. Mein Nutzerverhalten, die Surfchronik, und idealerweise noch meine unverschlüsselten Office 365 Dokumente.

    Cortana lauscht stets deinen Worten, und die ggf. anschlossene Webcam schaut dir ungefragt beim Pizza essen zu.

    Seis drum, muß jeder für sich selbst entscheiden, was er bereit ist preis zu geben.


    Wen das eigenartige Startmenü von 10 stört, nehme https://github.com/Open-Shell/Open-Shell-Menu

    Einmal konfiguriert, lassen sich die Settings speichern und auf andere Rechner übertragen.


    Wer interessiert ist was 10 so alles treibt, sollte sich beim BSI die Sisyphus Studie zu Gemüte führen.

    Sie betrifft zwar nur die geschäftliche Version von 10, vermittelt aber interessante Einblicke.

    Bei den Consumer-Varianten von 10, Home/Pro, wird noch erheblich mehr telemetriert, was sich mir Bordmitteln auch nicht abstellen lässt.


    Wer über erweiterte Grundkenntnisse zum Thema Sicherheit in 10 verfügt, oder gerne sehen möchte was 10 im Hintergrund so treibt, schaut sich https://www.winprivacy.de/ an. Das Tool ist zwar nicht der Stein der Weisen, hilft aber die schlimmsten Lecks abzudichten.


    Eine andere Option ist https://www.oo-software.com/de/shutup10

    Im Vergleich zu W10Privacy eingeschränkter, aber man kann eigentlich nichts/wenig kaputt machen.


    Dem unbesorgten Bürger wünsche ich auch weiterhin ein fröhliches 'Obey, Consume, Repeat' :-)

    Ihr werdet in GW2 alles wiederfinden was ihr in GW1 geliebt habt. .... Sie haben gelogen!

  • Dem kann ich teilweise nicht zustimmen.


    Das Windows im allgemeinen gewisse Nutzerdaten sammelt ist allgemein bekannt und es ist, aus dem Standpunkt der Betreiber betrachtet, notwendig um das Betriebssystem zu verbessern. Telemetrie muss daher nicht was schlechtes bedeuten.

    Und das macht nicht nur Windows 10, sondern Windows 7 genau so und besonders der Internet Explorer - ein weit verbreiteter Browser das in Sachen Qualität und Sicherheit sowieso schon sehr umstritten ist.


    Die hohe Anzahl an Verbindungen die Windows 10 aufbaut ist zudem nur zum geringsten Anteil an das Sammeln von Nutzerdaten ausgelegt. Windows 10 ist ein Betriebssystem das mit eine Vielzahl von Online-Features wie Cloud-Synchronisierung, Sprachsteuerung, Websuche, Xbox-Live etc. kommt und das ist nur ein Bruchteil von dem was Win10 noch kann.

    Das hat alles Win7 allerdings nicht.


    Abgesehen davon, dass Microsoft ein sehr großes Image bewahren muss und wenn so etwas raus kommen würde, kann das schnell zu deren Ruin führen.

    Es konnte meiner Meinung nach noch niemand beweisen, auch das BSI mit seiner Studie nicht, dass Microsoft bei entsprechend ausgeschalteten Einstellungen, weiterhin Daten des Nutzers für die entsprechenden Zwecke sammelt (Telemetrie wurde ja nicht ganz abgeschaltet!), oder sonstige (nicht aufgeführte) Informationen. So konnte ich bisher auch durch meine eigenen Filter in meinem Heimnetzwerk keine Ku­ri­o­si­täten feststellen.


    Zudem sind die Tools, die du in deinem Beitrag genannt hast, allesamt Freeware von irgendwelchen Privatunternehmen, also kein Open Source. Fraglich, inwiefern das wohl nützlich sein soll, das "nicht-transparente" Sammeln von Nutzerdaten mit Hilfe von Tools zu unterbinden, die selbst nicht transparent sind. :coffee:

    Das ist so ähnlich wie das Versprechen von Anonymität im Internet, wo man aber denen die diese Anonymität vorgaukeln, trotzdem seine eigenen Daten preisgeben muss. Ein Widerspruch in sich.


    Für die, die immer noch Bedenken haben. Hier eine Kleinigkeit zum Lesen:

    https://www.heise.de/ct/artike…10-schuetzen-4140586.html