7 Millionen Accounts weltweit!

  • Die Dinge die angeblich so neu und innovativ sein sollten, wurden nach und nach wieder entfernt oder aufgeweicht, weil sie sich letztendlich doch nicht als so toll herausgestellt haben.


    Nämlich welche Dinge genau?
    Ich finde es immer wieder bemerkenswert, dass Behauptungen aufgeführt werden, die nicht näher erklärt werden.



    Gerade die anspruchsvolleren Spieler haben Guild Wars 2 doch schnell wieder verlassen, weil es keinen wirklich anspruchsvollen Endcontent gibt. Und warum kommt ANet wohl jetzt mit Raids? PvP genauso. Die Spieler sind damals ja gleich direkt weiter zu anderen spielen, unter anderem auch weil grundlegende Funktionen komplett fehlten. Nun nach über drei Jahren brüstet man sich plötzlich mit dem PvP.


    Dass nun Raids eingeführt werden ist ja schön und gut, mich werden sie aber kaum zu mehr PvE motivieren, einfach weil mir PvE generell nicht liegt, egal in welchem MMO.
    Mir ist das zu repetitiv.
    Die neuen Maps allerdings finde ich sehr gelungen!
    Knackig schwer, Gegner, bei denen man endlich mal das Hirn nutzen muss anstatt sie an der nächstbesten Ecke zu sammeln und wegzuhauen und erstmals vertikal aufgebaute Maps (auch neu und in keinem anderem MMO zu finden). TOP!
    Auch die Gildenhalle gefällt mir sehr, sie ist weit mehr als nur ein simpler Aufenthaltsort wie damals in GW1. Auch hier wieder Weiterentwicklung und Innovation. Mir ist kein anderes MMO bekannt, das eine ähnlich aufgebaute Gildenhalle aufweist, geschweige denn überhaupt Gildenhallen bietet (SWOTR hat sowas, glaube ich...bin aber nicht ganz sicher wie komplex die dort aufgebaut sind).


    Überhaupt wird jetzt sehr deutlich, was Anet damit meinte, als sie damals über Inspirationen aus Zelda und Dark Souls sprachen.
    Auch hier ist Anet mal wieder der erste Entwickler, der dieses Konzept überhaupt gewagt hat.
    Ich war selber auch seeehr skeptisch, ob ein Leveldesign aus Dark Souls/Zelda in ein MMO wie GW2 passt.
    Doch ich wurde positiv überrascht.
    Wahrscheinlich werde ich mit den neuen Maps doch ein wenig mehr PvE spielen, denn mich reizt der knackige Schwierigkeitsgrad und der komplexe Mapaufbau.


    Der Schwierigkeitsgrad wurde so hochgeschraubt, dass sich nun viele Spieler darüber beschweren, nicht mehr viel alleine reissen zu können wie vorher.
    Bleibt nur zu hoffen, dass Anet nicht auf diese Spieler hört und den Schwierigkeitsgrad so lässt.


    War es nicht der Wunsch der Community, das Spiel fordernder zu machen, mehr Endgame Content und mehr Teamplay reinzubringen sowie mehr klassenspezifische Rollen einzuführen?
    Genau das ist nun mt dem Addon passiert und schon geht das Gejaule los, dass man ja zuviel Grind hat und die neuen Maps zu schwer, zu gross und verwirrend seien.
    Wer A sagt, muss auch B sagen.
    Einerseits fordernden Content fordern und andererseits Content verdammen, sobald er etwas schwerer ist passt irgendwie nicht zu einer wirklich kritischen Community.


    In GW2 wirkt es ein wenig so, als wären die Spieler einfach zu verwöhnt und sobald mal etwas nicht auf Anhieb klappt, wird nach Erleichterung geschrien...Wie soll man denn da vernünftigen und fordernden Content bereitstellen, wenn die Community das zwar verlangt, damit aber nicht klarkommt, wenn die Spieler mehr gefordert werden und mal nicht alles auf Anhieb umpusten, nur um hinterher zu tönen, wie superleicht das doch wieder mal war...?



    Erkunden und Story würden schon motivieren, wenn beides entsprechend gestaltet wäre. Aber man darf nicht den wirtschaftlichen Aspekt vergessen. Das Spiel möchte über den Shop Umsatz generieren, da eignet sich Grind besser.


    Vielleicht klingt es jetzt etwas enttäuschend für Dich, aber:
    MMOS benötigen Grind.
    Nenne mir auch nur ein MMO, bei dem Grind komplett weggelassen wurde.
    Es gibt schlicht keins.
    Wäre zwar begrüssenswert, doch leider gibt es da noch nix.
    Warum wohl?
    Es geht vielmehr darum, den Grind so angenehm wie möglich zu gestalten und da macht Anet in GW1 wie auch GW2 schon einen recht soliden Job.
    Wäre dem nicht so, wäre ich schon längst aus dem Spiel raus und würde kein anderes MMO mehr anfassen.


  • Überhaupt wird jetzt sehr deutlich, was Anet damit meinte, als sie damals über Inspirationen aus Zelda und Dark Souls sprachen.
    Auch hier ist Anet mal wieder der erste Entwickler, der dieses Konzept überhaupt gewagt hat.
    Ich war selber auch seeehr skeptisch, ob ein Leveldesign aus Dark Souls/Zelda in ein MMO wie GW2 passt.
    Doch ich wurde positiv überrascht.



    Wie kann man ernsthaft das Leveldesign von GW2 mit Dark Souls und/oder Zelda vergleichen?


    Die Zelda-Reihe hat wohl ubestreitbar das gesamte RPG-Genre beeinflusst, und "schwierige Bosse + Dodgeroll" macht noch lange kein Dark Souls Leveldesign.

  • Vor allem mit beidem gleichzeitig. Zelda, ok, es gibt eine Map die ist in verschiedene Zonen eingeteilt. Zwischen den Zonen gibt es nur ganz bestimmte Übergänge. Um so einen Übergang zu passieren muss man im Besitz einer Fertigkeit (Item) sein. Ohne Stärkehandschuh bekommt man den Felsbrocken nicht weg und kann nicht in das Gebiet dahinter. So ist es auch in GW2. Kein Gleiten = kein Zugang zu Ecke XY. Und ohne Gleiten Stufe 3 fällt auch eine Ecke flach.


    Dark Souls ist ein eigentümlicher Vergleich, weil in Dark Souls kann man eigentlich überall hin. Man bekommt halt nur noch härter ins Gesicht, wenn man LowLevel und ohne Gear unterwegs ist. Aber tendenziell ist es egal, ob man zuerst die obere oder untere Glocke ansteuert. Die Ähnlichkeit ist hier eher das verwinkelte und der aha Effekt wenn man feststellt einen großen Kreis gelaufen zu sein. Aber das ist für viele Spiele natürlich die verbergen wollen, dass es einen Rand gibt. Da findet man an den Rändern der Map immer diese exotischen Wege die nach außen weggehen und einen dann zurück in die Mitte der Map spucken. Da wird dann viel mit tief unten und hoch oben kaschiert, dass eigentlich die Richtung gewechselt wurde.


    Ein PR Grund diese beiden Spiele zu nennen liegt in der Kampagne für Hearth of Thorns. Darin kamen zwei Säulen vor: Nostalgie und Hard-Core. Siehe da, wenn sich ArenaNet also mit anderen Spielen vergleicht werden zwei Titel benannt, die diese Säulen bedienen. Zelda als Nostalgie ist halt besser als Metroidvania zu sagen und wer Hard-Core sagen will kommt an Dark Souls kaum vorbei, selbst wenn das ja nicht übertrieben Hardcore ist, sondern nur das gängiste Twitch-Gaming Klischee außer Kraft setzt. An keinem Punkt würde sich GW2 trauen Animation-Priority einszusetzen. GW2 ist da viel mehr die God of War Schule, bei der man im Zweifelsfall jede Aktion unterbrechen kann weil der Gegner einen dazu zwingt.


    Letztlich kommt es auf zwei Kenngrößen an. Die Größe des Studios in Mitarbeitern und die Einnahmen pro Quartal. Wenn die stimmen geht es weiter, wenn die nicht stimmen helfen auch 10 Millionen Accounts und 5 Milliarden aufgehobene Goldmünzen im Spiel nix. Daher gebieten sich auch keine WoW Vergleiche, denn WoWs Erfolg bestand nie aus der Anzahl der gleichzeitig aktiven Accounts, ob nun vier Millionen oder zehn. Der Erfolg von WoW war, dass es über die Lebenszeit 100 Millionen Accounts gab. Also selbst hier kann man sagen waren 90% der Spieler inaktiv im Schnitt. WoW hat permanent neue Spieler mit neuen Accounts generiert. Davon sind alle anderen Entwickler und deren MMO kilometerweit entfernt. Diesen Erfolg auf der Skala und diese massive Art des Wachstums der Spielerschaft haben nach WoW nur zwei Spiele geschafft. Minecraft und LoL. Danach dropt es schon runter auf so Spiele wie Diablo 3 oder Counter Strike, die "nur" 30 Millionen verkaufte Stückzahl haben.

  • MMOs sind eigentlich eher langlebige Spiele durch ihr zeitintensives Design. Man sieht es ja auch bei Lineage. Aber auch andere MMOs (GW1, HdRO, Eve online) sind sehr langlebig. Spieler haben oftmals tausende Stunden an Zeit investiert um etwas im Spiel zu "erreichen" und würden bei einem Spielwechsel all das verlieren. Oftmals bestehen soziale Kontakte (Gilde/Freundesliste) die man verlieren würde.
    Daher ist die lange Lebensdauer vieler MMOs nicht so überraschend. WoW mag da sehr viel richtig gemacht haben, das hat ein Lineage oder Eve Online aber auch. Mit fehlender Innovation in dem Genre hats nichts zu tun.


    Es gibt natürlich Elemente an denen man schwer/nicht vorbeikommt wie Grind. Das wird man wohl überall finden, fraglich ist nur wie sehr man zu ihm gezwungen wird - oder ob er optional ist und der Hersteller versucht ihn über Skins/andere Belohnungen attraktiv zu machen. Ebenso kann man grind auch spielerisch interessant machen - oder arg stupide.



    Bei GW2 wirkt eben alles etwas frischer, aufpolierter und moderner, weil es einfach an die Zeit angepasst wurde.


    /agree. Aber GW2 ist eben ein Spiel von 2012. Da sollte man auch den Stand von 2012 erwarten, nicht den von 2005 oder so. Andere Spiele sind sicherlich etwas...hinter den Möglichkeiten der Zeit geblieben. Für mich ist GW2 einfach die konsequente Fortführung alter Standard-MMOs. Innovative Elemente sehe ich kaum - und da wo es ansatzweise welche gibt (kein equipgrind) ist man schon deutlich stärker richtung Mainstream (equipgrind) abgerutscht als in GW1. Für mich ist GW2 ein absolutes Mainstream/0815 MMO.
    GW2 ragt auch nicht wirklich hervor aus Aion, SWTor, Tera usw. Die Spielerzahlen bewegen sich da wohl allesamt auf vergleichbarem Niveau, ein Spiel was da deutlich besser steht gibt es afaik nicht.
    Ein Spiel was erfolgreich sein will muss den Mainstreammarkt bedienen, ist meistens also ein 0815 Spiel. Es ist einfacher funktionierende Konzepte zu kopieren, statt sie neu zu entwickeln. Innovative Spiele haben es meistens schwer viele Spieler anzusprechen, siehe Eve Online. Oder Singleplayertitel. Da mag mal ein Minecraft etc. ausbrechen, aber Spiele wie Battlefield, GTA, COD, NFS, etc. laufen seit Jahren sehr uninnovativ.


    Nämlich welche Dinge genau?
    Ich finde es immer wieder bemerkenswert, dass Behauptungen aufgeführt werden, die nicht näher erklärt werden.


    Das kann man aber auch umdrehen und fragen welche Elemente denn so innovativ sein sollen. Meist wird nämlich nur die behauptung in den Raum gestellt, dass GW2 innovativ sei - ohne Beleg. Oder auf 10 Jahre alte Elemente wie "kein equipgrind" verwiesen - die aber ein Erbe aus dem Vorgänger sind. Demnach wäre ein NFS Teil 5000 oder Fifa auch innovativ, weils irgendwann vor 20 Jahren mal innovativ war.:D
    Kein Equipgrind: wurde durch ascended deutlich aufgeweicht. Man hätte auch bei gleich hohen Stats bleiben können. Oder sowas garnicht erst einführen können.
    Keine quests - siehe Erfolgssystem, was im Grunde zum Questlog umfunktioniert wurde.
    Jeder kann alles: Gegner die gegen Zustandsschaden anfällig sind und gegen direktschaden relativ immun.
    Kein Grind als Zugangsvorraussetzung: HoT.
    Es ist nicht alles schlecht was "altbewährt" ist, daher begrüße ich manche Änderungen. Man muss nicht auf Teufel komm raus innovativ sein. Das ging ja bereits beim "wir haben keine Rollen" schief und damit hat Anet bis heute zu kämpfen (zerkmeta, zu hohe dps unterschiede etc.). Hat sicher seinen Grund, das nun direktschaden immune Gegner auftauchen. Sonderlich "healthy" ists wohl nicht, wenn alle auf fullzerk als Standardlösung setzen, weil alles andere wenig sinnvoll ist.



    War es nicht der Wunsch der Community, das Spiel fordernder zu machen, mehr Endgame Content und mehr Teamplay reinzubringen sowie mehr klassenspezifische Rollen einzuführen?


    Es gibt nicht "die Community". Das Problem mit HoT ist imho, dass es den casual vor den Kopf stößt. Bisher haben die ihren Chestfarm und 111 farm/weltenboss gehabt und waren glücklich. Plötzlich kommen fordernde Elemente in die offene Welt, die sie eigentlich garnicht so haben wollen. Forderndere Inhalte wurden eher von der Dungeoncommunity/hardcorecommunity gefordert. Wären also in Instanzen besser aufgehoben als in der offenen Welt. Zumal man in der offenen Welt wieder das alte Problem hat: ich selber kann während Tequ/wurm afk gehen und trotzdem "gewinnen". Fordernde Inhalte sollte man afk nicht bestehen können. Es führt imho kein Weg an instanzierten Inhalten vorbei, wenn wirklich jeder seinen Teil beitragen soll. Wäre schon blöd, wenn Weltenboss X fehlschlägt, weil Spieler X in Moment Y seinen Skill nicht benutzt hat - oder z.b. der gesamte Zerg wiped, weil ein Spieler nicht dodged.:D
    Anet ist unglaublich schlecht dadrin Spielerwünsche zu verstehen und zu bedienen. Eine "interessante" open world eher für casuals zum erkunden und farmen wäre wohl besser gewesen. Gerne auch einen Tick schwerer als Orr, aber irgendwo auf dem Niveau. Die erste Karte ist ja so in der Art und scheint relativ gut anzukommen. Dazu dann noch interessante fordernde neue Instanzen. Stattdessen scheint Anet alle alten Instanzen durch den Wolf gedreht zu haben: als mies kritisierte Belohnungen in Fraktalen, Dungeons deutlich kastriert. Und neue gibts ja auch keine. Als ob der Dungeonspieler plötzlich zum Zergspieler mutiert und Wurmkills organisiert.
    Anet muss dringend mal dadran arbeiten ihre Zielgruppen herauszuarbeiten und deren Interessen herausfinden. Wenn man dann sagt "Gruppe X ist egal": ok. Aber dann bitte auch ehrlich sagen "wir konzentrieren uns auf open world, instanzen werden eingestellt". Stattdessen wirbt man mit raids/fraktalen geht aber gleichzeitig mit dem großen Vorschlaghammer auf die Motivation solche Inhalte zu spielen los.

  • TERA, Neverwinter, Rift, ArcheAge, The Elder Scrolls Online ...
    Keines dieser Spiele ist auch nur annährend hervorragend.
    Standard-MMO-Kost ohne frische Ideen.

    schlicht fail in jeder Hinsicht, mehr gibts dazu nicht zu sagen

    Quote


    Guild Wars 1 hatte am Ende insgesamt um die 7 Mio verkaufte Einheiten nach fast 10 Jahren.
    Guild Wars 2 ist bei 7 Mio nach drei Jahren angelangt.
    Ich denke es ist klar, welches von beiden erfolgreicher ist.

    Ja dieser Vergleich wird oft gemacht, allerdings wird dabei nicht berücksichtigt dass die Anzahl der Spieler gewachsen ist und weiter wächst. Um das besser zu verdeutlichen geh einfach noch weiter in der Zeit zurück, da waren 100.000 verkaufte Einheiten mal das Nonplusultra. Lol heutzutage dagegen mit 30 Mio Acounts war vor 10 Jahren noch undenkbar.


    Der 2. Punkt die F2P Accounts sind da schon mit bei, das kann man nicht mit verkauften Accounts vergleichen. Wenn du mal im F2P die Accounts zählst wirst du dich vielleicht wundern. Da liegen Spiele wie Tera und NW ziemlich weit vorne.

    Quote

    Final Fantasy mag dabei vielleicht eher die traditionelle MMO Schiene zu fahren, doch Square/Enix haben da entsprechend viel Aufwand reingesteckt, um das Spiel gründlich aufzupolieren und ihm eine eigene Note zu geben, abseits von den üblichen 100000000 WoW Klonen.
    Da GW2 nun recht hohe Spielerzahlen aufweist, hoffe ich, dass andere Entwickler sich ein paar Ideen von Anet klauen und diese weiterentwickeln....so wie es in einem gesunden Markt sein sollte.
    Konkurrenz belebt das Geschäft, doch für GW2 gibt es kaum spielerisch ähnliche Konkurrenz.


    Allgemein wirkt der MMO Markt schwach.


    FF ist eher ein klassisches MMO, wie du schon sagst, und hat trotz Abo eine erheblich höhere Beteiligung als GW2, laut Raptr. Es ist sogar erheblich klassischer als Tera oder Teso (wobei ich selbst dieses Kriterium nicht benutze). Deine Einschätzung passt nicht.
    Was ich bei FF sagen würde, es wurde optimal an die Zielgruppe angepasst und bietet wahrscheinlich eine hohe Immersion, daran ist aber nichts innovativ und anders, nur besser umgesetzt.


    Dass MMO's allgemein derzeit nicht so erfolgreich sind - wenn man sich die Raptr Zahlen anschaut - stimme ich zu. Auf der anderen Seite hängen viele Leute im MMO und auf deren TS, spielen dann zwischendurch mal Moba's so wie früher AdH PvP und sind dann wieder zurück. Der Gesamtspielzeitanteil ist allerdings geringer als früher und geht weiter zurück.

  • Man sollte sich von "damals" verabschieden.
    Wir leben im Jahr 2015, bald 2016 und noch immer ist kein wirklich gutes MMO am Horizont zu erkennen.
    Das ist doch ein Armutszeugnis des gesamten Genres, GW2 hin oder her...
    WoW hatte damals das Glück, zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt zu kommen und hat lange Zeit alleine den gesamten Markt dominiert. Auch GW1 konnte da nichts bis wenig ausrichten, auch wenn es in seiner Nische sicherlich sehr erfolgreich war.
    Immerhin galt GW1 lange Zeit als ernsthafter WoW Konkurrent, trotz weit niedrigerer Verkaufszahlen.
    Dass die beiden Spiele eigentlich so gut wie nichts gemein haben, störte viele Spieler nicht.
    Sie stellten immer wieder diesen unnötigen Vergleich her.

    Quote

    ...Auch wenn die Hälfte der GW2 Accounts F2P ist.


    Gibt es zu dieser Behauptung eine Quelle?
    Du sagst das so selbstverständlich, als hättest Du Einblick in Anets Finanzabteilung :D
    Bereits vor der F2P Aktion hatte GW2 im letzten Jahr schon über 5Mio verkaufte Einheiten. Sicherlich ist der Grossteil davon Goldseller, nicht wahr?:coffee:
    Damit hinkt deine Behauptung gehörig.

    Quote

    Das Kampfsystem ist das gleiche wie in Morrowind oder anderen Spielen anfang der 2000er Jahre. Die Quests sind im Vergleich zu Morrowind schlecht. Story, Dungeons usw. auch eher unterdurchschnittlich.


    Das sind aber ganz schön harte Brocken, die Du da auflistest.
    Morrowinds Kampfsystem ist wie in jedem Elder Scrolls Spiel nur zweckmässig und alles andere als komplex.
    Die Reihe ist nicht wegen dem übersimplen Kampfsystem so beliebt, sondern wegen der riesigen Welt mit ihren Massen an Sidequests und ihrer Modfreundlichkeit, die ihr ein langes "Leben" ermöglicht.
    Die Hauptstory dagegen war in jedem Elder Scrolls eher grosser Mist ohne Überraschungen.
    Die (Side-)Quests sind in jedem Elder Scrolls (abgesehen vielleicht von Elder Scrolls online...) klasse gestaltet, doch lässt sich sowas nicht auf ein MMO ummünzen.
    Wäre das möglich, hätten wir schon längst ähnlich aufgebaute Quests, die auf den einzelnen Spieler und seine Vorlieben/Bedürfnisse perfekt zugeschnitten sind.
    Im MMO eher (noch) unmöglich, würde ich sagen. Secret World versuchte sowas und ist kläglich gescheitert.
    Solodungeons Solo machen müssen, auch wenn man im Team unterwegs ist, passt einfach nicht in ein MMO.
    Es ist schon verwunderlich, ein MMO mit einem Singleplayertitel wie Morrowind zu vergleichen.
    Zumal Morrowind anno 1999 vielleicht revolutionär war, heute aber eher kaum noch gespielt wird, ausser vielleicht von einer kleinen Gruppe von Hardcorefans, die Mithilfe von Mods das Spiel zumindest grafisch up to Date halten.

    Quote

    Ich hab da im Videospielbereich, ähnlich wie bei Filmen, den Eindruck, dass Risiken gescheut werden.


    This.
    Eben weil Risiken gescheut werden, haben wir doch den ganzen Klonsalat.
    Aktionäre ohne Ahnung von Games diktieren den Firmen, wie sie Games gestalten sollen.
    Das kann einfach nicht sinnvoll für einen eigentlich zukunftsträchtigen Markt wie dem der MMOs sein und aus diesem Grund haben wir so miese Qualität in solchen Spielen.
    Da lobe ich mir die Risikofreudigkeit von Blizzard (Overwatch hat keine Scoreboards) und Anet.
    Bei denen hat man immerhin halbwegs den Eindruck, als wollen sie Genres mit neuen und aufgefrischten Ideen voranbringen anstatt auf althergebrachte Rezepte zu setzen.

    Quote

    Wie kann man ernsthaft das Leveldesign von GW2 mit Dark Souls und/oder Zelda vergleichen?


    Quote

    Das kann man aber auch umdrehen und fragen welche Elemente denn so innovativ sein sollen.


    Indem man einfach die Augen aufmacht anstatt wild dagegen zu wettern.
    Dark Souls diente klar als Mapdesign Vorbild (vertikaler und nicht linearer Mapaufbau ist dort auch zu finden), während Zeldas Konzept auf Masteries angewandt wurde.
    Das sollte man doch als alteingesessener Gamer erkennen können...
    In keinem anderen MMO gab es sowas bisher, also kann man das doch schon innovativ nennen, oder etwa nicht?
    Vertikaler Mapaufbau ist in keinem anderen MMO zu finden, sogar Singleplayertitel bieten das eher selten.
    Auch das kann man ruhig als innovativ bezeichnen.
    Dann ist da noch die Gildenarena.
    In welchem anderen Spiel kann man sich seinen eigenen PvP Modus zusammenzimmern? Mir ist keines bekannt.
    Auch hier wieder Innovation.
    Dann wären da noch die Elitespezialisierungen und die neue Klasse, der Revenant.
    Sowas wie den Revenant gab es vorher noch nicht, die Spielweise ist schon recht einzigartig. Innovation again.
    Das gleiche gilt eigentlich für die Elitespezialisierungen aller Klassen.
    Chronomancer und Co sind allesamt neuartig, auch vom Gameplay her.
    Ob man sie nun mag oder nicht, ist hier irrelevant.
    Dann ist da noch das waffengebundene Skillsystem, das es ebenfalls so in keinem anderen MMO gibt.
    Hasse es oder lass es sein, doch es bleibt einzigartig.
    Auch hier wieder Innovation.
    Jumpingpuzzles hatten ihren Einstand ebenfalls in GW2, kein anderes Spiel hat bis heute sowas ähnliches zu bieten.
    Nur weil man viele Punkte ausblendet, bedeutet es nicht, dass sie nicht existieren ;)


    Quote

    FF ist eher ein klassisches MMO, wie du schon sagst, und hat trotz Abo eine erheblich höhere Beteiligung als GW2, laut Raptr.


    Also entweder hat Raptr falsche Zahlen oder die von Square veröffentlichten Zahlen sind nicht richtig....Ich denke ersteres trifft eher zu...


    Quote

    Der Gesamtspielzeitanteil ist allerdings geringer als früher und geht weiter zurück.


    Das ist auch mein Eindruck.
    Die Leute wollen einfach nicht mehr Ewigkeiten damit verbringen, am Charakter herumzutunen oder massenweise Wasauchimmer zu sammeln.
    Das war einmal, damals, als MMOs noch etwas Neues waren.
    Damals war man es auch aus Singleplayer-RPGs gewohnt, massig Zeit mit ihnen zu verbringen, um ein paar Zahlen im einstelligen Bereich zu steigern...
    Doch ich denke, dass diese Art von Spieler so gut wie ausgestorben (weil zu alt) ist.
    Kaum einer, der damals gerne MMOs gespielt hat, hat heute noch die Zeit dafür übrig.
    Spieler altern und deren Interessen verschieben sich, Zeit in deren Leben spielt eine immer wichtigere Rolle.
    Zu schade, Zeit für sowas unnötiges wie Grind zu verschwenden.
    Daher neigen immer mehr auch dazu, casualfreundliche Inhalte anzusteuern oder schlicht PvP zu spielen, weil so ein Match eben nicht massig Zeit in Anspruch nimmt.

  • Das massenweise Sammeln wurde erst ab WoW in ein Sinnlossammeln umgewandelt, bei den ersten MMO's wurde zwar auch viel gesammelt aber es hatte zumindest einen Sinn. Es gibt einen Unterschied zwischen sammle 20 Kräuter für Quest Y und sammle 20 Steine für eine Mauer um deine Gildenburg damit dich der nächste Angriff von Gilde Z nicht so hart trifft. Die Minimal Punkte die ich sehe für zukünftige MMO's sind:
    - Immersion
    - Sandboxelemente
    - Langzeitmotivation (hier meine ich keine Hamsterräder)
    Daran ist allerdings nichts neu oder innvoativ, ist nur im Laufe der letzten Jahre in Vergessenheit geraten. Das was DayZ und Co machen war mal MMO.

  • Die Verkauften Einheiten von GW1 und GW2 zu vergleichen ist nicht ganz fair. GW1 fing bei 0 an und musste sich erst über die Jahre aufbauen. GW2 dagegen konnte sofort die bestehenden Kunden und Fanbase aus GW1 nutzen, von denen ein nicht unerheblicher Anteil GW2 gekauft hat. Interessant dagegen wäre, wie hoch der Anteil der ehemaligen GW1 Spieler bei den verkauften Einheiten von GW2 ist, wieviele Kunden neu gewonnen werden konnten die gekauft haben und wie hoch der Anteil der ftp-Spieler ist.

  • Auch wenn es dazu keine offiziellen Zahlen gibt, denke ich, dass es noch ziemlich viele GW1 Veteranen im Spiel gibt.
    Viele sind wohl auch abgewandert, weil ihnen das Spielsystem nicht zusagt oder weil ihnen Endgamecontent fehlte, was auch immer Endgamecontent bedeuten mag...jeder hat da so seine eigenen Vorstellungen, wie es scheint.
    Wie hoch der F2P Anteil nun genau ist, würde mich ebenfalls interessieren.
    Zumindest sehe ich nicht allzuviele F2P`s im Spiel.
    Mein Eindruck kann mich aber auch täuschen.

  • Quote

    TERA, Neverwinter, Rift, ArcheAge, The Elder Scrolls Online ...
    Keines dieser Spiele ist auch nur annährend hervorragend.
    Standard-MMO-Kost ohne frische Ideen.


    Dann kam Guild Wars 2 scheinbar direkt total veraltet auf den Markt, denn z.B. Rift hatte vieles davon bereits vorher: Weltbosse, Schlachtzüge, dynamische Quests, vertikale Maps, komplett selbstgestaltbare Gildenhallen, etc...


    Du scheinst die Spiele nie wirklich gespielt zu haben. Man bekommt eher das Gefühl Du flamest aus Prinzip gegen alles und jeden fernab von Guild Wars 2.


    Quote

    Morrowinds Kampfsystem ist wie in jedem Elder Scrolls Spiel nur zweckmässig und alles andere als komplex.


    Und genau das ist in Guild Wars 2 ja (gewollt) nicht anders, damit möglichst viele Casuals damit klarkommen. Nur ist man dort damit in einer Sackgasse gelandet, denn ohne Rollenverteilung mit simplen Hack & Slay Kampfsystem bleibt eben nur Zerken.


    Quote

    Es ist schon verwunderlich, ein MMO mit einem Singleplayertitel wie Morrowind zu vergleichen.


    Du selbst hast vorher ja nichts anderes getan.


    Quote

    Jumpingpuzzles hatten ihren Einstand ebenfalls in GW2, kein anderes Spiel hat bis heute sowas ähnliches zu bieten.


    Auch hier zeigst Du Deine Unkenntnis anderen Spielen gegenüber: World Of Warcraft und Wildstar haben sie z.B. ebenfalls.

  • Bevor man Tabula Rasa in ein zweites WoW versucht hat zu verwandeln war es GW2 auch sehr ähnlich und das Jahre vorher. In TR hat man sich Runen in der Welt geholt die in etwa so platziert waren wie in GW2 die Aussichtspunkte oder Kisten der Jumping Puzzles. Je nachdem wie schwer es halt sein sollte.

  • Dann kam Guild Wars 2 scheinbar direkt total veraltet auf den Markt, denn z.B. Rift hatte vieles davon bereits vorher: Weltbosse, Schlachtzüge, dynamische Quests, vertikale Maps, komplett selbstgestaltbare Gildenhallen, etc...


    Weltbosse und Raids waren weit früher bereits in WoW und anderen MMOs vorhanden, es gibt schon Gründe warum ich die nicht aufgelistet habe ;)
    Dynamische Quests gab es ebenfalls schon weit vor GW2, auch da habe ich kein Wort drüber verloren.....


    Man bekommt eher das Gefühl Du flamest aus Prinzip gegen alles und jeden fernab von Guild Wars 2.


    Ich flame?
    Habe ich hier irgendwen direkt angegriffen?
    Ich habe lediglich die Innovationen in GW2 aufgelistet, die ja angeblich nicht existieren....aber ok, wenn das bei Dir schon als flame gilt, solltest Du meine Posts lieber ignorieren.


    ...Nur ist man dort damit in einer Sackgasse gelandet, denn ohne Rollenverteilung mit simplen Hack & Slay Kampfsystem bleibt eben nur Zerken.


    Aber klar doch, Millionen von Spielern sind einfach nur geschmacklose Fanboi-Schafe, die jeden Mist fressen, den Anet ihnen zum Fraß vorwirft, gelle?
    Deine Sicht ist schon mehr als fragwürdig.
    Den eigenen Geschmack über den von anderen stellen bringt nichts.
    Du stehst anscheinend nun einmal auf die klassische Spielweise, man kann Dir da auch nix böses vorwerfen, ist eben Geschmackssache.
    Das Kampfsystem aber mit so flachem Gameplay wie dem Morrowind-kampfsystem zu vergleichen und auf eine Stufe zu stellen grenzt schon an Zynismus.



    Du selbst hast vorher ja nichts anderes getan.


    Nämlich wo genau? Hab vorsichtshalber meine Posts nochmal durchgelesen und konnte da keinen Vergleich zwischen einem Single Player RPG und GW2 entdecken. Falls Du die Erwähnung von Zelda und Dark Souls meinst, solltest Du Dir den Post vielleicht nochmal genauer durchlesen, anstatt ihn nur zu überfliegen...


    Auch hier zeigst Du Deine Unkenntnis anderen Spielen gegenüber: World Of Warcraft und Wildstar haben sie z.B. ebenfalls.


    Ja, Du meinst sicherlich diese hier. Die wurden aber mit Draenor eingeführt und das kam erst letztes Jahr auf den Markt. gleiches gilt für Wildstar, das 2013 auf den Markt kam.
    Aber lass mich korrigieren:
    Jumping Puzzles waren zum GW2 Release einzigartig und in keinem anderen MMO in der Form und zu dem Zeitpunkt vorhanden...so besser formuliert? ;)
    Dass Wildstar auch Jumping Puzzles hat, wusste ich tatsächlich nicht.
    Doch auch hier muss man sagen, dass diese Ideen geklaut wurden, und zwar von einem Spiel, das Du so garnicht magst, aber fleissig Forenbeiträge dazu verfolgst :thumb:


    Edit: Habe Tabula Rasa nie wirklich gespielt weil mir das Spiel absolut nicht zusagte (war das nicht so ein Shooter MMO a la Firefall?), von daher weiss ich auch nix über die dortigen Features.
    Als GW2 rauskam, war Tabula Rasa bereits eingestampft.
    Spricht also nicht unbedingt für erfolgreiches Gamedesign...


  • Einerseits fordernden Content fordern und andererseits Content verdammen, sobald er etwas schwerer ist passt irgendwie nicht zu einer wirklich kritischen Community.


    In GW2 wirkt es ein wenig so, als wären die Spieler einfach zu verwöhnt und sobald mal etwas nicht auf Anhieb klappt, wird nach Erleichterung geschrien...Wie soll man denn da vernünftigen und fordernden Content bereitstellen, wenn die Community das zwar verlangt, damit aber nicht klarkommt, wenn die Spieler mehr gefordert werden und mal nicht alles auf Anhieb umpusten, nur um hinterher zu tönen, wie superleicht das doch wieder mal war...?


    Naja. Zum einen sind die Leute, die fordernden Conten fordern nicht unbedingt die selben, die sich beklagen, wenn etwas zu schwer ist. ANet versucht halt den Spagat, verschiedene Spielergruppen anzusprechen, hat aber wohl auch damit Dinge verbaut, dass sie bei einigen Dingen frühzeitig nachgegeben haben (bspw Dungeon-Schwierigkeit. Oder Clocktower.).


    Zum anderen gibt es einen Unterschied zwischen "fordernd" und "nervig". Das eine macht Spass - Das andere nicht.

  • Wenn man auf den neuen Maps stirbt, wird man mit langen Laufwegen bestraft. Ist man bei bestimmten Gegnern nicht aufmerksam genug, liegt man schnell im Staub.
    Das ist zwar sehr unangenehm und auch nervig, doch es KANN auch motivieren.
    Jedenfalls trifft es meinen Geschmack ganz gut.
    Gerade Dark Souls lebt ja von diesem Frustgefühl, das sich irgendwann in Euphorie umwandelt, wenn man endlich mal eine schwere Stelle geschafft hat.
    Warum sollte das nicht auch in GW2 möglich sein?
    HoT ist gerade erst ein paar Tage auf dem Markt, ich denke da wird es noch eine Menge Hotfixes und Feintuning geben, im PvE wie auch im PvP.
    Ich hoffe nur, dass sie die neuen Maps nicht einfacher machen, sondern nur die nervigen Elemente entschärfen.
    Mir gehen da einige unnötige Grinds ebenfalls gegen den Strich, allen voran die Freischaltung der Elitefertigkeiten.

  • Quote

    Ich habe lediglich die Innovationen in GW2 aufgelistet, die ja angeblich nicht existieren...


    Nenne sie doch mal konkret. Alles was Du aufgelistet hast gab es vorher in anderen spielen bereits. Stellt man es richtig, dann windest Du Dich in Wortverdrehungen und Ausflüchten, wie z.B. bei der Aussage mit den Jumping Puzzles. Du hast behauptet:


    Quote

    Jumpingpuzzles hatten ihren Einstand ebenfalls in GW2, kein anderes Spiel hat bis heute sowas ähnliches zu bieten.


    Und das ist inhaltlich eben falsch. Es gab bereits MMO's (egal ob Du sie magst oder sie mittlerweile eingestellt worden - auch das war nicht der Punkt) vor Guild Wars 2, und es gibt diverse die später erschienen sind, wo es Jumping Puzzles gab/gibt.


    Ebenso Deine hochgelobten vertikalen Karten. Gerade die finde ich in Guild Wars 2 total spaßfrei. Eng, verwinkelt, unrealistisch (Sandsturm entsteht aus einer Felswand heraus und endet auch wieder in einer, auf einer gefühlten Fläche von 5qm²). Dem gesamten Spiel fehlt die Durchgängigkeit. Der Einheitsguss. Die Maps fügen sich nicht wirklich ein und könnten ein ganz anderes Spiel sein. Da sind mir große erforschbare Karten im Stile der Ascalon-Gebiete einfach lieber. Bei denen ist es halt schade das sehr viel Potenzial verschwendet wurde. Man macht sie einmal zum Aufdecken und evtl. wegen dem Titel, danach sind sie uninteressant. Warum in irgendeinem verlassen Häuschen im Wald nicht mal ein instanzierter kleiner Keller? Einfach mal mehr Erlebnisse in der Welt verstreut, so das es immer etwas zu entdecken- und zu tun gibt. So bleibt es größtenteils nur Optik.


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    Doch auch hier muss man sagen, dass diese Ideen geklaut wurden, und zwar von einem Spiel, das Du so garnicht magst, aber fleissig Forenbeiträge dazu verfolgst


    Als ambitionierter Gamer verfolge ich die Entwicklung etlicher Spiele. Deshalb finde ich lange nicht alle gut. Das Du den Blick über'n Tellerrand scheust und Dich nur auf ein Spiel fixierst, ist da wohl bedauernswerter.


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    Warum sollte das nicht auch in GW2 möglich sein?


    Weil es lediglich eine normale Gebietskarte ist und kein Dungeon oder ähnliches. Wer spielt die Karte nun fünf Jahre immer und immer wieder als Endcontent? Vermutlich niemand. Solche Mechanismen gehören in Dungeons und speziellen Elitegebieten/Raids, dann gäbe es die Beschwerden auch nicht, weil die Zielgruppen dann nicht durcheinander gewürfelt wären.


  • Naja. Ums so mal so aufzuzäumen:
    Wir sind im Jahr 2015. Da gabs Genreübergreifend ja durchaus einige Strömungen die letzten Jahre, wie man einen Schwierigkeitsgrad definiert, welche Belohnungen es für Leistung und welche "Strafen" es fürs Scheitern gibt. Was ich mir seit Jahren in Spielen eigentlich nicht mehr gern reintu, sind Spiele, bei denen ich mit Langwierigkeit fürs Scheitern bestraft werd. Im von Dir von genantnen Falle: Laufwege. Das neue Batman-Spiel als aktuellstes Beispiel nervt mich da auch an ein paar Stellen - Ich hab kein Problem damit, wenn ich irgendwas 20, 30, 40 mal probieren muss bis ichs schaff, sofern ich direkt nochmal probieren kann. Im Gegenteil, gibt n paar Spiele, die ich genau deswegen mag.
    Dagegen 5 Versuche, die alle ewige Vorlaufzeit haben: No Way. Tu ich mir heutzutage eher nicht mehr an.


    Da gibts heutzutage Gamedesign-technisch ganz andere Kniffe, um einen Spieler trotz/bei Scheitern zu motivieren.


  • Bei GW2 wirkt eben alles etwas frischer, aufpolierter und moderner, weil es einfach an die Zeit angepasst wurde.
    [...]
    Grind ist nach wie vor ein Bestandteil des Spieles (MMO typisch eben), doch es ist in GW generell nicht wirklich notwendig im Gegensatz zu so ziemlich jedem anderen MMO.
    Genau das hält mich im Spiel und hielt mich über 7 Jahre im ersten Guild Wars.
    Ja, PvE ist recht grindlastig, doch wie würde das PvE komplett OHNE Grind aussehen?


    Ich kann dir nicht folgen bzw. verstehen, worauf du eigentlich hinaus willst. Die Frage war: Welches GW ist erfolgreicher? Schiebt man die Selbstbeweihräucherung und den Hype beiseite, sehe ich GW vorne, vor allem in Bezug auf die Ausgangsposition.


    Also wenn Guild Wars 1 etwas bewiesen hat, dann vor allem, dass ein MMO ohne Grind auskommen kann. In GW 1 habe ich eigentlich nie gegrindet bzw. nur verschiedene Farmmethoden ausprobiert. Der einzige Grind war die Freischaltung der PvP-Fertigkeiten.


    Aber wie schon an anderer Stelle beschrieben, ging man bei Guild Wars 2 auf Nummer sicher mit dem "Generic"-Konzept. Ich weiß nicht was du erwartest, aber die Mehrheit der Spieler ist eben tatsächlich und gewollt "casual" und so sind die Inhalte des Spiels Guild Wars 2. Alle anderen haben Guild Wars 2 den Rücken gekehrt. Fragwürdig und - so weit ich das beurteilen kann - herzlich lieblos ist der Umgang mit der Community, die im Grunde fortwährend mit falschen Versprechungen verarscht wird.

  • Nenne sie doch mal konkret. Alles was Du aufgelistet hast gab es vorher in anderen spielen bereits.


    Ach Herrgott, ich habe wirklich keine Lust die Liste nochmal aufzuschreiben, aber wenn es Dir angenehmer ist, dann ignoriere doch einfach meine Jumping Puzzle Erwähnung, wenn sie Dich so sehr stört. Ist ja nicht so als wären Jumping Puzzles das tragende Element in MMOs.
    Ja, da könnte ich mich geirrt haben, oh Schreck, ich versinke in ewiger Demut...not.
    Gildenarena? Revenant? Elite Spezialisierungen?
    Unverbrauchte Klassen? Waffengebundenes Skillsystem?
    Jumping Puzzles können wir gerne von der Liste streichen, bevor Du noch einen Herzinfarkt bekommst...

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    Und das ist inhaltlich eben falsch. Es gab bereits MMO's (egal ob Du sie magst oder sie mittlerweile eingestellt worden - auch das war nicht der Punkt) vor Guild Wars 2, und es gibt diverse die später erschienen sind, wo es Jumping Puzzles gab/gibt.


    Ja doch, Du hast ja recht.


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    Ebenso Deine hochgelobten vertikalen Karten. Gerade die finde ich in Guild Wars 2 total spaßfrei. Eng, verwinkelt, unrealistisch (Sandsturm entsteht aus einer Felswand heraus und endet auch wieder in einer, auf einer gefühlten Fläche von 5qm²).


    Die neuen Maps in HoT hast Du vermutlich nicht einmal angeschaut, da Du Silverwastes und Dry Top in Deiner Argumentation benutzt.
    Richtig, diese beiden Maps waren ebenfalls vertikal aufgebaut, doch lange nicht so verwinkelt und komplex wie es in HoT der Fall ist.


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    Bei denen ist es halt schade das sehr viel Potenzial verschwendet wurde. Man macht sie einmal zum Aufdecken und evtl. wegen dem Titel, danach sind sie uninteressant.


    In anderen MMOs farmt man ein Gebiet nach dem anderen auf dem Weg zum Maximallevel ab und hat am ende eine Menge überflüssiger Maps, auf denen man alles mit einem Schlag umhaut. Ich sehe da irgendwie so garkein Potenzial drin, was Langzeitmotivation angeht.
    Bei GW2 ist das zwar ähnlich (auch hier geht man eher selten in die Anfangsgebiete, wenn man nicht gerade Weltbosse farmt), aber immerhin gibt es in GW2 das Runterstufen (ebenfalls eine Innovation :wink:), was die Anfangsgebiete nicht ganz so anspruchslos erscheinen lässt wie in anderen MMOs.


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    Warum in irgendeinem verlassen Häuschen im Wald nicht mal ein instanzierter kleiner Keller? Einfach mal mehr Erlebnisse in der Welt verstreut, so das es immer etwas zu entdecken- und zu tun gibt. So bleibt es größtenteils nur Optik.


    Ja, das würde ich auch begrüssen.
    Allerdings nicht einfach nur einen Keller voller Gegner hinstellen wie es zB bei Diablo 3 der Fall ist....ein wenig mehr Komplexität wäre schon wünschenswert.


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    Als ambitionierter Gamer verfolge ich die Entwicklung etlicher Spiele. Deshalb finde ich lange nicht alle gut. Das Du den Blick über'n Tellerrand scheust und Dich nur auf ein Spiel fixierst, ist da wohl bedauernswerter.


    Du scheinst mich ja gut zu kennen...
    Also ich spiele zZt neben GW2 noch Dark Souls 1 und 2 (die mag ich sogar lieber als GW2!), Lords of the Fallen (netter Dark Souls Klon mit Hammergrafik, wenn auch um einiges gradliniger), Killer is dead (sehr skurriles Hack n Slay mit "Gigolo Missions zum auflockern zwischendurch :D), Castlevania Lords of Shadow (ich wills nur durchspielen, um die Story im angeblich besseren Nachfolger zu verstehen...das Spiel an sich finde ich aber eher mau...), Diablo 3 (immer wieder gut), Ori and the blind Forest (höllisch schwer aber genial), Outland (Metroidvania mit neuen Ideen), Rocket League ("Autofussball" mit hohem Suchtfaktor und eingängiger Steuerung), State of Decay (Jeff Strains neues Kind, das einen MMO Ableger bekommen wird...wann, ist noch nicht klar - ich werds mir aber definitiv blind kaufen), Secret World (gerne mal zwischendurch eine Investigativmission aber sonst eher selten im Spiel), und viele andere Games.
    Wenn mir GW2 zum Hals raushängt, spiele ich eben was anderes, dafür sind Spiele ja schliesslich da, oder?
    Wenn Du magst, kannst Du mich gerne bei Steam adden (nick: Zim) und einen Blick auf meine Spielesammlung werfen. 71 Games sind es im Moment dort, bei Orign und UPlay hab ich auch noch ein paar Titel wie zB BF3, AC2 und FC3... - da ist sicher auch was dabei, das Dir ebenfalls gefällt ;)


  • Also wenn Guild Wars 1 etwas bewiesen hat, dann vor allem, dass ein MMO ohne Grind auskommen kann. In GW 1 habe ich eigentlich nie gegrindet bzw. nur verschiedene Farmmethoden ausprobiert. Der einzige Grind war die Freischaltung der PvP-Fertigkeiten.


    Ich habe weder in GW1 (7 Jahre) noch in GW2(3 Jahre) gegrindet und komme wunderbar ohne Grind klar, von daher kann ich die grosse Aufregung über den Grind in GW2 nicht ganz nachvollziehen, schliesslich ist er ja nur optional, wie damals auch schon in GW1 (abgesehen vom Freischalten der über 1200 Fertigkeiten und maximieren diverser Titel im PvE, um die PvE Fertigkeiten maximal stark zu machen - Lichtbringer und Co lassen grüssen).
    Ich spiele gerne Fraktale, da springt nebenher immer mal wieder einiges an nettem aufgestiegenen Loot heraus und ich konnte bisher 3 Charaktere voll aufgestiegen ausrüsten. Der vierte Charakter braucht noch zwei Teile um das Set zu komplettieren.
    Nicht ein Teil habe ich gecraftet oder gegrindet, alles nur Drops mit der Zeit.
    Ich habe auch nie aufgestiegene Rüstung ins Visier genommen und gezielt darauf zugegrindet, weil mir Grind einfach nicht liegt und ich mich schnell dabei langweile.
    Auch habe ich nach über drei Jahren GW2 noch immer keine Legendäre Waffe, weil mir das Gegrinde dafür einfach zu doof ist und die Waffe an sich nicht besser macht. Gold habe ich zwar auch nicht wie Heu, doch das was ich zur Verfügung habe reicht aus für meine Belange.
    Wer Blingbling will, soll auch grinden.
    Ich brauche das nicht und ignoriere es getrost.
    Warum also darüber aufregen?
    Wie gesagt, würde GW2 auf mich auch so einen grindigen Eindruck machen wie hier so oft dargestellt wird, wäre ich schon längst weg und würde MMOs meiden wie der Teufel das Weihwasser...

  • GW1 hatte Grind. GW2 hatte Grind. Ingress hat Grind. Drölf Fantastillarden andere Spiele, die wirklich toll sind, haben Grind.
    Grind per se ist nicht das Problem. (Bei GW2 warens auch nicht die grindigen Anteile, wegen denen ich die Lust verlor. Das nur am Rande.).


    Lasst mal die Diskussion beiseite, ob GW2 nun grindy ist oder nicht.
    Die grosse Preisfrage ist halt eher, wie der Grind jeweils aufbereitet ist.